Hosea 8
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Israels Bestrafung (8–10)
Abrechnung mit Israel
81Das Signalhorn an den Mund! Wie ein Adler stürzt sich der Feind auf Jahwes Haus, weil sie meinen Bund übertreten und mein Gesetz nicht achten. 2Sie schreien zu mir um Hilfe: „Mein Gott! Wir kennen dich doch! Wir, ‹dein Volk› Israel!“ 3Doch Israel hat das Gute verworfen. So falle der Feind über sie her! 4Sie setzen Könige ein, doch ohne meinen Willen, sie wählen Obere aus, ich darf es nicht wissen. Ihr Silber und Gold machen sie zu Götzenbildern. So ist es am sichersten verloren. 5Dein Stierkalb widert mich an, Samaria! Mein Zorn lodert gegen sie auf. Wann werden sie sich von diesem Dreck lösen? 6Denn es stammt aus Israel. Das ist kein Gott, ein Handwerker hat es gemacht! In Stücke wird zerschlagen das Stierkalb von Samaria.
7Ja, sie säen Wind, und sie ernten den Sturm. Ein Halm, der nicht wächst, bringt auch kein Mehl. Und selbst wenn er etwas brächte, würden es Fremde verschlingen. 8Israel ist schon verschlungen. Es ist wie ein Gefäß geworden, das keinem mehr gefallen will. 9Sie sind ja nach Assyrien gezogen! Selbst ein Wildesel bleibt allein, doch Efraïm versucht Freunde zu kaufen. 10Auch wenn sie die Nationen umwerben, treibe ich sie jetzt zusammen. Bald werden sie sich winden unter dem Tribut, den der Großkönig1 von ihnen will.
11Ja, Efraïm hat seine Altäre vermehrt, zum Sündigen dienen sie ihm. Altäre zum Sündigen! 12Schriebe ich ihm meine Gebote zehntausendfach auf, sie würden denken, es gehe sie nichts an. 13Die Schlachtopfer, die sie bringen, opfern sie nur, weil sie Fleisch essen wollen. Jahwe hat keine Freude daran. Jetzt denkt er an ihre Schuld und bestraft sie für ihre Sünden: Sie müssen nach Ägypten zurück. 14Israel vergaß seinen Schöpfer und baute sich Paläste. Auch Juda hat die Festungen vermehrt. Doch ich werfe Feuer in seine Städte, das seine Paläste verbrennt.
Footnotes
- 1Königs der Fürsten. Gemeint ist der König von Assyrien.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden