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Sprüche 20–21

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201Der Wein macht Spötter, das Bier Krakeeler. Wer sich betrinkt, der kann nicht weise sein.

2Das Drohen des Königs gleicht dem Brüllen des Löwen. Wer seinen Zorn erregt, hat sein Leben verwirkt.

3Vom Streit zu lassen, ehrt einen Mann, doch jeder Trottel stürzt sich hinein.

4Im Herbst mag der Faule nicht pflügen, und wenn er ernten will, findet er nichts.

5Guter Rat im Herzen des Menschen ist wie ein tiefes Wasser, doch ein kluger Mann schöpft daraus.

6Viele loben ihre eigene Frömmigkeit, doch wer findet wirklich einen verlässlichen Mann?

7Wer gottgefällig und rechtschaffen lebt: glücklich die Kinder, die er hinterlässt!

8Ein König, der auf dem Richterstuhl sitzt, findet mit den Augen jeden Bösen heraus.

9Wer kann schon sagen: „Mein Gewissen ist rein, ich bin frei von jeder Schuld.“?

10Zweierlei Maß und zweierlei Gewicht, beides verabscheut Jahwe.

11Schon ein Junge zeigt an seinem Tun, ob sein Handeln rein und redlich ist.

12Das Ohr, das hört, das Auge, das sieht, Jahwe hat beide gemacht.

13Liebst du den Schlaf, so bist du bald arm. Mach die Augen auf, dann hast du zu essen.

14„Schlecht, schlecht!“ sagt der Käufer, doch wenn er weggeht, gibt er mit dem Schnäppchen an.

15Es gibt Gold und viele Perlen – der kostbarste Schmuck ist ein verständiges Wort.

16Nimm sein Gewand, denn er hat für den Fremden gebürgt, pfände ihn aus diesem Grund selbst.

17Erschwindeltes Brot schmeckt gut, doch danach ist der Mund voller Kies.

18Durch Beratung haben Pläne Bestand. Zieh nur mit weiser Überlegung in den Kampf!

19Wer als Verleumder umherzieht, gibt Anvertrautes preis. Lass dich nicht mit einem Schwätzer ein!

20Wer Vater oder Mutter verflucht, dessen Lampe erlischt in Finsternis.

21Wer das Erbe hastig an sich reißt, wird am Ende nicht gesegnet sein.

22Sag nicht: „Ich will das Böse vergelten!“ Warte auf Jahwe, dann hilft er dir.

23Zweierlei Gewicht ist Jahwe ein Gräuel, und eine falsche Waage ist nicht gut.

24Von Jahwe werden unsere Schritte gelenkt. Was versteht der Mensch von seinem Weg?

25Wer vorschnell ruft: „Geweiht!“ und dann erst sein Gelübde bedenkt, der ist schon in die Falle getappt.

26Ein weiser König sondert die Gesetzlosen aus, als ob er das Dreschrad über sie führt.

27Der Geist des Menschen ist ein Licht Jahwes, durchforscht sein ganzes Inneres.

28Gnade und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron.

29Der Stolz der Jungen ist ihre Kraft, der Schmuck der Alten das graue Haar.

30Blutige Striemen bessern den Bösen und Schläge des Menschen Inneres.

211Wie ein Wasserlauf ist das Herz des Königs in Jahwes Hand; er lenkt es, wohin er auch will.

2Der Mensch hält alles, was er tut, für gut, doch Jahwe prüft, was er im Herzen hat.

3Gerechtigkeit und rechtes Tun sind Jahwe lieber als Opfer.

4Stolze Augen und Überheblichkeit, die Leuchte der Gottlosen, ist Sünde.

5Überlegung und Fleiß bringen guten Gewinn, doch Hast und Eile nichts als Verlust.

6Durch Betrug erworbener Reichtum ist wie ein Dunst, der verweht, eine tödliche Falle.

7Gewalttat reißt die Gesetzlosen weg, denn sie weigern sich, das Richtige zu tun.

8Der Weg des Schuldigen windet sich dahin, der Gerechte geht den geraden Weg.

9Besser auf dem Flachdach zu wohnen als mit einer zänkischen Frau zusammen im Haus.

10Ein böser Mensch hat Böses im Sinn, kein Mitgefühl für den Nächsten.

11Bestraft man den Spötter, lernt ein Unerfahrener davon; belehrt man den Weisen, lernt er selbst daraus.

12Der gerechte Gott achtet auf das gottlose Haus und stürzt die Gottlosen ins Unglück.

13Wer sein Ohr vor dem Schrei des Schwachen verschließt, bekommt auch keine Antwort, wenn er einmal ruft.

14Eine heimliche Gabe besänftigt den Zorn, ein verborgenes Geschenk die heftige Wut.

15Der Gerechte freut sich, wenn Recht geschieht, doch der Verbrecher wird in Schrecken versetzt.

16Ein Mensch, der vom Weg der Einsicht abirrt, ruht bald in der Versammlung der Schatten.

17Wer die Festfreude liebt, wird dem Mangel verfallen; wer aufwendig lebt, wird niemals reich.

18Der Ungerechte dient als Lösegeld für den Gerechten, der Betrüger für den Ehrlichen.

19Besser in der Wüste hausen als Ärger mit einer zänkischen Frau.

20Wertvolle Schätze und duftendes Öl sind in der Wohnung des Weisen, doch ein Dummer vergeudet sie schnell.

21Wer nach Gerechtigkeit und Güte strebt, findet Leben, Recht und Ehre.

22Ein Weiser erobert die Stadt der Starken und stürzt das Bollwerk ihrer Sicherheit.

23Wer den Mund hält, hält sich Probleme vom Hals.

24Der stolze Übermütige – man nennt ihn Spötter – spielt mit böser Überheblichkeit.

25Den Faulen bringen seine Wünsche um, denn seine Hände wollen nichts tun.

26Es giert die Begierde den ganzen Tag, doch der Gerechte gibt und kann großzügig sein.

27Das Opfer des Gottlosen ist Jahwe ein Gräuel, besonders wenn er es für Schandtaten bringt.

28Ein falscher Zeuge geht zugrunde, doch wer zuhört, redet mit Erfolg.

29Der Gottlose macht ein freches Gesicht, der Gerechte hat einen sicheren Gang.

30Keine Weisheit, keine Einsicht, kein menschlicher Rat besteht vor Jahwe.

31Das Pferd wird gerüstet für den Tag der Schlacht, doch der Sieg ist die Sache Jahwes.

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