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Psalm 22,31–32,11

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31Die Nachkommen werden ihm dienen / und einem neuen Geschlecht erzählen vom Herrn. 32Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit schildern dem Volk, das noch geboren wird; ja, er hat es vollbracht.

Der gute Hirt

231Ein Psalmlied von David.

Jahwe1 ist mein Hirt, mir fehlt es an nichts: 2Er bringt mich auf saftige Weiden und führt mich zum Rastplatz am Wasser. 3Er schenkt mir wieder neue Kraft. Und weil sein Name dafür steht, lenkt er mich immer in die richtige Spur. 4Selbst auf dem Weg durch das dunkelste Tal fürchte ich mich nicht, denn du bist bei mir. Dein Wehrstock und dein Hirtenstab,2 sie trösten und ermutigen mich. 5Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir einen Tisch, nimmst mich herzlich in Empfang3 und schenkst mir den Becher voll ein. 6Nur Güte und Liebe verfolgen mich jeden Tag, und ich kehre für immer ins Haus Jahwes zurück.

Der König kommt

241Ein Psalmlied von David.

Gott gehört die Erde und was sie erfüllt, die Welt und ihre Bewohner. 2Jahwe hat sie auf Meere gegründet, gab ihr über Strömen festen Bestand.

3Wer darf stehen auf Jahwes Berg, betreten seinen heiligen Platz? 4Wer reine Hände hat und ein reines Gewissen, wer nicht auf Götzen vertraut und keine falschen Eide schwört, 5der wird empfangen den Segen Jahwes und das Recht vom Gott seines Heils. 6So ist das Volk, das nach ihm fragt, das wahre Geschlecht, das seine Nähe sucht. ♪

7„Schaut auf, ihr Tore, und öffnet euch weit; schwingt auf, ihr ewigen Pforten: Der König zieht ein, mit Ehre geschmückt!“ 8„Wer ist dieser König, so herrlich geehrt?“ „Es ist Jahwe, mächtig und stark, Jahwe, der Sieger im Kampf!“ 9„Schaut auf, ihr Tore, und öffnet euch weit; schwingt auf, ihr ewigen Pforten: Der König zieht ein, mit Ehre geschmückt!“ 10„Wer ist dieser König, so herrlich geehrt?“ „Es ist Jahwe, von Heeren umringt! Er ist der König, herrlich geehrt!“ ♪

Bitte um Vergebung und Führung

251 Von David.

Zu dir erhebe ich meine Seele, Jahwe. 2Mein Gott, ich vertraue auf dich: Lass mich nicht im Stich! Gönn meinen Feinden nicht diesen Triumph! 3Wer auf dich hofft, wird niemals enttäuscht, doch wer dich treulos verlässt, wird beschämt.

4Zeig mir deine Wege Jahwe, lehre mich auf ihnen zu gehn. 5Leite mich durch deine Wahrheit und belehre mich, denn du bist der Gott, der mir hilft. Auf dich warte ich den ganzen Tag. 6Denk an dein Erbarmen, Jahwe, und an die Beweise deiner Gunst, denn sie waren immer schon da. 7Denk nicht an meine Jugendsünden und an meine Vergehen! Denk nur in deiner Liebe an mich; tu es, weil du gütig bist, Jahwe.

8Jahwe ist gut und gerecht, darum belehrt er die Sünder. 9Demütigen zeigt er, was richtig ist, und lehrt sie, seinen Weg zu erkennen. 10Alle Wege, die Jahwe führt, sind voller Güte und Treue für alle, die sich an seinen Bund halten und das, was er bezeugt. 11Um deines Ansehens willen, Jahwe, vergib mir meine so große Schuld!

12Was ist mit dem, der Jahwe fürchtet? Ihm zeigt er den Weg, den er wählen soll. 13Er lebt dann in Frieden und Glück und seine Nachkommen besitzen das Land. 14Den Gottesfürchtigen vertraut Jahwe. Er weiht sie ein in seinen Bund.

15Meine Augen haben Jahwe immer im Blick, denn er zieht meine Füße aus dem Netz. 16Wende dich gnädig mir zu! Denn ich bin einsam und elend. 17Befreie mein Herz von der Angst und nimm den Druck von mir weg! 18Sieh mein Elend an und meine Not! Und alle meine Sünden – vergib sie mir!

19Schau, meine Feinde sind viele geworden! Sie verfolgen mich mit abgrundtiefem Hass. 20Erhalte mein Leben und rette mich! Lass mich nicht zugrunde gehen, denn ich suche Unterschlupf bei dir! 21Mögen Unschuld und Ehrlichkeit mich schützen, denn ich rechne auf dich!

