Sprüche 13–15
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131Ein verständiger Sohn hört, wenn er zurechtgewiesen wird, doch der Spötter hört nicht auf Ermahnung.
2Vom Ertrag seiner Worte kann man gut leben, doch gemeine Menschen leben für die Gewalt.
3Wer den Mund hält, bewahrt sein Leben, wer ihn aufreißt, dem droht Verderben.
4Ein fauler Mensch hat viele Wünsche, erreicht aber nichts, doch der Fleißige erfüllt sie sich.
5Wer Gott gehorcht, hasst Lug und Trug, wer Gott verachtet, bringt anderen Schande und Schmach.
6Gottesfurcht bewahrt die Ehrlichen, Gesetzlosigkeit bringt die Sünder zu Fall.
7Mancher stellt sich reich und hat doch nichts; mancher stellt sich arm und ist steinreich.
8Ein Reicher kann Lösegeld für sein Leben bezahlen, doch ein Armer wird gar nicht erst erpresst.
9Das Licht der Gerechten strahlt hell, doch die Lampe der Gottlosen erlischt.
10Übermut bringt nichts als Streit, doch wer sich beraten lässt, ist klug.
11Vermögen aus dem Nichts verliert sich bald, doch wer allmählich sammelt, gewinnt immer mehr.
12Endloses Hoffen macht das Herz krank, doch ein erfüllter Wunsch ist wie ein Lebensbaum.
13Wer das Wort verachtet, muss dafür bezahlen, doch wer Ehrfurcht hat vor dem Gebot, der wird belohnt.
14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, die vor den Fallen des Todes bewahrt.
15Wer gute Einsicht hat, verschafft sich Gunst, doch der Weg der Verräter ist steinhart.
16Jeder Kluge handelt mit Bedacht, ein Narr kramt seine Dummheit aus.
17Ein gesetzloser Bote richtet Unheil an, doch ein treuer Gesandter macht es wieder gut.
18Armut und Schande trifft den, der sich nichts sagen lässt, doch wer Ermahnung annimmt, wird geehrt.
19Es ist schön, wenn ein Wunsch sich erfüllt, doch ein Dummkopf lässt deshalb nicht vom Bösen ab.
20Wer mit Weisen umgeht, wird weise, doch wer sich mit Narren einlässt, schadet sich.
21Die Sünder werden von Unheil verfolgt; wer Gott gehorcht, belohnt sich mit Glück.
22Das Erbe des Guten ist noch für die Enkel da, doch das Vermögen des Sünders ist für Gerechte bestimmt.
23Viel Nahrung trägt der Acker der Armen, doch manches wird durch Unrecht weggerafft.
24Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn, doch wer ihn liebt, erzieht ihn beizeiten.
25Wer gottrecht lebt, hat satt zu essen, doch der Magen der Gottlosen bleibt leer.
141Durch Weisheit von Frauen gedeihen Familie und Haus, doch eine Närrin zerbricht das mit eigener Hand.
2Wer seinen Weg geradeaus geht, hat Ehrfurcht vor Jahwe, doch wer krumme Wege einschlägt, verachtet ihn.
3Das Gerede eines Narren ist eine Rute für seinen Stolz, doch der Weise überlegt, was er sagt.
4Wo keine Rinder sind, da bleibt die Krippe leer, doch die Kraft des Stiers bringt reichen Ertrag.
5Ein zuverlässiger Zeuge wird nicht lügen, doch ein falscher lügt, was er nur kann.
6Ein Spötter sucht die Weisheit und findet sie nicht, doch der Vernünftige entdeckt sie schnell.
7Wenn du einem Dummen gegenübertrittst, hörst du kein vernünftiges Wort.
8Die Weisheit lässt den Klugen wissen, was er tut, doch Narren betrügen sich durch ihre Dummheit selbst.
9Narren treiben Spott mit der Schuld, Aufrichtige bleiben versöhnt.
10Das Herz allein kennt seinen tiefen Schmerz, und auch seine Freude teilt es Fremden nicht mit.
11Gesetzlosen wird das Haus zerstört, doch das Zelt der Gerechten gedeiht.
12Mancher wähnt sich auf dem richtigen Weg, doch am Ende führt er ihn in den Tod.
13Selbst beim Lachen kann man traurig sein, und wenn es vorbei ist, bleibt der Schmerz.
14Wer krumme Wege geht, bekommt, was er verdient, der gute Mann wird mit Gutem belohnt.
15Der Gedankenlose glaubt allem Geschwätz, der Kluge achtet auf seinen Schritt.
16Der Weise scheut sich und weicht dem Bösen aus, doch der Narr braust auf und fühlt sich im Recht.
17Ein hitziger Mann macht manche Dummheit, doch der Hinterlistige wird immer gehasst.
18Die Einfältigen eignen sich Dummheit an, doch Kluge werden mit Erkenntnis gekrönt.
19Die Bösen müssen sich vor den Guten hinknien, die Gottlosen vor der Tür des Gerechten.
20Ein Armer ist selbst seinem Nächsten verhasst, doch viele wollen Freunde des Reichen sein.
21Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich; gesegnet ist, wer dem Hilflosen hilft.
