Jesaja 56–58
Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions
German
Arabic
Czech
English
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
French
Hebrew
Hungarian
Italian
Korean
Latin
Portuguese
Russian
Simplified Chinese
Spanish
Traditional Chinese
Auch Fremde werden gerettet
561So spricht Jahwe: „Wahrt das Recht und sorgt für Gerechtigkeit! Denn nah ist meine Rettung, sie kommt bald, und meine Gerechtigkeit, sie wird bald offenbar. 2Glücklich der Mensch, der sich daran hält, der meine Gebote befolgt, der auf den Sabbat achtet und ihn nicht entweiht, und der sich hütet, irgendetwas Böses zu tun!“ 3Der Fremde, der sich Jahwe anschloss, sage nicht: „Jahwe schließt mich sicher aus seinem Volk aus!“ Und der Eunuch soll nicht denken: „Ich bin doch nur ein dürrer Baum.“ 4Denn so spricht Jahwe: „Wenn ein Eunuch meinen Sabbat beachtet, wenn er gerne tut, was mir gefällt, und sich an meinen Bund hält, 5dann gebe ich ihm Raum in meinem Haus und einen Namen, der nicht in Vergessenheit gerät, der besser bewahrt wird als durch Söhne und Töchter. 6Und wenn sich Fremde Jahwe angeschlossen haben, ihm dienen und ihn lieben, seinen Sabbat halten und ihn nicht entweihen und festhalten an seinem Bund, 7die lasse ich kommen auf meinen heiligen Berg, die dürfen sich freuen im Haus des Gebets. Ihre Brand- und Schlachtopfer auf meinem Altar gefallen mir wohl. Denn mein Tempel soll ein Bethaus für alle Völker sein.“ 8So spricht Jahwe, der Herr, der Israels zerstreutes Volk gesammelt hat: „Ich werde noch mehr sammeln zu denen, die schon versammelt sind.“
Gottlosigkeit in Gottes Volk
9„Ihr wilden Tiere aus Wald und Feld, kommt und fresst mein Volk! 10Seine Hirten sind blind, sie sehen nicht die Gefahr. Sie sind wie stumme Hunde, die nicht bellen. Sie liegen und japsen und schlafen gern. 11Aber gefräßig sind diese Hunde, sie kennen kein Maß. Und das wollen Hirten sein! Vom Aufpassen halten sie nichts, eigenen Geschäften gehen sie nach. Jeder sorgt sich nur um seinen Gewinn. 12‚Kommt her‘, sagt einer, ‚ich hole Wein, und dann besaufen wir uns! Und morgen geht es wie heute, da feiern wir noch mehr!‘ “
571„Der Gerechte kommt um, und niemand macht sich etwas daraus. Die treuen Männer werden weggerafft und niemand kümmert sich darum. Weil die Bosheit herrscht, wird der Gerechte weggerafft. 2Doch er geht in meinen Frieden ein, wie jeder, der geradeaus geht. 3Doch ihr, ihr Hexenkinder, Brut von Ehebrechern, ihr Hurenböcke, kommt her! 4Über wen macht ihr euch lustig? Über wen reißt ihr das Maul auf und streckt die Zunge weit heraus? Verbrecherisches und verlogenes Pack! 5Unter Terebinthen werdet ihr brünstig, hurt unter jedem dichtbelaubten Baum und schlachtet eure Kinder unter hängendem Fels unten im Tal!1 6Die Steine im Bachtal sind jetzt euer Los, denn ihnen habt ihr Speis- und Trankopfer gebracht. Meint ihr denn, ich ließe mir das alles gefallen? 7Auf jedem hohen Berg schlägst du dein Hurenlager auf, du steigst hinauf und feierst Opferfeste. 8Und hinter Tür und Pfosten bringst du magische Zeichen an. Denn von mir hast du dich abgewandt. Für sie hast du dein Lager aufgedeckt, hast es bestiegen und es breit gemacht. Hast dir erhandelt, wer mit dir schläft. Du hattest auch noch Spaß daran und hast seine Blöße beschaut. 9Zum König2 zogst du mit kostbarem Öl, verschwendetest eine Menge duftender Salben. Schicktest deine Boten in die Ferne, stiegst bis zum Totenreich hinab. 10Du wurdest müde auf deinem weiten Weg, doch sagtest du nicht: ‚Es ist umsonst!‘ Immer noch fandest du Leben in dir und wurdest deshalb nicht schwach. 11Vor wem hast du denn solche Angst, dass du mich betrogen hast, dass du nicht an mich dachtest, es dir nicht zu Herzen nahmst? Nicht wahr, weil ich so lange schwieg, hast du mich nicht mehr gefürchtet? 12Doch ich werde dir zeigen, was deine Taten wert sind! Da nützen dir all deine Machwerke nichts. 13Wenn du dann um Hilfe schreist, soll doch der Haufen von Götzen dich retten! Aber ein Wind weht sie alle davon, ein Lufthauch trägt sie weg. Doch wer bei mir seine Zuflucht sucht, wird das Land zum Erbe bekommen und wohnen auf meinem heiligen Berg.“
Wem Gott nahe ist
14„Schüttet eine Straße auf, bahnt einen Weg! Beseitigt jedes Hindernis vor meinem Volk!“ 15Denn so spricht der hohe und erhabene Gott, der ewig lebt und dessen Name ‘Der Heilige’ ist: „Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit, doch bin ich auch den Zerschlagenen nah, deren Geist niedergedrückt ist, und belebe den Geist dieser Gedemütigten neu, richte das Herz der Zerschlagenen auf. 16Denn ich klage nicht für immer an und werde nicht auf Dauer zornig sein. Sonst müsste ihr Atem vor mir vergehen und ihr Geist, den ich ja erschuf. 17Zornig war ich wegen ihrer Sünde, wegen ihrer Habsucht schlug ich mein Volk. Ich wandte mich von ihnen ab und brachte Unheil über sie. Und sie gingen weg, ihren eigenen Weg. 18Ja, ich sah, welche Wege mein Volk ging, dennoch werde ich sie heilen. Ich führe sie und gewähre ihnen Trost. Seinen Trauernden 19schaffe ich Lob auf den Lippen. Frieden denen, die fern ‹von Jerusalem› sind, und Frieden den Nahen, spricht Jahwe. Ich heile mein Volk!