22O Gott, erlöse Israel aus all seiner Not!

Sehnsucht nach Gottes Nähe

261Von David.

Richte du mich, Jahwe, denn ich war immer ehrlich vor dir. Ich habe Jahwe vertraut, ich werde nicht fallen. 2Prüf mich, Jahwe, und erprobe mich, prüfe mich auf Herz und Nieren! 3Ich hatte deine Gnade vor Augen, deine Treue bestimmte mein Leben.

4Ich hatte nichts mit Betrügern zu tun. Ich gab mich nicht mit Heuchlern ab. 5Die Gesellschaft von Übeltätern ist mir verhasst, bei den Gottlosen sitze ich nicht.

6In Unschuld wasche ich meine Hände und gehe um deinen Altar herum. 7Ich lasse laut ein Danklied hören und erzähle von all deinen Wundern, Jahwe. 8Ich liebe das Haus, in dem du wohnst, wo deine Herrlichkeit uns nahe ist.

9Raffe mich nicht mit den Sündern weg, nimm mir nicht mit den Mördern das Leben! 10Schandtaten kleben an ihren Händen, und ihre Taschen sind durch Bestechungen voll.

11Doch ich gehe ehrlich meinen Weg. Erlöse mich und sei mir gnädig! 12Jetzt stehe ich auf festem Grund und preise Jahwe vor allem Volk.

Gemeinschaft mit Gott

271Von David.

Jahwe ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Jahwe ist die Schutzburg meines Lebens: Vor wem sollte ich erschrecken? 2Dringen Böse auf mich ein, um mich zu verschlingen, bedrängen mich meine Feinde, sind sie es, die stolpern und fallen. 3Selbst wenn ein Heer mich umzingelt, habe ich keine Angst. Und wenn es zum Kampf gegen mich kommt, bleib ich voller Zuversicht.

4Eins nur hab ich von Jahwe erbeten, das ist alles, was ich will: mein Leben lang im Haus Jahwes zu wohnen, um die Freundlichkeit Jahwes zu schauen und nachzudenken dort in seinem Heiligtum. 5Wenn schlimme Tage kommen, verbirgt er mich in seinem Haus, unter seinem Dach gibt er mir Schutz. Hoch auf einen Felsen stellt er mich.

6Erhobenen Hauptes sehe ich dann auf meine Feinde herab. Mit Jubel bringe ich Opfer in Jahwes Zelt, mit Singen und Spielen preise ich ihn.

7Hör mich, Jahwe, wenn ich rufe, sei mir gnädig und antworte mir! 8Mein Herz spricht dir nach: „Sucht meine Nähe!“ Ich suche deine Nähe, Jahwe. 9Wende dein Gesicht nicht ab, weise deinen Diener nicht zornig zurück! Du hast mir doch immer geholfen, Gott meines Heils! Gib mich nicht auf, verlass mich bitte nicht! 10Auch wenn mich Vater und Mutter verlassen, Jahwe nimmt mich bei sich auf.

11Lehr mich, Jahwe, deinen Weg, leite mich auf gerader Bahn – meinen Feinden zum Trotz. 12Gib mich nicht ihrem Mutwillen preis, denn falsche Zeugen verklagen mich. Sie wüten und drohen mit Gewalt. 13Doch ich bin mir sicher, dass ich leben bleiben und sehen werde, wie gütig Jahwe ist. 14Vertrau auf Jahwe, sei stark und fass dir ein Herz! Vertrau auf Jahwe!

Gebet um Schutz und Kraft

281Von David.

Zu dir, Jahwe, will ich rufen! Hüll dich nicht in Schweigen, mein Fels! Wenn du mich schweigend von dir weist, bin ich wie ein Toter im Grab. 2Hör mein Flehen, ich schreie nach dir, wenn ich meine Hände ausstrecke zu deinem Heiligtum!

3Reiß mich nicht mit den Gottlosen fort und mit den Verbrechern, die mit allen freundlich reden, im Herzen aber auf Böses aus sind! 4Zahl ihnen ihre bösen Taten heim, bestrafe sie für ihr Tun, gib ihnen, was sie verdienen! 5Denn sie achten nicht auf die Taten Jahwes noch auf das Werk seiner Hände. Darum reißt er sie nieder und richtet sie nicht wieder auf.

