Logos Bible Study

Hosea 9–10

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

Die Vergeltung ist da

91Israel, freue dich nicht, juble nicht wie die Völker! Denn du hast es mit vielen getrieben und dich so von deinem Gott entfernt. Wo immer man Getreide drosch, hast du für Geld geliebt.

2Dreschplatz und Kelter werden sie nicht nähren, auch der Wein lässt sie im Stich. 3Sie bleiben nicht im Land Jahwes: Efraïm muss nach Ägypten zurück, in Assyrien werden sie Unreines essen. 4Sie werden Jahwe keinen Wein mehr spenden, ihre Schlachtopfer behagen ihm nicht. Es wird wie ein Leichenmahl sein: Unrein wird, wer davon isst. Ihr Brot ist allein für die eigene Kehle, nichts davon kommt in Jahwes Haus. 5Was tut ihr dann am Feiertag, am Tag des Festes für Jahwe?

6Die aus dem verwüsteten Land flüchten, sammeln sich in Ägypten. Memphis1 wird sie begraben. Wo jetzt ihr Silber glänzt, werden Brennnesseln sein, Dornen überwuchern das Zelt.

7Die Zeit der Abrechnung ist gekommen, die Tage der Vergeltung sind da. Israel wird es erkennen. „Der Prophet ist ein Narr, der Mann des Geistes ist verrückt!“ So große Anfeindung zeigt nur die Größe deiner Schuld. 8Der Prophet, der Wächter Efraïms, ist mit meinem Gott. Doch auf allen seinen Wegen stellen sie ihm Fallen auf. Sogar im Haus seines Gottes feinden sie ihn an. 9Tief verdorben ist ihr Tun, so wie damals in Gibea. Doch er wird an ihre Schuld denken und sie dafür zur Rechenschaft ziehen.

Israel einst und jetzt

10Wie man Trauben in der Wüste findet, so fand ich Israel. Wie die erste Frucht am jungen Feigenbaum, so sah ich eure Väter. Aber kaum waren sie nach Baal-Peor3 gekommen, da weihten sie sich der Schande und wurden Scheusale wie ihre Liebhaber. 11Efraïm – wie ein Vogelschwarm fliegt seine Herrlichkeit davon. Keine Geburt mehr, keine Schwangerschaft, keine Empfängnis. 12Selbst wenn sie ihre Söhne großziehen sollten, mache ich sie kinderlos und verlassen. Ja, wehe auch ihnen selbst! Denn ich wende mich von ihnen ab.

13Efraïm ist, wie ich sehe, gepflanzt wie eine Palme auf fruchtbarem Grund. Nun muss es seine Söhne dem Schlächter zuführen. 14Gib ihnen, Jahwe, was du geben willst: einen unfruchtbaren Schoß und vertrocknete Brüste.

15Schon in Gilgal hat sich ihre Bosheit enthüllt, dort habe ich gelernt, sie zu hassen. Wegen ihrer schlimmen Taten vertreibe ich sie aus meinem Haus. Ich kann sie nicht mehr lieben, denn Aufrührer sind ihre Führer. 16Efraïm ist geschlagen, seine Wurzeln verdorrt, Frucht bringen sie nicht mehr. Selbst wenn es noch Kinder bekäme, würde ich seine Lieblinge töten. 17Mein Gott wird sie verstoßen, weil sie nicht auf ihn hören. Sie werden Flüchtlinge sein.

Reiche Opfer – falsches Herz

101Israel war ein üppiger Weinstock, es trug genügend Frucht. Je fruchtbarer es war, desto mehr Altäre hatte es. Je schöner sein Land wurde, desto schöner haben sie die Steinsäulen geschmückt. 2Ihr Herz ist geteilt, jetzt müssen sie büßen: Er zerschlägt ihre Altäre, verwüstet diese Götzensteine. 3Dann werden sie sagen: „Wir haben keinen König mehr, denn wir haben Jahwe nicht geehrt. Aber was kann ein König schon tun?“ 4Reden halten, Meineide schwören, Bündnisse schließen. So wuchert das Recht wie Giftkraut auf dem Acker.

5Die Bewohner von Samaria zittern um das Kalb von Götzenhausen. Schon trauern sie darum. Seine Priester aber kreischen noch verzückt. Doch seine Herrlichkeit zieht aus, von ihnen weg. 6Das Kalb wird nach Assyrien gebracht als Tribut für den kampfbereiten König. Efraïm wird Spott dafür ernten und Israel sich seiner Ratschläge schämen.

7Vernichtet ist Samaria. Sein König treibt wie ein Span auf dem Wasser. 8Die Opferhöhen von Awen werden verwüstet, denn sie sind die Sünde Israels. Dornen und Disteln werden wachsen auf ihren Altären. Dann wird man zu den Bergen sagen: „Deckt uns zu!“ und zu den Hügeln: „Fallt auf uns drauf!“

9Ihr ladet Schuld auf euch seit der Zeit von Gibea, seit damals habt ihr euch nicht geändert. Wird nicht wie in Gibea der Krieg über dieses rebellische Volk kommen? 10Ich bin entschlossen, sie zu bestrafen, und versammle Völker gegen sie, denn sie fesselt doppelte Schuld. 11Efraïm war eine junge Kuh, die es gewohnt war, Getreide zu dreschen, und die es gerne tat. Als ich vorbeiging und ihren schönen Nacken sah, spannte ich Efraïm ein. Juda sollte den Boden pflügen und Jakob ihn eggen für sich.

12Sät gerechte Taten aus! Erntet nach dem Maß der Liebe! Nehmt Neuland unter den Pflug! Es ist Zeit, Jahwe zu suchen, bis er kommt und euch den Regen der Gerechtigkeit schenkt. 13Doch ihr habt Unrecht eingepflügt und Verbrechen geerntet, ihr habt die Frucht eurer Falschheit gegessen. Du hast auf deinen Weg vertraut und auf die Menge deiner Helden! 14Darum wird es Kriegslärm geben für dein Volk, und all deine Festungen werden verwüstet. Es wird euch wie Bet-Arbeël4 gehen, das Schalman am Tag der Schlacht5 zerstörte: Eine Mutter liegt zerschmettert über den Kindern. 15Das alles hat euch Bet-El6 eingebracht wegen eurer schlimmen Schlechtigkeit. Schon am Morgen der Schlacht ist Israels König geschlagen.

Read in Logos

Footnotes

  1. 1Memphis war die alte Hauptstadt Ägyptens, 21 Kilometer südlich vom heutigen Kairo. Es war berühmt für sein riesiges Gräberfeld.
  2. 3Baal-Peor. Der Peor ist ein Berg in Moab, von dem aus man über das Jordantal blicken konnte. Auf seinem Gipfel befand sich vermutlich ein Baals-Heiligtum.
  3. 4Bet-Arbeël. Dorf im Ostjordanland, 32 Kilometer nordwestlich von Amman.
  4. 5Schlacht. Das Geschehen und der Name sind sonst unbekannt.
  5. 6Bet-El (= Haus Gottes) war das Zentrum des Kults um die Stierplastiken, die Jahwe darstellen sollten.