22Wer Böses plant, wird in die Irre gehen, doch dem, der gute Absichten hat, wird Liebe und Vertrauen geschenkt.
23Harte Arbeit führt zum Gewinn, bloßes Gerede nur zum Verlust.
24Reichtum ist die Krone der Verständigen, der Kranz der Narren ist ihr Unverstand.
25Ein ehrlicher Zeuge rettet ein Leben, wer Lügen vorbringt, verbreitet Betrug.
26Wer Jahwe ehrt, lebt in Sicherheit, auch seine Kinder werden darin bewahrt.
27Wer Jahwe ehrt, ist an der Quelle des Lebens und wird vor tödlichen Fehlern bewahrt.
28In der Größe seines Volkes liegt die Ehre des Königs, doch ein Rückgang der Bevölkerung ist sein Untergang.
29Wer ruhig bleibt, hat viel Verstand, doch wer aufbraust, zeigt nur seine Unvernunft.
30Gelassenheit hält auch den Körper gesund, doch Leidenschaft ist Knochenfraß.
31Wer Schwache bedrückt, verhöhnt deren Schöpfer, doch wer Hilflosen hilft, ehrt den, der sie geschaffen hat.
32In seinem Unglück kommt der Gottlose um, doch wer mit Gott lebt, ist auch im Tod noch geborgen.
33Im Herzen des Verständigen lässt die Weisheit sich nieder, doch beim Dummkopf ist sie nicht zu Haus.
34Gerechtigkeit macht ein Volk groß, doch Sünde ist die Schande der Völker.
35Ein kluger Diener wird vom Herrscher geschätzt, doch einen Schändlichen trifft sein Zorn.
151Eine sanfte Antwort besänftigt den Zorn, doch ein kränkendes Wort heizt ihn an.
2Die Worte von Weisen fördern das Wissen, der Mund von Narren schwatzt dummes Zeug.
3Jahwes Augen sind überall und wachen über Böse und Gute.
4Ein freundliches Wort ist wie ein Lebensbaum, eine falsche Zunge bricht den Lebensmut.
5Ein Dummkopf lehnt jede Erziehung ab, doch wer sich ermahnen lässt, wird klug.
6Wer Gott gehorcht, hat mehr als genug, wer ihn missachtet, kann nicht nutzen, was er gewinnt.
7Die Lippen der Weisen verbreiten Erkenntnis, aber das Herz von Toren ist nicht so.
8Das Opfer von Gottlosen ist Jahwe ein Gräuel, doch wenn Redliche beten, freut er sich.
9Das Treiben der Gottlosen verabscheut Jahwe, doch liebt er den, der sich um Gerechtigkeit müht.
10Wer krumme Wege geht, wird hart bestraft, wer die Ermahnung hasst, kommt um.
11Totenreich und Unterwelt sind offen vor Jahwe, wie viel mehr noch die Herzen der Menschen.
12Der Spötter mag es nicht, dass man ihn rügt; darum geht er nicht zu den Weisen.
13Ein fröhliches Herz macht ein strahlendes Gesicht, bei Herzenskummer ist der Geist gebeugt.
14Das Herz des Verständigen sucht nach Wissen, der Mund der Dummen redet dummes Zeug.
15Wer Kummer hat, hat keinen guten Tag, doch ein fröhliches Herz ist ein tägliches Fest.
16Besser wenig in Ehrfurcht vor Jahwe als große Schätze und ständige Sorge.
17Besser nur Grünkost und Liebe dabei als der schönste Braten, übergossen mit Hass.
18Ein Hitzkopf fängt Streit an, ein Besonnener besänftigt ihn.
19Der Weg des Faulen ist wie mit Dornen versperrt, doch der Pfad von Aufrechten ist frei.
20Ein kluger Sohn erfreut den Vater, nur ein Dummkopf missachtet die Mutter.
21Dem Unverständigen macht Dummheit Spaß, wer Einsicht hat, geht den geraden Weg.
22Wo es an Beratung fehlt, da scheitern die Pläne, wo viele Ratgeber sind, da gibt es Erfolg.
23Jeden freut es, wenn er Antwort geben kann; wie gut ist ein Wort zur richtigen Zeit!
24Wer Einsicht hat, geht den Weg seines Lebens nach oben, damit er der Totenwelt unten entgeht.
25Das Haus der Stolzen reißt Jahwe ein, doch den Grenzstein der Witwe stellt er wieder auf.
26Böse Pläne sind Jahwe ein Gräuel, doch freundliche Worte erfreuen ihn.
27Unehrlicher Gewinn bringt die Familie in Not, doch wer Bestechung hasst, wird leben.
28Der Gerechte überlegt sich, was er sagt, doch ein gottloser Mund schäumt Böses aus.
29Jahwe ist den Gottlosen fern, doch das Beten der Gerechten hört er.
30Leuchtende Augen erfreuen das Herz, die gute Nachricht gibt neue Kraft.
31Wer auf heilsame Zurechtweisung hört, hält sich bei den Weisen auf.
32Wer Ordnungen verwirft, verachtet sich selbst, wer auf Mahnungen hört, erwirbt Verstand.
33Ehrfurcht vor Jahwe ist Erziehung zur Weisheit; und Demut geht der Ehre voraus.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden