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Hosea 7–8

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71Wenn ich Israel heile, zeigt sich Efraïms Schuld und die Bosheit Samarias. Denn was sie tun, ist Betrug. In der Stadt gehen die Diebe um, und draußen plündern Räuberbanden. 2Dennoch sehen sie nicht ein, dass ich all ihre Bosheit bemerke. Jetzt umringen ihre Taten sie und stehen auch vor meinem Angesicht.

Königsmacher und Königsmörder

3Mit Bosheit erheitern sie den König, seine Oberen mit ihrer Schlechtigkeit. 4Ehebrecher sind sie alle. Sie sind wie ein angeheizter Ofen, den der Bäcker nicht mehr schüren muss, wenn er den Teig geknetet hat und gehen lässt. 5Am Krönungstag des Königs machen sie die Oberen schwach durch die Glut des Weins, dessen Kraft die Schwätzer niederreißt. 6Sie nähern sich mit Hinterlist, während ihr Herz wie ein Backofen glüht. Ihr Zorn, der schläft die ganze Nacht, doch am Morgen brennt er wie ein loderndes Feuer. 7Sie alle glühen wie ein Backofen und verzehren ihre Regenten. All ihre Könige stürzen, doch zu mir ruft keiner von ihnen.

Die verfehlte Politik

8Efraïm vermischt sich mit den Völkern. Es ist wie ein Fladen, den man beim Backen nicht wendet. 9Fremde verzehren seine Kraft, er merkt es nicht einmal. Auch seine Haare werden schon grau, und er nimmt es nicht wahr. 10Der eigene Hochmut klagt Israel an. Doch zu Jahwe, ihrem Gott, kehren sie nicht um. Seine Nähe suchen sie nicht.

11Efraïm ist wie eine Taube, leicht zu betören, ohne Verstand. Erst ruft es die Ägypter an, dann läuft es nach Assyrien. 12Sobald sie laufen, spann ich mein Netz über sie, wie Vögel am Himmel hole ich sie herab. Ich bestrafe sie, wie es ihnen angekündigt war. 13Wehe ihnen! Denn von mir liefen sie weg. Verderben über sie! Denn sie brachen mit mir. Ich würde sie gern erlösen, aber sie reden ja nur Lügen über mich. 14Sie schreien zu mir um Hilfe, aber es kommt ihnen nicht von Herzen; sie liegen nur da und heulen. Sie ritzen sich wund, um Korn und Wein zu erflehen, und wenden sich doch gegen mich. 15Ich hatte sie belehrt und stark gemacht, doch sie planten Böses gegen mich. 16Sie wandten sich ab, den Nichtsen zu. Sie sind wie ein Bogen, der nicht trifft. Ihre Oberen fallen durchs Schwert. Und wegen ihrer Verwünschungen spottet ganz Ägypten über sie.

Israels Bestrafung (8–10)

Abrechnung mit Israel

81Das Signalhorn an den Mund! Wie ein Adler stürzt sich der Feind auf Jahwes Haus, weil sie meinen Bund übertreten und mein Gesetz nicht achten. 2Sie schreien zu mir um Hilfe: „Mein Gott! Wir kennen dich doch! Wir, ‹dein Volk› Israel!“ 3Doch Israel hat das Gute verworfen. So falle der Feind über sie her! 4Sie setzen Könige ein, doch ohne meinen Willen, sie wählen Obere aus, ich darf es nicht wissen. Ihr Silber und Gold machen sie zu Götzenbildern. So ist es am sichersten verloren. 5Dein Stierkalb widert mich an, Samaria! Mein Zorn lodert gegen sie auf. Wann werden sie sich von diesem Dreck lösen? 6Denn es stammt aus Israel. Das ist kein Gott, ein Handwerker hat es gemacht! In Stücke wird zerschlagen das Stierkalb von Samaria.

7Ja, sie säen Wind, und sie ernten den Sturm. Ein Halm, der nicht wächst, bringt auch kein Mehl. Und selbst wenn er etwas brächte, würden es Fremde verschlingen. 8Israel ist schon verschlungen. Es ist wie ein Gefäß geworden, das keinem mehr gefallen will. 9Sie sind ja nach Assyrien gezogen! Selbst ein Wildesel bleibt allein, doch Efraïm versucht Freunde zu kaufen. 10Auch wenn sie die Nationen umwerben, treibe ich sie jetzt zusammen. Bald werden sie sich winden unter dem Tribut, den der Großkönig1 von ihnen will.

11Ja, Efraïm hat seine Altäre vermehrt, zum Sündigen dienen sie ihm. Altäre zum Sündigen! 12Schriebe ich ihm meine Gebote zehntausendfach auf, sie würden denken, es gehe sie nichts an. 13Die Schlachtopfer, die sie bringen, opfern sie nur, weil sie Fleisch essen wollen. Jahwe hat keine Freude daran. Jetzt denkt er an ihre Schuld und bestraft sie für ihre Sünden: Sie müssen nach Ägypten zurück. 14Israel vergaß seinen Schöpfer und baute sich Paläste. Auch Juda hat die Festungen vermehrt. Doch ich werfe Feuer in seine Städte, das seine Paläste verbrennt.

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Fußnoten

  1. 1Königs der Fürsten. Gemeint ist der König von Assyrien.