Logos Bibelsoftware

Jesaja 43–44

Neue evangelistische ÜbersetzungAndere Übersetzungen

Deutsch

Arabisch

Chinesisch (traditionell)

Chinesisch (vereinfacht)

Englisch

Französisch

Hebräisch

Italienisch

Koreanisch

Latein

Portugiesisch

Russisch

Spanisch

Tschechisch

Ungarisch

Erlösung durch Gnade

431Aber jetzt sagt Jahwe, der dich geschaffen hat, Jakob, der dich bildete, Israel: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir! 2Musst du durchs Wasser gehen, bin ich bei dir, und durch reißende Ströme – sie überfluten dich nicht. Musst du durchs Feuer gehen, wirst du nicht versengt, diese Flamme verbrennt dich nicht. 3Denn ich bin Jahwe, dein Gott, ich bin Israels heiliger Gott, und ich rette dich! Ägypten gebe ich als Lösegeld für dich, Nubien und Seba1 noch dazu. 4Weil du mir wert und teuer bist, weil ich dich liebe, gebe ich Menschen an deiner Stelle hin, ganze Völker für dein Leben. 5Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Von dort, wo die Sonne aufgeht, hole ich deine Nachkommen zurück, und von dort, wo sie untergeht, sammle ich euch wieder ein. 6Zum Norden sage ich: ‚Gib sie heraus!‘ und zum Süden: ‚Halte sie nicht zurück!‘ Lass kommen meine Söhne von fern und meine Töchter vom Ende der Welt, 7jeden, der mein Eigentum ist, den ich zu meiner Ehre erschuf, den ich formte und machte!“

Zeugen im Prozess

8„Es soll vortreten mein blindes Volk, das doch Augen hat – und Ohren, die nicht hören! 9Alle Völker sind versammelt zum Gericht, alle Nationen herangeholt! Welcher ihrer Götter hat dies angekündigt? Welche ihrer Weissagungen trafen überhaupt ein? Mögen sie uns Zeugen dafür stellen! Die sollen es hören und sagen: ‚Es ist wahr!‘ – 10Ihr seid meine Zeugen“, spricht Jahwe, „und mein Diener, den ich erwählte, damit ihr erkennt und mir glaubt, damit ihr einseht, dass ICH es BIN! Vor mir gab es keinen Gott, und nach mir wird kein anderer sein. 11Ich bin Jahwe, einen Retter außer mir gibt es nicht! 12Ich habe es angekündigt und euch gerettet. Ich habe es euch hören lassen, als noch kein fremder Gott bei euch war. Und ihr seid meine Zeugen“, spricht Jahwe, „und ich bin Gott. 13Und auch in Zukunft bin ich noch derselbe Gott. Niemand reißt etwas aus meiner Hand! Was ich tun will, kann niemand verhindern.“

14So spricht Jahwe, euer Erlöser, Israels heiliger Gott: „Um euretwillen habe ich gegen Babel geschickt; und als Flüchtlinge treibe ich sie hinab in Schiffen, ihrem Stolz – sie und auch die Chaldäer. 15Ich bin Jahwe, euer heiliger Gott, der Schöpfer Israels und euer König! 16So spricht Jahwe, der einen Weg durchs Meer gebahnt und euch sicher durch die Fluten geführt hat, 17der ausziehen ließ Streitwagen und Pferd, Heer und Held. Nun liegen sie zusammen da und stehen nicht wieder auf, ausgelöscht wie ein verglimmender Docht.

18Denkt nicht an das, was früher war, achtet nicht auf das Vergangene! 19Seht, ich wirke Neues! Es wächst schon auf. Merkt ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste, lege Ströme in der Einöde an. 20Schakale und Strauße, die Wüstentiere ehren mich, weil ich der Wüste Wasser gab und Ströme in der Öde fließen ließ, damit mein auserwähltes Volk zu trinken hat. 21Dieses Volk, das ich mir schuf, soll erzählen, was ich tat.

22Und doch hast du mich nicht gerufen, Jakob! Israel, du hast dich nicht um mich gemüht! 23Nicht mir hast du das Lamm deiner Brandopfer gebracht, nicht mich mit deinen Schlachtopfern geehrt! Mit Speisopfern habe ich dir keine Arbeit gemacht, dich auch nicht mit Weihrauch genervt! 24Du hast mir für dein Geld kein Würzrohr gekauft, mich nicht mit dem Fett deiner Opfer gelabt! Doch mit deinen Sünden hast du mir Arbeit gemacht, mich ermüdet mit deinen Vergehen! 25Ich, ich bin es doch, der deine Vergehen auslöscht. Um meinetwillen denke ich nicht mehr an deine Schuld.

26Klag mich doch an! Treten wir miteinander vor Gericht! Trag deine Sache vor und beweise dein Recht! 27Schon dein Urahn hat gesündigt, und deine Führer brachen mit mir. 28Darum habe ich die Vorsteher des Heiligtums entweiht, habe Jakob in den Bann getan und Israel Verachtung zugeteilt.“

Neues Leben für Gottes Volk

441„Doch jetzt hör zu, mein Diener Jakob, und du, erwähltes Israel! 2So spricht Jahwe, dein Schöpfer, der dich im Mutterleib gebildet hat, der, der dir hilft: Hab keine Angst, mein Diener Jakob, du mein erwählter Jeschurun!1 3Denn ich gieße Wasser auf das Durstige, rieselnde Bäche auf das trockene Land. Ich gieße meinen Geist über deine Nachkommen aus, meinen Segen über deine Kinder, 4dass sie aufschießen wie Gras nach dem Regen, wie Weidenbäume an Wasserbächen. 5Der eine sagt: ‚Ich gehöre Jahwe!‘ Nach Jakob nennt sich ein anderer. Einer schreibt auf seine Hand: ‚Eigentum Jahwes!‘, und ein anderer legt sich den Namen ‚Israel‘ bei.“

6So spricht Jahwe, der König Israels und sein Erlöser, Jahwe, der Allmächtige: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, außer mir gibt es keinen Gott! 7Wer ist mir gleich? Er soll sich melden, spreche es aus, beweise es mir! Wer ließ von Urzeiten an das Kommende hören? Sollen sie uns doch sagen, was alles noch kommt!

