Psalm 51–53
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- NIrV New International Reader’s Version (1998)
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Schaffe mir, Gott, ein reines Herz!
511Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David. 2Es entstand, als der Prophet Natan zu ihm kam, nachdem David mit Batseba geschlafen hatte.
3Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und lösche meine Vergehen aus! Du bist ja voller Barmherzigkeit. 4Wasche meine Sünde ganz von mir ab, reinige mich von meiner Schuld! 5Ja, ich erkenne meine Vergehen, meine Sünde ist mir stets gegenwärtig. 6Gegen dich, ja besonders gegen dich habe ich gesündigt, ich habe getan, was böse vor dir ist! Darum hast du recht mit deinem Urteil, rein stehst du als Richter da.
7Ja, schuldverstrickt kam ich zur Welt, und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen. 8Du freust dich, wenn jemand ganz aufrichtig ist. So lehrst du mich im Verborgenen, weise zu sein. 9Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, dann bin ich weißer als Schnee. 10Lass mich wieder Fröhliches hören und gib mir die Freude zurück, dann jubeln die Glieder, die du zerschlagen hast. 11Sieh meine Sünde nicht mehr an und lösche meine ganze Schuld aus!
12Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gefestigten Geist! 13Vertreib mich nicht aus deiner Nähe und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir! 14Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist! 15Die mit dir gebrochen haben, will ich deine Wege lehren, dass sich die Sünder bekehren zu dir. 16Herr, nimm die Blutschuld von mir, Gott, du Gott meines Heils! Dann werde ich laut deine Gerechtigkeit preisen.
17Löse mir die Zunge, Herr, dass mein Mund dein Lob verkünde! 18Schlachtopfer gefallen dir nicht, ich gäbe sie dir. Aus Brandopfern machst du dir nichts. 19Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist. Ja, ein gebrochenes und zerschlagenes Herz verachtest du, Gott, nicht.
20Tue Zion Gutes in deiner Güte, baue die Mauern Jerusalems auf! 21Dann wirst du dich an rechten Opfern freuen, den Brandopfern, die Ganzopfer sind. Dann wird man Stiere opfern auf deinem Altar.
Die Arroganz des Bösen
521Dem Chorleiter. Ein Lehrgedicht von David. 2Damals war der Edomiter Doëg zu Saul gekommen und hatte ihm berichtet, David sei bei Ahimelech gewesen.
3Was gibst du mit dem Bösen an, du großer Held, wo Gottes Gnade uns doch täglich umhegt? 4Du Intrigant! Mit Lügenworten, messerscharf, richtest du das Unheil an! 5Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als Ehrlichkeit. ♪ 6Es macht dir Spaß, mit Worten Unheil zu bringen, du hinterhältiger Protz! 7Darum wird Gott dich für immer bestrafen. Er packt dich und vertreibt dich aus deinem Zuhause und reißt dich aus dem Land der Lebenden heraus. ♪
8Die Gerechten werden es sehen und erschauern. Dann werden sie über ihn lachen: 9„Seht den Mann! Er nahm keine Zuflucht bei Gott; er hat stattdessen auf Reichtum vertraut und auf seine Bosheit gebaut.“ 10Doch ich bin wie ein grüner Olivenbaum, der im Tempelgelände wächst. Ich werde immer auf Gottes Güte vertrauen. 11Ich will dich ewig preisen, denn du hast das getan. Auf deinen Namen hoffe ich mit denen, die dir nahe sind, denn dein Name ist gut.
Die Unvernunft des Gottlosen
531Dem Chorleiter. Auf eine schwermütige Weise. Ein Lehrgedicht von David.
2Dummköpfe denken: „Es gibt keinen Gott.“ Sie richten Unheil an; ihr Tun ist abscheuliches Unrecht. Keinen gibt es, der Gutes tut.
3Gott blickt vom Himmel auf die Menschen herab, will sehen, ob einer dort verständig ist, nur einer, der wirklich Gott sucht. 4Doch alle haben sich von ihm entfernt, sie sind alle verdorben. Keiner tut Gutes, nicht einer davon.
5Wissen die Bösen denn nicht, was sie tun? Sie fressen mein Volk, als wäre es Brot. Gott rufen sie gewiss nicht an. 6Da trifft sie Furcht und Schrecken, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Gott zerstreut die Gebeine deiner Bedränger. Du machst sie zuschanden, ‹Israel›, denn Gott hat sie verworfen.
7Wenn doch die Rettung aus Zion bald käme! Wenn Gott dann die Not seines Volkes wendet, wird Israel jubeln und Jakob sich freuen.
Fußnoten
- ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden