Logos Bible Study

Psalm 71–72

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Verlass mich auch im Alter nicht

711Bei dir, Jahwe, bin ich geborgen, da werde ich niemals enttäuscht! 2In deiner Gerechtigkeit rette mich und reiß mich heraus! Leih mir dein Ohr und hilf mir! 3Sei mir ein schützender Fels, die Burg, zu der ich immer fliehen kann. Du hast doch befohlen, mich zu befreien! Du bist mein Fels und meine Burg. 4Rette mich aus der Gewalt der Gottlosen, mein Gott, aus der Faust brutaler Verbrecher!

5Denn du bist meine Hoffnung, Jahwe, mein Herr, meine Zuversicht von meiner Jugend an. 6Von Mutterleib an verließ ich mich auf dich. Schon aus dem Mutterschoß halfst du mir heraus. Dir gilt stets mein Lobgesang. 7Ich war wie ein Zeichen für viele, denn du bist mein mächtiger Schutz. 8Mein Mund ist voll von deinem Lob, von deinem Ruhm den ganzen Tag. 9Verwirf mich nicht in der Zeit des Alters, verlass mich nicht beim Schwinden meiner Kraft.

10Denn meine Feinde reden schlecht von mir; die mir ans Leben wollen, beraten sich. 11„Gott hat ihn verlassen!“, sagen sie. „Verfolgt und ergreift ihn! Einen Retter hat er nicht.“ 12Gott, du bist so weit weg! Komm doch und hilf mir schnell! 13Lass zuschanden werden, untergehen alle, die mir feind sind! Schimpf und Schande über sie, die versuchen, mich ins Unglück zu stürzen.

14Doch ich will jederzeit hoffen und vermehren all dein Lob. 15Mein Mund wird von deiner Gerechtigkeit reden, von deinen Wohltaten jeden Tag, Taten, die ich nicht mehr zählen kann. 16Ich will kommen mit den Großtaten Jahwes, den Taten meines Herrn. Ich will deine Gerechtigkeit preisen, deine allein. 17Gott, von Jugend an hast du mir gezeigt, wer du bist. Von deinen Wundern erzähle ich bis heute 18und bis zum Alter und zum grauen Haar.

Verlass mich nicht, mein Gott; dass ich der Nachwelt von deiner Stärke erzähle, künftigen Generationen von deiner Macht; 19von deiner Gerechtigkeit, Gott, die bis zum Himmel reicht! Große Wunder hast du getan. Gott, wer ist wie du? 20Du ließest uns viel Angst und Not erfahren. Doch wirst du uns wieder beleben, uns heraufbringen aus den Abgründen der Welt. 21Du bringst mich wieder zu Ehren und wirst mich abermals trösten.

22Dann will ich dich loben mit meiner Harfe, und ich rühme deine Treue, mein Gott! Auf der Zither spiel ich dir auf, dir dem Heiligen Israels. 23Mit jubelnden Lippen lobsinge ich dir; ja ich, denn du hast mich erlöst. 24Von früh bis spät will ich von deiner Gerechtigkeit reden; denn die, die mein Unglück suchten, wurden mit Schande bedeckt.

Der Friedefürst

721Für Salomo.

Gott, gib dein Richteramt dem König, dem Königssohn deine Gerechtigkeit, 2dass er dein Volk in Gerechtigkeit richte und helfe den Hilflosen zum Recht. 3Dann tragen die Berge Frieden, die Hügel Gerechtigkeit dem Volk. 4Er soll Recht verschaffen den Gebeugten im Land, Hilfe bringen den Kindern der Armen und den Bedränger zermalmen.

5Möge er leben, solange die Sonne bleibt und der Mond von Geschlecht zu Geschlecht. 6Er gleiche dem Regen, der auf gemähte Wiesen fällt, dem Regenschauer, der das Land erfrischt. 7In seiner Zeit blüht der Gerechte auf und Frieden in Fülle breitet sich aus, bis kein Mond mehr ist. 8Er wird herrschen von Meer zu Meer, vom Euphrat bis zu den Enden der Erde.

9Die Wüstenvölker knien vor ihm, und seine Feinde lecken den Staub. 10Die Könige von Tarschisch und den Inseln bringen Geschenke. Die Könige von Scheba2 und Saba bringen Tribut. 11Alle Herrscher huldigen ihm, und alle Völker werden ihm dienen.

12Denn er befreit den Armen, der um Hilfe ruft, den Gebeugten, dem niemand sonst hilft. 13Er erbarmt sich des Geringen und Schwachen, er rettet das Leben des Armen. 14Von Druck und Gewalt erlöst er ihre Seele, denn vor ihm hat ihr Leben einen Wert! 15Der König möge leben! Mit Gold aus Saba beschenke man ihn. Man bete beständig für ihn und segne ihn den ganzen Tag.

16Es sei Überfluss an Korn im ganzen Land, es gedeihe bis auf die Gipfel der Berge. Wie der Libanon möge seine Frucht erblühen. Es sprieße aus den Städten wie das Grün der Erde. 17Sein Name soll ewig bestehen, an der Sonne wachse sein Ruhm. In seinem Namen segnet man sich, glücklich preist ihn jede Nation.

18Gelobt sei Jahwe, Gott, Israels Gott! Er tut Wunder, er allein. 19Ewig gepriesen sei der Name seiner Majestät! Seine Herrlichkeit erfülle die ganze Welt! Amen, ja, so soll es sein!

20Hier enden die Gebete von David Ben-Isai.

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Footnotes

  1. 2Scheba war ein Land in der Nähe von Kusch (Nubien).