8Lasst euch nicht erschrecken und zittert nicht! Habe ich es dir nicht schon lange gesagt? Ihr seid meine Zeugen dafür. Gibt es noch einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich müsste ihn kennen! 9Alle Götzenmacher sind ein Nichts, ihre geliebten Götzen nützen nichts. Und ihre Zeugen sehen nichts und werden beschämt. 10Wie kann man sich nur einen Gott machen wollen, ein Götterbild gießen, das doch nie etwas nützt? 11Wer mit so etwas verbunden ist, wird sicher beschämt. Die Kunsthandwerker sind ja nur Menschen. Mögen sie sich sammeln, treten sie vor! Erschrecken werden sie und schämen werden sie sich.

12Der Schmied nimmt ein Stück Eisen und steckt es in die Glut. Dann bringt er es mit Hämmern in die gewünschte Form, bearbeitet es mit seinem kräftigen Arm. Dabei hungert er sich ab und verliert seine Kraft, er trinkt kein Wasser und ist ganz erschöpft. 13Der Holzschnitzer misst einen Block ab, umreißt ihn mit dem Stift, zeichnet mit dem Zirkel vor und arbeitet die Form mit Stecheisen aus. Sein Schnitzbild sieht aus wie ein Mensch. Es ist ein Prachtstück von Mann. Dann wird es in ein Haus gestellt. 14Vorher fällt man eine Zeder, wählt eine Eiche oder sonst einen stärkeren Baum, pflanzt eine Fichte, die der Regen wachsen lässt. 15Sie dienen ihm als Feuerholz, er nimmt davon und wärmt sich damit, heizt ein, um damit Brot zu backen, oder er schnitzt daraus einen Gott und wirft sich nieder vor ihm. 16Die Hälfte davon legt er ins Feuer, röstet Fleisch in der Glut und sättigt sich daran. Auch wärmt er sich und sagt: ‚Ah, mir wird warm! Wie gut das tut!‘ 17Und den Rest davon macht er zu einem Gott, zu seinem Götterbild. Er bückt sich vor ihm, wirft sich nieder und betet zu dem Holz: ‚Rette mich, du bist ja mein Gott!‘ – 18Unwissend sind sie und ohne Verstand! Ihre Augen sind verklebt, dass sie nichts sehen, und ihr Herz, dass es nicht begreift. 19Keiner denkt darüber nach und kommt zu Verstand: ‚Die Hälfte habe ich verbrannt, in seiner Glut backte ich zum Essen Brot und röstete Fleisch, und den Rest davon machte ich zu einem Gräuel. Vor einem Holzklotz bückte ich mich.‘ 20Wer Asche hütet, ist betrogen, sein Herz hat ihn getäuscht. So rettet er sein Leben nicht, so sagt er nicht: ‚Ein Trugbild hab ich in der Hand!‘ 21Bedenke dies, Jakob, denn mein Diener bist du! Ich habe dich geschaffen, Israel, und du stehst unter meinem Schutz! Ich vergesse dich nicht! 22Wie eine Wolke fege ich deine Verfehlungen weg, wie einen Nebel deine Sünden. Kehr zu mir um, denn ich habe dich erlöst!“

23Jubelt, ihr Himmelswelten, denn Jahwe hat es getan! Jauchzt, ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und alle deine Bäume! Denn Jahwe hat Jakob erlöst, an Israel zeigt er seine Herrlichkeit.

Berufung des Befreiers Kyrus

24So spricht Jahwe, dein Erlöser, der dich im Mutterleib gebildet hat: „Ich bin es, Jahwe, der alles wirkt, der den Himmel ausgespannt und die Erde ausgebreitet hat, ich allein! Wer war da bei mir? 25Ich bin es, der die Wahrsager zu Narren macht, die Zeichen der Orakelpriester platzen lässt, der die Weisen zur Umkehr zwingt und all ihr Wissen wertlos macht. 26Ich bin es, der das Wort bestätigt, das sein Diener spricht; der den Plan ausführt, den seine Boten verkünden; der von Jerusalem sagt: ‚Es werde bewohnt!‘ und von den Städten Judas: ‚Sie werden wieder aufgebaut! Eure Trümmer richte ich auf!‘, 27der zum tiefen Meer sagt: ‚Trockne aus! Deine Fluten sollen versiegen!‘; 28der von Kyrus spricht: ‚Er ist mein Hirt! Er wird alles tun, was ich von ihm will.‘ Er wird befehlen: ‚Jerusalem wird aufgebaut! Der Grundstein des Tempels werde gelegt!‘ “

In Logos lesen

Fußnoten

  1. 1Seba war ein Land in der Nähe von Kusch (Nubien).
  2. 1Jeschurun ist ein Ehrenname für Israel und bedeutet vielleicht: der Redliche.