Logos Bible Study

Psalm 106–107

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Gottes Güte – Israels Undank

1061Halleluja, dankt Jahwe, denn er ist gut! Seine Gnade hört niemals auf. 2Wer kann die Machttaten Jahwes nur nennen, gebührend würdigen seinen Ruhm? 3Wie glücklich sind die, die festhalten am Recht, die jederzeit tun, was er will! 4Denk an mich, Jahwe, weil du Gefallen hast an deinem Volk! Komm mit deiner Hilfe auch zu mir, 5damit ich das Glück der Erwählten sehe, mich freue an der Freude deiner Nation, mich glücklich preise, in deinem Erbteil zu sein.

6Wir haben gesündigt wie unsere Väter; wir haben Unrecht getan, gottlos gehandelt. 7Unsere Väter in Ägypten verstanden deine Wunder nicht, sie vergaßen die vielen Beweise deiner Gunst. Schon am Schilfmeer widerstrebten sie dir. 8Doch seinetwegen rettete er sie, um seine Macht zu erweisen. 9Er bedrohte das Schilfmeer, da wurde es trocken. Durch die Fluten ließ er sie ziehen wie durch eine Wüste. 10Er rettete sie vor dem Zugriff des Hassers, erlöste sie aus feindlicher Gewalt. 11Das Wasser bedeckte ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb übrig. 12Da vertrauten sie seinen Worten, besangen wiederholt seinen Ruhm. 13Doch schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat. 14In der Wüste wuchs dann ihre Gier, in der Öde versuchten sie Gott. 15Da gab er ihnen, was sie verlangten und schickte ihnen die Schwindsucht.

16Im Lager wurden sie neidisch auf Mose, auch auf Aaron, den Heiligen Jahwes. 17Da wurde Datan von der Erde verschlungen, die Gruppe Abirams von Erdreich bedeckt. 18Feuer flammte in ihrer Rotte auf und verzehrte die rebellische Schar. 19Sie machten ein Stierkalb am Horeb, beugten sich vor einem gegossenen Bild. 20Sie vertauschten den, der ihre Herrlichkeit war, mit dem Bild eines Gras fressenden Rinds. 21Sie vergaßen Gott, ihren Retter, seine großen Taten in Ägypten, 22seine Wunder im Land der Nachkommen Hams, seine furchterregenden Zeichen am Schilfmeer. 23Jetzt wollte Gott sie zerschmettern, wäre da nicht Mose, sein Erwählter, gewesen. Der trat in die Bresche vor ihm, um abzuwenden seinen lodernden Zorn und sie nicht zu vernichten.

24Dann verschmähten sie das herrliche Land, denn sie glaubten Gottes Worten nicht. 25Sie murrten in ihren Zelten, hörten nicht auf die Stimme Jahwes. 26Da erhob er seine Hand zum Schwur gegen sie, um sie in der Wüste niederzuschlagen 27und ihre Nachkommen unter die Völker zu werfen, in fremde Länder zerstreut. 28Sie hängten sich an Baal, den Götzen von Peor1, und aßen von den Opfern für tote Gebilde. 29Sie reizten ihn zum Zorn mit ihrem Tun und plötzlich kam das Unheil über sie. 30Da trat Pinhas vor und vollzog das Gericht, so kam die Plage zum Stillstand. 31Das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet, auch seinen Nachkommen für alle Zeit. 32Am Wasser von Meriba erregten sie seinen Zorn, und ihretwegen erging es Mose schlecht. 33Sie hatten ihn so sehr gereizt, dass er sich zu unbedachten Worten hinreißen ließ.

34Sie rotteten die Völker nicht aus, die Jahwe ihnen nannte. 35Sie vermischten sich mit ihnen und nahmen ihre Gebräuche an. 36Sie dienten deren Götzen, und das wurde zur Falle für sie. 37Sie brachten ihre Söhne und Töchter als Opfer für Dämonen dar. 38Sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter. Die opferten sie den Götzen Kanaans. So wurde das Land durch Blutschuld entweiht. 39Sie machten sich unrein mit ihrem Treiben und wurden abtrünnig durch ihr Tun. 40Da entflammte Jahwes Zorn gegen sein Volk, er verabscheute sein Eigentum. 41Er lieferte sie an fremde Völker aus, ihre Hasser herrschten über sie. 42Ihre Feinde unterdrückten sie. Sie beugten sich unter ihre Gewalt. 43Viele Male riss er sie heraus, aber sie blieben stur bei ihrem Entschluss und versanken in ihrer Schuld.

