Hosea 6–7
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Sie haben ihre Einstellung nicht wirklich geändert
61Kommt, wir kehren zu Jahwe zurück! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen! Er hat uns geschlagen, er verbindet uns auch! 2Nach zwei Tagen belebt er uns neu, und am dritten richtet er uns auf, dass wir in seiner Gegenwart leben! 3Lasst uns nach Erkenntnis streben, nach der Erkenntnis Jahwes! Er kommt so sicher wie das Morgenrot, er kommt zu uns wie der Regen, der Frühlingsregen, der die Erde tränkt.
4Was soll ich mit dir machen, Efraïm? Juda, was soll ich mit dir tun? Eure Treue ist wie die Wolke am Morgen, wie der Tau, der rasch vergeht. 5Darum hieb ich sie durch Propheten in Stücke, und erschlug sie durch meine Worte, dass das Recht euch hell erscheine. 6Denn Güte will ich von euch und nicht geschlachtete Opfer. Erkenntnis Gottes bedeutet mir mehr als brennende Opfer auf dem Altar.
Israel und Juda – reif fürs Gericht
7Wie Adam haben sie den Bund übertreten, schon damals fielen sie von mir ab. 8Gilead3 ist eine Stadt von Verbrechern, überall mit Blut befleckt. 9Die Rotte der Priester liegt auf der Lauer wie eine Bande von Räubern. Auf dem Weg nach Sichem4 töten sie, ja, sie tun grässliche Dinge. 10Abscheuliches erblickte ich in Israel: Da treibt Efraïm es mit Huren, da hat sich Israel besudelt. 11Auch dir, Juda, ist eine schreckliche Ernte bestimmt, bevor ich das Geschick meines Volkes wende.
71Wenn ich Israel heile, zeigt sich Efraïms Schuld und die Bosheit Samarias. Denn was sie tun, ist Betrug. In der Stadt gehen die Diebe um, und draußen plündern Räuberbanden. 2Dennoch sehen sie nicht ein, dass ich all ihre Bosheit bemerke. Jetzt umringen ihre Taten sie und stehen auch vor meinem Angesicht.
Königsmacher und Königsmörder
3Mit Bosheit erheitern sie den König, seine Oberen mit ihrer Schlechtigkeit. 4Ehebrecher sind sie alle. Sie sind wie ein angeheizter Ofen, den der Bäcker nicht mehr schüren muss, wenn er den Teig geknetet hat und gehen lässt. 5Am Krönungstag des Königs machen sie die Oberen schwach durch die Glut des Weins, dessen Kraft die Schwätzer niederreißt. 6Sie nähern sich mit Hinterlist, während ihr Herz wie ein Backofen glüht. Ihr Zorn, der schläft die ganze Nacht, doch am Morgen brennt er wie ein loderndes Feuer. 7Sie alle glühen wie ein Backofen und verzehren ihre Regenten. All ihre Könige stürzen, doch zu mir ruft keiner von ihnen.
Die verfehlte Politik
8Efraïm vermischt sich mit den Völkern. Es ist wie ein Fladen, den man beim Backen nicht wendet. 9Fremde verzehren seine Kraft, er merkt es nicht einmal. Auch seine Haare werden schon grau, und er nimmt es nicht wahr. 10Der eigene Hochmut klagt Israel an. Doch zu Jahwe, ihrem Gott, kehren sie nicht um. Seine Nähe suchen sie nicht.
11Efraïm ist wie eine Taube, leicht zu betören, ohne Verstand. Erst ruft es die Ägypter an, dann läuft es nach Assyrien. 12Sobald sie laufen, spann ich mein Netz über sie, wie Vögel am Himmel hole ich sie herab. Ich bestrafe sie, wie es ihnen angekündigt war. 13Wehe ihnen! Denn von mir liefen sie weg. Verderben über sie! Denn sie brachen mit mir. Ich würde sie gern erlösen, aber sie reden ja nur Lügen über mich. 14Sie schreien zu mir um Hilfe, aber es kommt ihnen nicht von Herzen; sie liegen nur da und heulen. Sie ritzen sich wund, um Korn und Wein zu erflehen, und wenden sich doch gegen mich. 15Ich hatte sie belehrt und stark gemacht, doch sie planten Böses gegen mich. 16Sie wandten sich ab, den Nichtsen zu. Sie sind wie ein Bogen, der nicht trifft. Ihre Oberen fallen durchs Schwert. Und wegen ihrer Verwünschungen spottet ganz Ägypten über sie.
Footnotes
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden