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Psalm 35–36

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Rufmord und kein Ende?

351Von David.

Verklage meine Verkläger, Jahwe, kämpfe mit denen, die mich bekämpfen! 2Ergreife Schild und Waffen! Steh auf, um mir zu helfen! 3Pack den Speer und versperr meinen Feinden den Weg! Sag zu mir, dass du mein Retter bist!

4Schimpf und Schande über die, die mich umbringen wollen. Zurückweichen und erbleichen sollen die, die auf mein Unheil aus sind. 5Lass sie sein wie Spreu vor dem Wind. Der Engel Jahwes treibe sie davon. 6Dunkel und glatt sei ihr Weg. Der Engel Jahwes verfolge sie!

7Denn grundlos haben sie mir Fallen gestellt, eine Grube gegraben, ein Netz gelegt. 8Unheil soll über sie kommen, unerwartet, unbemerkt! Ihr Netz, das sie stellten, fange sie selbst! Fallen sie doch ins Verderben hinein!

9Und ich werde jubeln über Jahwe, mich freuen, dass er mich gerettet hat. 10Aus tiefstem Herzen werde ich sagen: „Keiner, Jahwe, ist wie du! Du rettest den Schwachen vor dem, der stärker ist, den wehrlos Armen vor dem, der ihn beraubt.“

11Verlogene Zeugen sagen gegen mich aus, sie werfen mir Verbrechen vor, von denen ich nichts weiß. 12Sie vergelten mir Gutes mit Bösem. Ich bin verlassen und allein.

13Als sie erkrankten, zog ich den Trauersack an, ich quälte mich ab mit Fasten. Nun kehrt mein Gebet in mein Inneres zurück.14Er war mir wie ein Bruder und Freund. Ich litt wie um die eigene Mutter, ging bedrückt und traurig umher.

15Doch sie haben sich über meinen Sturz gefreut und taten sich zusammen. Lästermäuler, die ich nicht kenne, kamen dazu. Sie ziehen nun ständig über mich her. 16Gottloses Gesindel fletscht die Zähne gegen mich.

17Herr, wie lange siehst du dir das an? Bring mein Leben aus dieser Verwüstung zurück, von diesen Löwen mein einziges Gut. 18Ich will dich preisen in großer Versammlung, dich loben vor zahlreichem Volk!

19Die sollen sich nicht über mich freuen, die mich anfeinden ohne Grund. Die, die mich ohne Ursache hassen, sollen vergeblich die Augen verdrehen. 20Denn was sie reden, dient nicht dem Frieden. Gegen die Stillen im Land denken sie sich Verleumdungen aus. 21Ihr Maul reißen sie weit gegen mich auf und höhnen: „Haha! Haha! Wir haben es genau gesehen!“

22Du hast es gesehen, Jahwe. Schweige doch nicht, Herr, bleib mir nicht fern! 23Steh auf und greif ein! Verschaffe mir Recht, mein Gott! Herr, führ du meinen Streit! 24Hilf mir zu meinem Recht, Jahwe, denn du bist gerecht, mein Gott! Lass sie nicht über mich lachen.

25Lass sie nicht denken: „Haha, das freut uns!“ Sie sollen nicht sagen: „Den haben wir erledigt!“ 26Die sich an meinem Unglück freuen, sollen selbst im Stich gelassen sein! Schimpf und Schande soll über die kommen, die sich großtun gegen mich!

27Alle, die mir Gerechtigkeit wünschen, sollen jubeln und sich freuen. Stets sollen sie sagen: „Groß ist Jahwe, der Freude hat am Wohl seines Dieners!“ 28Ich selbst will von deiner Gerechtigkeit sprechen, von deinem Lob den ganzen Tag.

Gott, die Quelle des Lebens

361Dem Chorleiter. Von David, dem Diener Jahwes.

2Die Sünde des Gottlosen macht meinem Herzen klar: „Er kennt kein Erschrecken vor Gott.“ 3Ja, er gefällt sich darin, schuldig zu sein und zu hassen. 4Lug und Trug ist alles, was er sagt. Er hat es aufgegeben, verständig zu sein und Gutes zu tun. 5Schon im Bett brütet er die Bosheit aus. Er bleibt bei seinem schlimmen Tun. Das Böse verabscheut er nicht.

6Deine Güte, Jahwe, reicht bis an den Himmel, deine Treue bis hin zu den Wolken. 7Dein Recht steht wie die Gottesberge, dein Richten wie das gewaltige Meer. Menschen und Tieren hilfst du, Jahwe. 8Wundervoll ist deine Güte, Gott! Im Schatten deiner Flügel suchen Menschenkinder Schutz. 9Sie genießen den Reichtum deines Hauses. Vom Bach deiner Freude lässt du sie trinken.

10Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht sehen wir das Licht. 11Erhalte deine Gnade denen, die dich kennen, deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtig sind. 12Der Fuß der Stolzen soll mich nicht treten, die Hand der Gottlosen vertreibe mich nicht! 13Da! Die Bösen sind gefallen, sie sind gestürzt und stehen nicht mehr auf.

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