20Aber die Gottlosen sind wie das aufgewühlte Meer, das nicht zur Ruhe kommen kann, denn seine Wellen wühlen Schlamm und Unrat auf. 21Für Gottlose gibt es keinen Frieden!“, spricht mein Gott.
Gottes Plan für den Frieden (58–66)
Echtes Fasten
581„Ruf aus voller Kehle! Rufe so laut du kannst! Lass deine Stimme schallen wie ein Schofar-Horn und halte meinem Volk seine Vergehen vor, den Nachkommen Jakobs ihre Schuld! 2Zwar befragen sie mich Tag für Tag und wollen zu gern meine Wege erkennen. Wie ein Volk, das recht vor mir lebt und auch meine Gebote hält, fordern sie von mir gerechtes Gericht und begehren Gottes Nähe. 3‚Warum fasten wir, und du siehst es nicht? Warum demütigen wir uns, und du merkst es nicht einmal?‘ – Seht doch, was ihr an euren Fastentagen tut! Ihr geht euren Geschäften nach und beutet eure Arbeiter aus. 4Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr euch und schlagt gleich mit gottloser Faust zu. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. 5Soll das vielleicht ein Fasttag sein, der mir gefällt, ein Tag, an dem der Mensch sich beugt und seinen Kopf wie eine Binse hängen lässt, sich in den Trauersack hüllt und sich in die Asche setzt? Nennst du das ein Fasten, soll das ein Tag sein, der Jahwe gut gefällt? 6Nein, ein Fasten, das mir gefällt, ist so: Löst die Fesseln der Ungerechtigkeit, knotet die Jochstricke auf, gebt Misshandelten die Freiheit, schafft jede Art von Unterdrückung ab! 7Ladet Hungernde an euren Tisch, nehmt Obdachlose bei euch auf! Wenn du jemand halbnackt und zerlumpt herumlaufen siehst, dann gib ihm etwas anzuziehen! Hilf dem in deinem Volk, der deine Hilfe braucht! 8Dann strahlt dein Licht wie die Morgenröte auf, und deine Wunden heilen schnell. Dann zieht die Gerechtigkeit vor dir her, und die Herrlichkeit Jahwes wird deine Nachhut sein. 9Wenn du dann zu Jahwe rufst, wird er dir Antwort geben; wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: ‚Ja, hier bin ich!‘ Wenn du aufhörst, andere zu unterdrücken, nicht verächtlich mit dem Finger zeigst und niemand mehr verleumdest, 10wenn du Hungernden das gibst, wonach du selbst Verlangen hast, und so einen Darbenden satt machst, dann strahlt dein Licht in der Finsternis auf, die Nacht um dich wird wie der helle Tag, 11dann wird Jahwe dich immer führen – auch im dürren Land macht er dich satt, gibt dir die nötige Kraft –, dann wirst du wie ein Garten sein, der immer genug Wasser hat, und wie eine Quelle, die niemals versiegt. 12Die uralten Trümmerstätten bauen deine Leute wieder auf, die Grundmauern vergangener Generationen stellst du wieder her. Man wird dich den Maurer nennen, der die Lücken schließt, der Straßenzüge wieder bewohnbar macht.
13Wenn du dich am Sabbat zurückhältst, wenn du nicht dein Vergnügen suchst an meinem heiligen Tag, wenn dir der Sabbat eine Freude ist, ein Ehrentag, ein heiliger Tag Jahwes, wenn du ihn ehrst und nicht deine Wege erledigst, Geschäfte betreibst und viele Worte machst, 14dann wird Jahwe die Quelle deiner Freude sein. Er wird dich über die Höhen des Landes führen und lässt dich genießen das Erbe deines Stammvaters Jakob.“ Ja, das hat Jahwe gesagt.
Footnotes
- 1hurt … im Tal. Jesaja spielt auf Prostitution im Zusammenhang mit Fruchtbarkeitskulten an. Die dabei gezeugten Kinder wurden dann den Götzen geopfert.
- 2König (Hebräisch: Melech) klingt an Moloch an, einen kanaanitischen Götzen. Es kann hier aber auch der König von Assyrien oder Ägypten gemeint sein, dessen Beistand man suchte.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden