Psalm 22,2–19
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2.Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen ? ich heule; aber meine Hilfe ist ferne.
3.Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.
4.Aber du bist heilig, der du wohnst unter dem Lobe Israels.
5.Unsre Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen aus.
6.Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und wurden nicht zu Schanden.
7.Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.
8.Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:
9."Er klage es dem HERRN; der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm."
10.Denn du hast mich aus meiner Mutter Leib gezogen; du warst meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war.
11.Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an; du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
12.Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.
13.Große Farren haben mich umgeben, gewaltige Stiere haben mich umringt.
14.Ihren Rachen sperren sie auf gegen mich wie ein brüllender und reißender Löwe.
15.Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Gebeine haben sich zertrennt; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.
16.Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.
17.Denn die Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.
18.Ich kann alle meine Gebeine zählen; aber sie schauen und sehen ihre Lust an mir.
19.Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
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