Hiob 16,8–17,9
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8.Er hat mich runzlig gemacht, das zeugt wider mich; und mein Elend steht gegen mich auf und verklagt mich ins Angesicht.
9.Sein Grimm zerreißt, und der mir gram ist, beißt die Zähne über mich zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich.
10.Sie haben ihren Mund aufgesperrt gegen mich und haben mich schmählich auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut miteinander an mir gekühlt.
11.Gott hat mich übergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen Hände kommen lassen.
12.Ich war in Frieden, aber er hat mich zunichte gemacht; er hat mich beim Hals genommen und zerstoßen und hat mich zum Ziel aufgerichtet.
13.Er hat mich umgeben mit seinen Schützen; er hat meine Nieren gespalten und nicht verschont; er hat meine Galle auf die Erde geschüttet.
14.Er hat mir eine Wunde über die andere gemacht; er ist an mich gelaufen wie ein Gewaltiger.
15.Ich habe einen Sack um meine Haut genäht und habe mein Horn in den Staub gelegt.
16.Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine Augenlider sind verdunkelt,
17.wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist und mein Gebet ist rein.
18.Ach Erde, bedecke mein Blut nicht! und mein Geschrei finde keine Ruhestätte!
19.Auch siehe da, meine Zeuge ist mein Himmel; und der mich kennt, ist in der Höhe.
20.Meine Freunde sind meine Spötter; aber mein Auge tränt zu Gott,
21.daß er entscheiden möge zwischen dem Mann und Gott, zwischen dem Menschenkind und seinem Freunde.
22.Denn die bestimmten Jahre sind gekommen, und ich gehe hin des Weges, den ich nicht wiederkommen werde.
Das 17. Kapitel
1.Mein Odem ist schwach, und meine Tage sind abgekürzt; das Grab ist da.
2.Fürwahr, Gespött umgibt mich, und auf ihrem Hadern muß mein Auge weilen.
3.Sei du selber mein Bürge bei dir; wer will mich sonst vertreten ?
4.Denn du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen; darum wirst du ihnen den Sieg geben.
5.Es rühmt wohl einer seinen Freunden die Ausbeute; aber seiner Kinder Augen werden verschmachten.
6.Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gemacht, und ich muß mir ins Angesicht speien lassen.
7.Mein Auge ist dunkel geworden vor Trauern, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten.
8.Darüber werden die Gerechten sich entsetzen, und die Unschuldigen werden sich entrüsten gegen die Heuchler.
9.Aber der Gerechte wird seinen Weg behalten; und wer reine Hände hat, wird an Stärke zunehmen.
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