Logos Bible Study

Psalm 138–145

Elberfelder 1905Other versions

138

1Von David. Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, will dich besingen vor den Göttern.

2Ich will anbeten gegen deinen heiligen Tempel, und deinen Namen preisen um deiner Güte und deiner Wahrheit willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Namen.

3An dem Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich ermutigt: in meiner Seele war Kraft.

4Alle Könige der Erde werden dich preisen, Jehova, wenn sie gehört haben die Worte deines Mundes;

5und sie werden die Wege Jehovas besingen, denn groß ist die Herrlichkeit Jehovas.

6Denn Jehova ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen erkennt er von ferne.

7Wenn ich inmitten der Drangsal wandle, wirst du mich beleben; wider den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten.

8Jehova wird’s für mich vollenden. Jehova, deine Güte währt ewiglich. Laß nicht die Werke deiner Hände!

139

1Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm. Jehova! Du hast mich erforscht und erkannt.

2Du kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst meine Gedanken von ferne.

3Du sichtest mein Wandeln und mein Liegen und bist vertraut mit allen meinen Wegen.

4Denn das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge, siehe, Jehova, du weißt es ganz.

5Von hinten und von vorn hast du mich eingeengt, und auf mich gelegt deine Hand.

6Kenntnis, zu wunderbar für mich, zu hoch: ich vermag sie nicht zu erfassen!

7Wohin sollte ich gehen vor deinem Geiste, und wohin fliehen vor deinem Angesicht?

8Führe ich auf zum Himmel, du bist da; und bettete ich mir in dem Scheol, siehe, du bist da.

9Nähme ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am äußersten Ende des Meeres,

10auch daselbst würde deine Hand mich leiten, und deine Rechte mich fassen.

11Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde das Licht um mich her:

12Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.

13Denn du besaßest meine Nieren; du wobest mich in meiner Mutter Leibe.

14Ich preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele weiß es sehr wohl.

15Nicht verhohlen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht ward im Verborgenen, gewirkt wie ein Stickwerk in den untersten Örtern der Erde.

16Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben; während vieler Tage wurden sie gebildet, als nicht eines von ihnen war.

17Und wie köstlich sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen!

18Wollte ich sie zählen, ihrer sind mehr als des Sandes. Ich erwache und bin noch bei dir.

19Möchtest du, o Gott, den Gesetzlosen töten! Und ihr Blutmenschen, weichet von mir!…

20Sie, die dich nennen zum Verbrechen, die zu Eitlem schwören, deine Feinde.

21Hasse ich nicht, Jehova, die dich hassen, und verabscheue ich nicht, die wider dich aufstehen?

22Mit vollkommenem Hasse hasse ich sie; sie sind Feinde für mich.

23Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!

24Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf ewigem Wege!

140

1Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Befreie mich, Jehova, von dem bösen Menschen; vor dem Manne der Gewalttaten behüte mich!

2Welche Bosheiten ersinnen im Herzen, täglich Krieg erregen.

3Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. (Sela.)

4Bewahre mich, Jehova, vor den Händen des Gesetzlosen, vor dem Manne der Gewalttaten behüte mich, welche darauf sinnen, meine Tritte umzustoßen!

5Die Hoffärtigen haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges, sie haben mir Fallen gestellt. (Sela.)

6Ich sprach zu Jehova: Du bist mein Gott! Nimm zu Ohren, Jehova, die Stimme meines Flehens!

7Jehova, der Herr, ist die Stärke meiner Rettung; du hast mein Haupt beschirmt am Tage der Waffen.

8Gewähre nicht, Jehova, die Gelüste des Gesetzlosen, laß sein Vorhaben nicht gelingen: sie würden sich erheben. (Sela.)

9Die Häupter derer, die mich umringen, das Unheil ihrer Lippen bedecke sie!

10Mögen feurige Kohlen auf sie herabfallen! Ins Feuer stürze er sie, in Wasserfluten, daß sie nicht aufstehen!

11Der Mann von böser Zunge möge nicht feststehen im Lande; der Mann der Gewalttat, das Böse möge ihn jagen bis zum Sturz!

12Ich weiß, daß Jehova ausführen wird die Rechtssache des Elenden, das Recht der Armen.

13Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen werden vor deinem Angesicht wohnen.

141

1Ein Psalm. Von David. Jehova! Zu dir habe ich gerufen, eile zu mir; nimm zu Ohren meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!

2Laß als Räucherwerk vor dir bestehen mein Gebet, die Erhebung meiner Hände als Abendopfer!

3Setze, Jehova, eine Wache meinem Munde; behüte die Tür meiner Lippen!

4Neige nicht mein Herz zu einer bösen Sache, um in Gesetzlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!

5Der Gerechte schlage mich: es ist Güte, und er strafe mich: es ist Öl des Hauptes; nicht wird mein Haupt sich weigern; denn noch ist in ihren Unglücksfällen mein Gebet für sie.

