Logos Bible Study

Hiob 16,8–17,9

Elberfelder 1905Other versions

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8Und du hast mich zusammenschrumpfen lassen, zum Zeugen ward es; und meine Abmagerung tritt wider mich auf, sie zeugt mir ins Angesicht.

9Sein Zorn hat mich zerfleischt und verfolgt, er hat mit seinen Zähnen wider mich geknirscht; als mein Feind schärft er seine Augen wider mich.

10Ihr Maul haben sie wider mich aufgesperrt, mit Hohn meine Backen geschlagen; allzumal verstärken sie sich wider mich.

11Gott gab mich preis dem Ungerechten, und in die Hände der Gesetzlosen stürzte er mich.

12Ich war in Ruhe, und er hat mich zerrüttelt, und er packte mich beim Nacken und zerschmetterte mich; und er stellte mich hin sich zur Zielscheibe.

13Seine Schützen umringten mich, er spaltete meine Nieren ohne Schonung; er schüttete meine Galle zur Erde.

14Er durchbrach mich, Bruch auf Bruch; er rannte wider mich, wie ein Held.

15Ich habe Sacktuch über meine Haut genäht, und mit Staub mein Horn besudelt.

16Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der Schatten des Todes,

17obwohl keine Gewalttat in meinen Händen, und mein Gebet lauter ist.

18Erde, bedecke nicht mein Blut, und für mein Geschrei sei kein Platz!

19Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir Zeugnis gibt, in den Höhen.

20Meine Freunde sind meine Spötter: zu Gott tränt mein Auge,

21daß er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann, und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes.

22Denn die zählbaren Jahre gehen vorüber, und ich werde einen Weg dahingehen, auf dem ich nicht wiederkehren werde.

17

1Mein Geist ist verstört, meine Tage erlöschen, die Gräber sind für mich.

2Sind nicht Spöttereien um mich her, und muß nicht mein Auge weilen auf ihren Beleidigungen?

3Setze doch ein, leiste Bürgschaft für mich bei dir selbst! Wer ist es sonst, der in meine Hand einschlagen wird?

4Denn ihre Herzen hast du der Einsicht verschlossen; darum wirst du ihnen nicht die Oberhand geben.

5Wenn einer die Freunde zur Beute ausbietet, so werden die Augen seiner Kinder verschmachten.

6Und er hat mich hingestellt zum Sprichwort der Völker, und ich bin zum Anspeien ins Angesicht.

7Und mein Auge ist trübe geworden vor Gram, und wie der Schatten sind alle meine Glieder.

8Die Aufrichtigen werden sich hierüber entsetzen, und der Schuldlose wird aufgebracht werden über den Ruchlosen.

9Doch der Gerechte wird an seinem Wege festhalten, und der an Händen Reine wird an Stärke zunehmen.

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