44Doch er sah ihr Elend an, sooft er ihr Wehgeschrei hörte. 45Dann dachte er wieder an seinen Bund, und weil er sie liebte, tat es ihm leid. 46Er ließ sie Erbarmen finden bei allen, deren Gefangene sie waren. 47Rette uns, Jahwe, unser Gott! Sammle uns aus den Nationen heraus, dass wir deinen heiligen Namen preisen und uns rühmen in deinem Lob!

48Gelobt sei Jahwe, der Gott Israels, in alle Zeit und Ewigkeit! Das ganze Volk sage: Amen! Halleluja!

107–150: Fünftes Buch

Das Danklied der Geretteten

1071„Preist Jahwe, denn er ist gut! Ja, seine Güte hört niemals auf!“ 2So sollen sagen die Erlösten Jahwes. Er hat sie aus der Gewalt ihrer Bedränger befreit, 3aus fremden Ländern wieder heimgebracht, vom Osten und vom Westen her, vom Norden und vom Meer.

4Sie irrten umher in wegloser Wüste, eine Stadt als Wohnort fanden sie nicht. 5Von Hunger und Durst gequält, schwand ihr Lebenswille dahin. 6Sie schrien zu Jahwe in ihrer Not, der rettete sie aus aller Bedrängnis. 7Er brachte sie auf den richtigen Weg und führte sie zu einer bewohnbaren Stadt. 8Sie sollen Jahwe loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 9Denn er hat den Verdurstenden zu trinken gegeben, den Hungernden gute Nahrung verschafft.

10Die in Dunkelheit und Finsternis lebten, gefesselt in Elend und Eisen, 11sie hatten den Worten Gottes getrotzt und den Rat des Höchsten verachtet. 12Nun beugte er durch harte Schläge ihren Trotz, sie lagen am Boden und niemand half. 13Sie schrien zu Jahwe in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis, 14führte sie aus dem tiefen Dunkel heraus und zerriss ihre Fesseln. 15Sie sollen Jahwe loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 16Denn er zerbrach die ehernen Tore, zerschlug die eisernen Riegel.

17Die dumm und trotzig aufbegehrten, brachten durch ihr Sündenleben nur Leid und Elend über sich. 18Sie ekelten sich vor jeder Speise, sie standen direkt vor dem Tod. 19Sie schrien zu Jahwe in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis. 20Er schickte sein Wort und heilte sie und bewahrte sie so vor dem Grab. 21Sie sollen Jahwe loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 22Sie sollen Dankopfer bringen, jubelnd erzählen von dem, was er tat.

23Die das Meer mit Schiffen befahren, um in Übersee Handel zu treiben, 24sie sahen die Werke Jahwes, seine Wunder auf hoher See; 25wenn er sprach und einen Sturm bestellte, der die Wellen in die Höhe warf, 26sodass sie gen Himmel stiegen und wieder in die Tiefen sanken und ihre Seele vor Angst verging. 27Wie Betrunkene wankten und schwankten sie und waren mit ihrer Weisheit am Ende. 28Sie schrien zu Jahwe in ihrer Not, der rettete sie aus ihrer Bedrängnis 29und brachte den Sturm zur Stille, und die Wellen beruhigten sich. 30Sie freuten sich, dass es still geworden war und er sie in den ersehnten Hafen führte. 31Sie sollen Jahwe loben für seine Gnade, für seine Wunder, die er an Menschen tut. 32In der Versammlung des Volkes sollen sie ihn rühmen, ihn loben im Ältestenrat!

33Er machte Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Land. 34Und wegen der Bosheit seiner Bewohner machte er fruchtbares Land zur salzigen Steppe. 35Andererseits machte er Wüste zum Wasserteich, Wasserquellen sprudelten im trockenen Land. 36Dort siedelte er die Hungernden an. Sie gründeten einen Wohnort, 37bestellten die Felder und legten Weinberge an. Sie brachten reiche Ernten ein. 38Er segnete sie und sie vermehrten sich sehr, auch ihre Viehherden waren groß. 39Dann wurden sie geringer an Zahl, bedrückt durch Unglück und Kummer. 40Er goss Verachtung über Vornehme aus, ließ sie irren in wegloser Wüste. 41Er holte die Armen aus dem Elend heraus, ihre Familien vermehrten sich sehr.

42Die Aufrechten sehen es und freuen sich, und aller Bosheit wird das Maul gestopft.

43Wer weise ist, wird sich das merken und versteht das gnädige Handeln Jahwes.

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Footnotes

  1. 1Baal-Peor. Der Peor ist ein Berg in Moab, von dem man über das Jordantal blicken konnte. Auf seinem Gipfel befand sich vermutlich ein Baals-Heiligtum.