6Sind ihre Richter die Felsen hinabgestürzt worden, so werden sie meine Worte hören, daß sie lieblich sind.

7Wie einer die Erde schneidet und spaltet, so sind unsere Gebeine hingestreut am Rande des Scheols.

8Doch auf dich, Jehova, Herr, sind meine Augen gerichtet, auf dich traue ich; gib meine Seele nicht preis!

9Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor den Fallstricken derer, die Frevel tun!

10Laß die Gesetzlosen in ihre eigenen Netze fallen, während ich vorübergehe!

142

1Ein Maskil von David. Ein Gebet, als er in der Höhle war. Mit meiner Stimme schreie ich zu Jehova, mit meiner Stimme flehe ich zu Jehova.

2Ich schütte meine Klage vor ihm aus, meine Bedrängnis tue ich vor ihm kund.

3Als mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Auf dem Wege, den ich wandelte, haben sie mir heimlich eine Schlinge gelegt.

4Schaue zur Rechten, und sieh: ich habe ja niemand, der mich erkennt; verloren ist mir jede Zuflucht, niemand fragt nach meiner Seele.

5Zu dir habe ich geschrieen, Jehova! Ich habe gesagt: Du bist meine Zuflucht, mein Teil im Lande der Lebendigen.

6Horche auf mein Schreien, denn ich bin sehr elend; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!

7Führe aus dem Gefängnis heraus meine Seele, damit ich deinen Namen preise! Die Gerechten werden mich umringen, wenn du mir wohlgetan hast.

143

1Ein Psalm. Von David. Jehova! Höre mein Gebet, nimm zu Ohren mein Flehen; erhöre mich in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!

2Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte! Denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

3Denn der Feind verfolgt meine Seele, zertritt zur Erde mein Leben, macht mich wohnen in Finsternissen gleich den Toten der Urzeit.

4Und mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist betäubt in meinem Innern.

5Ich gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun; ich sinne über das Werk deiner Hände.

6Zu dir breite ich meine Hände aus; gleich einem lechzenden Lande lechzt meine Seele nach dir. (Sela.)

7Eilends erhöre mich, Jehova! Es verschmachtet mein Geist. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst werde ich denen gleich sein, die zur Grube hinabfahren.

8Laß mich früh hören deine Güte, denn auf dich vertraue ich; tue mir kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele!

9Errette mich, Jehova, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

10Lehre mich tun dein Wohlgefallen! Denn du bist mein Gott; dein guter Geist leite mich in ebenem Lande!

11Um deines Namens willen, Jehova, belebe mich; in deiner Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Bedrängnis!

12Und in deiner Güte vertilge meine Feinde, und alle Bedränger meiner Seele bringe um! Denn ich bin dein Knecht.

144

1Von David. Gepriesen sei Jehova, mein Fels, der meine Hände unterweist zum Kampf, meine Finger zum Kriege:

2Meine Güte und meine Burg, meine hohe Feste und mein Erretter; mein Schild und der, auf den ich traue, der mir mein Volk unterwirft!

3Jehova, was ist der Mensch, daß du Kenntnis von ihm nimmst, der Sohn des Menschen, daß du ihn beachtest?

4Der Mensch gleicht dem Hauche; seine Tage sind wie ein vorübergehender Schatten.

5Jehova, neige deine Himmel und fahre hernieder; rühre die Berge an, daß sie rauchen!

6Blitze mit Blitzen und zerstreue sie; schieße deine Pfeile und verwirre sie!

7Strecke deine Hände aus von der Höhe; reiße mich und errette mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde,

8deren Mund Eitelkeit redet, und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist!

9Gott! Ein neues Lied will ich dir singen, mit der Harfe von zehn Saiten will ich dir Psalmen singen;

10dir, der Rettung gibt den Königen, der seinen Knecht David entreißt dem verderblichen Schwerte.

11Reiße mich und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde, deren Mund Eitelkeit redet, und deren Rechte eine Rechte der Lüge ist;

12daß unsere Söhne in ihrer Jugend seien gleich hochgezogenen Pflanzen, unsere Töchter gleich behauenen Ecksäulen nach der Bauart eines Palastes;

13daß unsere Speicher voll seien, spendend von allerlei Art; daß unser Kleinvieh sich tausendfach mehre, zehntausendfach auf unseren Triften;

14daß unsere Rinder trächtig seien; daß kein Einbruch und kein Ausfall sei und kein Klaggeschrei auf unseren Straßen!

15Glückselig das Volk, dem also ist! Glückselig das Volk, dessen Gott Jehova ist!

145

1Ein Lobgesang. Von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen preisen immer und ewiglich.

2Jeden Tag will ich dich preisen, und deinen Namen loben immer und ewiglich.

3Groß ist Jehova und sehr zu loben, und seine Größe ist unerforschlich.

4Ein Geschlecht wird dem anderen rühmen deine Werke, und deine Machttaten werden sie verkünden.

5Reden will ich von der herrlichen Pracht deiner Majestät und von deinen…

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