Psalm 69,2–22
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2.Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Seele.
3.Ich versinke im tiefen Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ersäufen.
4.Ich habe mich müde geschrieen, mein Hals ist heiser; das Gesicht vergeht mir, daß ich so lange muß harren auf meinen Gott.
5.Die mich ohne Ursache hassen, deren ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mächtig. Ich muß bezahlen, was ich nicht geraubt habe.
6.Gott, du weißt meine Torheit, und meine Schulden sind nicht verborgen.
7.Laß nicht zu Schanden werden an mir, die dein harren, HERR HERR Zebaoth! Laß nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
8.Denn um deinetwillen trage ich Schmach; mein Angesicht ist voller Schande.
9.Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
10.Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen; und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
11.Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
12.Ich habe einen Sack angezogen; aber sie treiben Gespött mit mir.
13.Die im Tor sitzen, schwatzen von mir, und in den Zechen singt man von mir.
14.Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit; Gott durch deine große Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.
15.Errette mich aus dem Kot, daß ich nicht versinke; daß ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser;
16.daß mich die Wasserflut nicht ersäufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht über mich zusammengehe.
17.Erhöre mich, HERR, denn dein Güte ist tröstlich; wende dich zu mir nach deiner großen Barmherzigkeit
18.und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte, denn mir ist angst; erhöre mich eilend.
19.Mache dich zu meiner Seele und erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen.
20.Du weißt meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.
21.Die Schmach bricht mir mein Herz und kränkt mich. Ich warte, ob es jemand jammere, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.
22.Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem großen Durst.
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