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Psalm 39–41

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Vergänglich wie ein Hauch

391Dem Chorleiter. Für Jedutun. Ein Psalmlied von David.

2Ich nahm mir vor, auf mich zu achten, dass mein Reden nicht zur Sünde wird, dass ich meine Zunge zügle, wenn Gottlose bei mir sind. 3Ich habe mich in Schweigen gehüllt, doch das tat mir nicht gut, es regte sich mein Schmerz. 4Das Herz wurde mir heiß in der Brust. Mein Stöhnen entfachte ein Feuer. Da musste ich reden: 5Lass mich erkennen, Jahwe, mein Ende; zeig mir das Maß meiner Tage, dass ich weiß, wie vergänglich ich bin. 6Mein Leben ist nur ein paar Handbreit lang, meine Lebenszeit vor dir wie ein Nichts. Wie fest meint jeder Mensch zu stehen und ist doch nur ein Hauch. ♪

7Wie ein Schatten geht der Mensch daher, macht Lärm um Kleinigkeiten; er sammelt und speichert und weiß nicht einmal, wer es bekommt. 8Worauf soll ich denn hoffen, Herr? Ich setze meine Hoffnung auf dich! 9Befreie mich von all meiner Schuld und mach mich nicht zum Gespött dieser Narren.

10Ich bin jetzt still, mache den Mund nicht mehr auf, denn von dir kam alles, was geschah. 11Nimm nun deine Plage von mir, denn ich vergehe unter deiner strafenden Hand. 12Strafst du einen Mann für seine Schuld, zerstörst du seine Schönheit wie die Motte ein Kleid. Nur ein Hauch ist jeder Mensch. ♪

13Hör auf mein Gebet, Jahwe! Achte auf mein Schreien! Schweig doch nicht zu meinen Tränen! Ich bin ja nur ein Gast bei dir, ein Fremder wie all meine Väter. 14Schau von mir weg, damit ich aufatmen kann, bevor ich gehen muss und nicht mehr bin.

Ich liebe zu tun, was dir gefällt!

401Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David.

2Immer habe ich auf Jahwe gehofft, und er hat sich mir zugewandt, hat mein Rufen gehört. 3Er zog mich aus dem brodelnden Loch, befreite mich aus Schlick und Schlamm und stellte mich auf festen Grund. Er gab meinen Schritten sicheren Halt 4und legte mir ein neues Lied in den Mund, einen Lobgesang auf unseren Gott. Erschauernd werden viele es sehen und beginnen, ihm zu vertrauen. 5Glücklich der Mensch, der Jahwe vertraut, der in ihm seine Sicherheit hat, sich nicht an ungestüme Menschen hängt und keinen Lügnern Glauben schenkt!

6Jahwe, mein Gott! Du hast so viel für uns getan; niemand ist wie du! Deine Pläne, deine wunderbaren Taten! Wollte ich von ihnen erzählen, es wären mehr, als man aufzählen kann. 7Opfer und Gaben gefallen dir nicht, aber Ohren hast du mir gegeben; und ich weiß, dass du weder Brand- noch Sündopfer willst. 8Nun sage ich: „Da komme ich! Denn das steht in deinem Buch über mich. 9Ich liebe es, zu tun, was dir gefällt, mein Gott, denn dein Gesetz nahm ich tief in mich auf.“ 10Vor der ganzen Versammlung verkünde ich deine Gerechtigkeit. Ja, meine Lippen verschließe ich nicht. Du weißt es, Jahwe. 11Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in der Tiefe meines inneren Seins. In der großen Versammlung habe ich von deiner Treue und Hilfe erzählt, hab deine Gnade und Wahrheit nicht unterdrückt. 12Du, Jahwe, entziehst mir dein Erbarmen ja nicht, deine Gnade und Treue halten mich fest!

13Denn Unheil bedroht mich ringsherum, und meine Sünden holen mich ein, dass ich nicht mehr aufblicken kann. Sie sind mehr als die Haare auf meinem Kopf. Da verlässt mich mein Mut. 14Komm bitte und rette mich, Gott! Hilf mir schnell, Jahwe! 15Sie suchen meinen Tod. Schämen sollen sie sich! Schande über sie! Sie genießen meine Not. Lass sie abziehen mit Schmach, 16erschrecken mit Scham; sie, die hämisch riefen: „Haha! Haha!“ 17Die dich suchen, sollen jubeln und sich freuen an dir! Die dich als Retter lieben, sollen sagen: „Groß ist Jahwe!“ 18Doch ich bin elend und arm. Der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Retter bist du! Mein Gott, zögere nicht!

Mein Freund erhob sich gegen mich

411Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David.

2Glücklich der, der sich für Schwache einsetzt! Wenn ihn ein Unglück trifft, wird Jahwe ihn retten. 3Jahwe beschützt ihn und erhält ihn am Leben. Glücklich gepriesen wird er im ganzen Land. Du, Herr, setzt ihn nicht der Willkür seiner Feinde aus. 4Wenn Krankheit ihn befällt, steht Jahwe ihm bei. Du, Herr, verwandelst seine Krankheit in Kraft.

5Ich sagte: „Jahwe, sei mir gnädig! Mach meine Seele wieder gesund, denn ich habe gesündigt gegen dich!“ 6Meine Feinde reden böse über mich: „Wann ist er endlich tot und vergessen?“ 7Kommt einer, mich zu besuchen, redet er falsch. Er nimmt nur Schlechtes in sich auf, geht hinaus und verbreitet üble Gerüchte.

8Die mich hassen, stecken die Köpfe zusammen und denken sich Böses gegen mich aus: 9„Den hat es böse erwischt! Wer so liegt, der steht nicht wieder auf!“ 10Selbst mein Freund, dem ich vertraute, der mit mir zusammen aß, gab mir einen Tritt.

11Sei du mir gnädig, Jahwe! Richte mich auf, dass ich es ihnen vergelte! 12Dann weiß ich, dass ich dir gefalle, wenn mein Feind nicht triumphiert. 13In meiner Unschuld warst du mein Halt und lässt mich immer in deiner Nähe sein.

14Gelobt sei Jahwe, Israels Gott, in alle Zeit und Ewigkeit! Amen, ja, so soll es sein.

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Fußnoten

  1. ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.