Logos Bible Study

Micha 4–5

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4–5: Was Gott für die Zukunft verspricht

Das Friedensreich

41Am Ende der von Gott bestimmten Zeit wird folgendes geschehen: Festgegründet an der Spitze der Berge steht der Berg mit dem Haus Jahwes, erhaben über alle Hügel, und alle Völker strömen ihm zu. 2Die Menschen sagen überall: „Kommt, wir ziehen zum Berg Jahwes, zum Haus, das dem Gott Jakobs gehört. Er soll uns lehren, was recht ist; was er sagt, das wollen wir tun. Denn von Zion geht die Weisung aus, von Jerusalem das Wort Jahwes.“ 3Er spricht Recht im Streit der Völker; er weist ferne Nationen zurecht. Dann schmieden sie die Schwerter zu Pflugscharen um, die Speere zu Messern für Winzer. Kein Volk greift mehr das andere an, und niemand übt mehr für den Krieg.

4Jeder wird in Frieden unter seinem Weinstock und Feigenbaum sitzen. Niemand wird aufgeschreckt, denn Jahwe, der allmächtige Gott, hat es gesagt. 5Ja, jedes Volk dient seinem eigenen Gott, wir aber gehören für immer Jahwe, unserem Gott. 6„Es kommt der Tag“, spricht Jahwe, „da hole ich die Hinkenden und Vertriebenen zusammen, die ich mit Unheil bestrafte. 7Die Hinkenden mache ich zu dem heiligen Rest und die Schwachen zu einem mächtigen Volk. Dann wird Jahwe auf dem Zionsberg für alle Zeiten König über sie sein.“

8Du Herdenturm, du Hügel von Zion, die Herrschaft kommt zu dir zurück! Jerusalem wird wieder Königsstadt sein.

Zions Bedrohung und Rettung

9Jetzt aber, warum schreist du so laut? Gibt es keinen König bei dir? Ist dein Ratgeber tot, dass die Wehen dich packen wie eine gebärende Frau? 10Du Tochter Zion, krümme dich nur, stöhne wie eine Frau in den Wehen! Denn jetzt musst du hinaus aus der Stadt, musst dich niederlassen auf dem freien Feld und dann bis nach Babylon ziehen. Dort wirst du gerettet werden, dort wird dich Jahwe befreien / aus deiner Feinde Gewalt!

11Aber jetzt ziehen viele Völker gegen dich und sagen: „Dieses Volk ist entweiht! Wir werden uns an Zion ergötzen!“ 12Doch sie kennen die Gedanken Jahwes nicht. Sie wissen nicht, was er vorhatte, dass er es sammeln wollte wie Garben auf dem Dreschplatz.

13Steh auf und drisch, du Zionsstadt! Ich mache dir Hörner aus Eisen. Und Hufe aus Bronze gebe ich dir, damit du viele Völker zermalmst. Und deren Besitz übergibst du Jahwe, deren Habe dem Herrn der ganzen Welt.

Hoffnung auf den Messias

14Nun ritze dich wund, du belagerte Stadt! Ja, feindliche Truppen schlossen uns ein. Nun schlagen sie dem Richter Israels mit dem Stock ins Gesicht.

51Doch du Bethlehem in Efrata1, zu klein, um unter den Fürsten Judas zu sein. Aus dir soll der hervorgehen, der mein Herrscher über Israel wird!2 Sein Ursprung liegt in der Vorzeit, sein Anfang in der Ewigkeit. 2Er gibt sein Volk den Fremden preis, bis eine Frau den Sohn gebiert. Dann kehrt der Rest seiner Brüder zu den Israeliten zurück. 3Er tritt auf und weidet sie in der Kraft Jahwes, im höchsten Auftrag seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben, denn jetzt reicht seine Macht bis ans Ende der Welt. 4Er wird der Friedensbringer sein, wenn Assyrien in unser Land kommt und in unsere Paläste eindringt. Dann stellen wir sieben Hirten und acht fürstliche Männer dagegen auf. 5Mit dem Schwert werden sie Assyrien weiden, Nimrods Land mit gezücktem Stahl. So wird er uns vor Assyrien retten, wenn es unser Land überfällt und über unsere Grenzen marschiert.

Der heilige Rest

6Dann wird der Rest von den Nachkommen Jakobs wie Jahwes Tau unter den Völkern sein, wie Regen, der auf die Pflanzen fällt, der auf niemand angewiesen ist, auf keinen Menschen zu warten braucht. 7Der Rest von den Nachkommen Jakobs wird mitten unter den Völkern sein wie der Löwe unter den Tieren im Wald, wie ein junger Löwe unter Herden von Schafen. Er wirft zu Boden und zerreißt, was in seine Fänge kommt. Niemand rettet sie vor ihm. 8Hoch erhebt sich deine Hand über deine Bedränger und rottet alle deine Feinde aus.

9„Es kommt der Tag“, spricht Jahwe, „da nehme ich euch die Pferde weg und lasse eure Streitwagen zerstören, 10da vernichte ich eure Städte und reiße eure Festungen nieder, 11da schlage ich euch die Zaubermittel aus der Hand und nehme euch die Wahrsager weg, 12da rotte ich eure Götzenbilder aus und zerschlage eure heiligen Steine – dann werdet ihr nicht mehr niederfallen vor dem Werk eurer eigenen Hände –, 13da reiße ich eure Aschera-Pfähle heraus und zerstöre deine Städte. 14Und dann nehme ich in glühendem Zorn Rache an den Völkern, / die nicht auf mich hörten.“

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Footnotes

  1. 1Efrata. Fruchtbares Gebiet um Bethlehem herum, unterscheidet die acht Kilometer südlich von Jerusalem liegende Stadt von einem Bethlehem in Galiläa.
  2. 2Wird im NT von jüdischen Schriftgelehrten sinngemäß zitiert: Matthäus 2,6.