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Psalm 50–52

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Echte Gottesverehrung

501Ein Psalmlied von Asaf.

Gott aller Götter, Jahwe! Er redet und ruft über die Welt. Von dort, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie versinkt; 2vom Zion her, der vollkommenen Schönheit, zeigt Gott sich in strahlendem Glanz. 3Unser Gott kommt und er schweigt nicht. Feuer frisst vor ihm her, und um ihn tobt ein gewaltiger Sturm. 4Himmel und Erde ruft er zum Gericht seines Volkes herbei: 5„Holt meine Getreuen zusammen, die beim Opfer in meinen Bund eingetreten sind!“ 6Die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit. Und der Richter ist Gott selbst. ♪

7„Höre, mein Volk, und lass mich reden! Israel, ich muss dich verwarnen! Ich bin Gott, dein Gott! 8Nicht wegen deiner Opfer tadle ich dich, deine Brandopfer sind immer vor mir. 9Doch ich nehme deine Opfer nicht an. Ich brauche keinen Stier aus deinem Stall und keinen Bock aus deinem Pferch! 10Denn mein ist alles Wild im Wald, die Tiere auf den tausend Bergen. 11Ich kenne alle Vögel dort. Was sich regt auf dem Feld, ist mir bekannt. 12Hätte ich Hunger, müsste ich es dir nicht sagen, denn mein ist die Welt und was sie erfüllt. 13Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen? Trinke ich denn Blut von Böcken?

14Opfere Gott deinen Dank! Erfülle, was du dem Höchsten versprochen hast! 15Und wenn du in Not bist, rufe mich an! So rette ich dich, und dann verehrst du mich.“

16Zum Gottlosen aber spricht Gott: „Was redest du von meinen Geboten, nimmst meinen Bund in deinen Mund? 17Du lässt dir ja nichts von mir sagen, schlägst jede Mahnung in den Wind. 18Mit Dieben freundest du dich an, bist bei Ehebrechern zu Haus. 19Du lässt deinen Mund zum Bösen los und deine Zunge knüpft Lügengewebe. 20Du ziehst über deinen Bruder her, selbst den Sohn deiner Mutter machst du schlecht. 21Das hast du getan, und ich schwieg. Hast du gemeint, ich sei so wie du? Ich werde dich strafen! Ich halte es dir vor! 22Hört zu, die ihr Gott vergessen habt, sonst zerreiße ich euch und keiner hilft euch mehr.

23Dank ist die Opfergabe, die mich ehrt. Das ist der Weg, auf dem du Gottes Heil erkennst.“

Schaffe mir, Gott, ein reines Herz!

511Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David. 2Es entstand, als der Prophet Natan zu ihm kam, nachdem David mit Batseba geschlafen hatte.

3Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und lösche meine Vergehen aus! Du bist ja voller Barmherzigkeit. 4Wasche meine Sünde ganz von mir ab, reinige mich von meiner Schuld! 5Ja, ich erkenne meine Vergehen, meine Sünde ist mir stets gegenwärtig. 6Gegen dich, ja besonders gegen dich habe ich gesündigt, ich habe getan, was böse vor dir ist! Darum hast du recht mit deinem Urteil, rein stehst du als Richter da.

7Ja, schuldverstrickt kam ich zur Welt, und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen. 8Du freust dich, wenn jemand ganz aufrichtig ist. So lehrst du mich im Verborgenen, weise zu sein. 9Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, dann bin ich weißer als Schnee. 10Lass mich wieder Fröhliches hören und gib mir die Freude zurück, dann jubeln die Glieder, die du zerschlagen hast. 11Sieh meine Sünde nicht mehr an und lösche meine ganze Schuld aus!

12Schaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gefestigten Geist! 13Vertreib mich nicht aus deiner Nähe und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir! 14Lass mir wiederkehren die Freude deines Heils und stütze mich mit einem willigen Geist! 15Die mit dir gebrochen haben, will ich deine Wege lehren, dass sich die Sünder bekehren zu dir. 16Herr, nimm die Blutschuld von mir, Gott, du Gott meines Heils! Dann werde ich laut deine Gerechtigkeit preisen.

17Löse mir die Zunge, Herr, dass mein Mund dein Lob verkünde! 18Schlachtopfer gefallen dir nicht, ich gäbe sie dir. Aus Brandopfern machst du dir nichts. 19Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist. Ja, ein gebrochenes und zerschlagenes Herz verachtest du, Gott, nicht.

20Tue Zion Gutes in deiner Güte, baue die Mauern Jerusalems auf! 21Dann wirst du dich an rechten Opfern freuen, den Brandopfern, die Ganzopfer sind. Dann wird man Stiere opfern auf deinem Altar.

Die Arroganz des Bösen

521Dem Chorleiter. Ein Lehrgedicht von David. 2Damals war der Edomiter Doëg zu Saul gekommen und hatte ihm berichtet, David sei bei Ahimelech gewesen.

3Was gibst du mit dem Bösen an, du großer Held, wo Gottes Gnade uns doch täglich umhegt? 4Du Intrigant! Mit Lügenworten, messerscharf, richtest du das Unheil an! 5Du liebst das Böse mehr als das Gute, die Lüge mehr als Ehrlichkeit. ♪ 6Es macht dir Spaß, mit Worten Unheil zu bringen, du hinterhältiger Protz! 7Darum wird Gott dich für immer bestrafen. Er packt dich und vertreibt dich aus deinem Zuhause und reißt dich aus dem Land der Lebenden heraus. ♪

8Die Gerechten werden es sehen und erschauern. Dann werden sie über ihn lachen: 9„Seht den Mann! Er nahm keine Zuflucht bei Gott; er hat stattdessen auf Reichtum vertraut und auf seine Bosheit gebaut.“ 10Doch ich bin wie ein grüner Olivenbaum, der im Tempelgelände wächst. Ich werde immer auf Gottes Güte vertrauen. 11Ich will dich ewig preisen, denn du hast das getan. Auf deinen Namen hoffe ich mit denen, die dir nahe sind, denn dein Name ist gut.

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Fußnoten

  1. ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.