Logos Bible Study

Psalm 138–145

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1.Davids. Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den Göttern will ich dir lobsingen.

2.Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken für deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen über alles herrlich gemacht durch dein Wort.

3.Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

4.Es danken dir, HERR, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes,

5.und singen auf den Wegen des HERRN, daß die Ehre des HERRN groß sei.

6.Denn der HERR ist hoch und sieht auf das Niedrige und kennt die Stolzen von ferne.

7.Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich und streckst deine Hand über den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.

8.Der HERR wird’s für mich vollführen. HERR, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

Der 139. Psalm

1.Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, Du erforschest mich und kennest mich.

2.Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

3.Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

4.Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wissest.

5.Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

6.Solche Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch; ich kann sie nicht begreifen.

7.Wo soll ich hin gehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht?

8.Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da.

9.Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

10.so würde mich doch deine Hand daselbst führen und deine Rechte mich halten.

11.Spräche ich: Finsternis möge mich decken ! so muß die Nacht auch Licht um mich sein.

12.Denn auch Finsternis ist nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.

13.Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleib.

14.Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl.

15.Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.

16.Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und alle Tage waren auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als derselben keiner da war.

17.Aber wie köstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summe!

18.Sollte ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.

19.Ach Gott, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten!

20.Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.

21.Ich hasse ja, HERR, die dich hassen, und es verdrießt mich an ihnen, daß sie sich wider dich setzen.

22.Ich hasse sie im rechten Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden.

23.Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich’s meine.

24.Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Der 140. Psalm

1.Ein Psalm Davids, vorzusingen.

2.Errette mich, HERR, von den bösen Menschen; behüte mich vor den freveln Leute,

3.die Böses gedenken in ihrem Herzen und täglich Krieg erregen.

4.Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)

5.Bewahre mich, HERR, vor der Hand der Gottlosen; behüte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoßen.

6.Die Hoffärtigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. (Sela.)

7.Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens!

8.HERR HERR, meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streites.

9.HERR, laß dem Gottlosen seine Begierde nicht; stärke seinen Mutwillen nicht: sie möchten sich des überheben. (Sela.)

10.Das Unglück, davon meine Feinde ratschlagen, müsse auf ihren Kopf fallen.

11.Er wird Strahlen über sie schütten; er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, daß sie nicht mehr aufstehen.

12.Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden; ein frevler, böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden.

13.Denn ich weiß, daß der HERR wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausführen.

14.Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.

Der 141. Psalm

1.Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir; eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.

2.Mein Gebet müsse vor dir Taugen wie ein Räuchopfer, mein Händeaufheben wie ein Abendopfer.

3.HERR, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen.

4.Neige mein Herz nicht auf etwas Böses, ein gottloses Wesen zu führen mit den Übeltätern, daß ich nicht esse von dem, was ihnen geliebt.

5.Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun wie Balsam auf meinem Haupt; denn ich bete stets, daß sie mir nicht Schaden tun.

6.Ihre Führer müssen gestürzt werden über einen Fels; so wird man dann meine Rede hören, daß sie lieblich sei.

7.Unsere Gebeine sind zerstreut bis zur Hölle, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.

8.Denn auf dich, HERR HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich, verstoße meine Seele nicht.

9.Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und von der Falle der Übeltäter.

10.Die Gottlosen müssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immer vorübergehen.

Der 142. Psalm

1.Eine Unterweisung Davids, ein Gebet, da er in der Höhle war.

2.Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme; ich flehe zum HERRN mit meiner Stimme;

3.ich schütte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.

4.Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, darauf ich gehe.

5.Schaue zur Rechten und siehe ! da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.

6.HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.

7.Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig.

8.Führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich danke deinem Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.

Der 143. Psalm

1.Ein Psalm Davids. HERR, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen

2.und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

3.Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere wie die, so längst tot sind.

4.Und mein Geist ist in mir geängstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehrt.

5.Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und sage von den Werken deiner Hände.

6.Ich breite meine Hände aus zu dir; meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. (Sela.)

7.HERR, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht von mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.

8.Laß mich frühe hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.

9.Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir habe ich Zuflucht.

10.Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn.

11.HERR, erquicke mich um deines Namens willen; führe meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen

12.und verstöre meine Feinde um deiner Güte willen und bringe alle um, die meine Seele ängsten; denn ich bin dein Knecht.

Der 144. Psalm

1.Ein Psalm Davids. Gelobet sei der HERR, mein Hort, der meine Hände lehrt streiten und meine Fäuste kriegen,

2.meine Güte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwingt.

3.HERR, was ist der Mensch, daß du dich sein annimmst, und des Menschen Kind, daß du ihn so achtest ?

4.Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.

5.HERR, neige deine Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen;

6.laß blitzen und zerstreue sie; schieße deine Strahlen und schrecke sie;

7.strecke deine Hand aus von der Höhe und erlöse mich und errette mich von großen Wassern, von der Hand der Kinder der Fremde,

8.deren Mund redet unnütz, und ihre Werke sind falsch.

9.Gott, ich will dir ein neues Lied singen, ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten,

10.der du den Königen Sieg gibst und erlöst deinen Knecht David vom mörderischen Schwert des Bösen.

11.Erlöse mich auch und errette mich von der Hand der Kinder der Fremde, deren Mund redet unnütz, und ihre Werke sind falsch,

12.daß unsere Söhne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen, und unsere Töchter seien wie die ausgehauenen Erker, womit man Paläste ziert;

13.daß unsere Kammern voll seien und herausgeben können einen Vorrat nach dem andern; daß unsere Schafe tragen tausend und zehntausend auf unsern Triften;

14.daß unsere Ochsen viel erarbeiten; daß kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sei.

15.Wohl dem Volk, dem es also geht! Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist!

Der 145. Psalm

1.Ein Lob Davids. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.

2.Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

3.Der HERR ist groß und sehr löblich, und seine Größe ist unausforschlich.

4.Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.

5.Ich will reden von deiner herrlichen, schönen Pracht und von deinen Wundern,

6.daß man soll sagen von deinen herrlichen Taten und daß man erzähle deine Herrlichkeit;

7.daß man preise deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühme.

8.Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte.

9.Der HERR ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.

10.Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke und deine Heiligen dich loben

11.und die Ehre deines Königreiches rühmen und von deiner Gewalt reden,

12.daß den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die herrliche Pracht deines Königreichs.

13.Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für…

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