6Gelobt sei Jahwe, denn er hat mein Flehen gehört. 7Jahwe ist meine Kraft und mein Schild, auf ihn hat mein Herz vertraut. Als mir geholfen wurde, jubelte ich. Mit meinem Lied will ich ihn preisen. 8Jahwe ist Kraft und Schutz für sein Volk, die Rettungsburg für seinen Gesalbten, den König. 9Rette dein Volk und segne dein Erbe, weide und trage sie bis in Ewigkeit!

Lob der Herrlichkeit Gottes

291Ein Psalmlied von David.

Gebt Jahwe, ihr himmlischen Wesen, gebt Jahwe Ehre und Macht! 2Gebt Jahwe die Ehre, die ihm gebührt, betet ihn an in heiliger Pracht.

3Die Stimme Jahwes schallt über der Flut. Der Gott der Herrlichkeit lässt Donner dröhnen. Jahwe beherrscht das gewaltige Meer. 4Die Stimme Jahwes voller Macht, ist herrlich und furchtbar zugleich. 5Die Stimme Jahwes spaltet mächtige Bäume, Libanonzedern zersplittern vor ihm.

6Der Libanon hüpft vor ihm wie ein Kalb, wie ein junger Büffel springt der Hermon1 auf.

7Die Stimme Jahwes sprüht zuckende Flammen. 8Die Stimme Jahwes lässt Wüsten erzittern. Auch die Wüste von Kadesch2 erbebt. 9Die Stimme Jahwes wirbelt Eichen empor, reißt ganze Wälder kahl. Und in seinem Tempel ruft alles: „Ehre sei Gott!“

10Jahwe thront über den Fluten, er herrscht als ewiger König! 11Seinem Volk verleiht er Kraft und segnet es mit Frieden!

Vom sicheren Tod gerettet

301Ein Psalm. Einweihungslied für das Haus. Von David.

2Ich will dich erheben, Jahwe, denn du hast mich aus der Tiefe geholt, gönntest meinen Feinden keinen Triumph über mich. 3Jahwe, mein Gott, zu dir hab ich gestöhnt, und du hast mich geheilt. 4Aus dem Totenreich hast du meine Seele geholt, auf dem Weg zum Grab riefst du mein Leben zurück.

5Singt Jahwe, ihr seine Getreuen, denn so denkt ihr an seine Heiligkeit! 6Sein Zorn währt einen Augenblick, doch seine Gunst ein Leben lang. Wenn man am Abend auch weint, am Morgen ist die Freude wieder da.

7Ich dachte in meiner Zufriedenheit: „Was kann mir denn jemals geschehen?“ 8Denn deine Güte, Jahwe, stellte mich auf sicheren Grund. Doch dann verdecktest du dein Gesicht, und ich verlor allen Mut.

9Ich rufe zu dir, Jahwe! Meinen Herrn flehe ich an: 10Welchen Gewinn bringt dir mein Blut? Was nütze ich dir im Grab? Lobt dich vielleicht der Staub? Verkündigt er, wie treu du bist? 11Höre, Jahwe, und schenke mir Gunst! Sei du meine Hilfe, Jahwe!

12Nun hast du meine Trauer verwandelt in einen fröhlichen Tanz, mein Sackgewand entfernt und mich mit Freude umhüllt! 13Darum singt dir mein Herz und ist nicht mehr stumm. Jahwe, mein Gott, für immer danke ich dir!

In Gottes Händen geborgen

311Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David.

2Bei dir, o Jahwe, suche ich Schutz! Lass mich niemals enttäuscht von dir sein. Rette mich in deiner Gerechtigkeit! 3Leih mir dein Ohr, befreie mich schnell! Sei mir ein schützender Fels, eine rettende Burg! 4Ja, du bist Halt und Festung für mich. Führe mich, bring mich in Sicherheit! Denn das garantiert mir dein Name. 5Hol mich aus dem Netz, das sie mir heimlich legten, denn du bist…

Read in Logos
Psalm 23,1: DER HERR IST MEIN HIRTE, NICHTS WIRD MIR FEHLEN.

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Footnotes

  1. 1Jahwe. Andere schreiben: „Der Herr“. Siehe aber das Vorwort des Übersetzers zum Namen Gottes im Alten Testament.
  2. 2Mit dem Wehrstock, einer eisenbeschlagenen Keule, wurden Raubtiere abgewehrt, mit dem langen Hirtenstab die Schafe gelenkt.
  3. 3Wörtlich: Du salbst mir das Haupt mit Öl. Das gehörte damals zur Begrüßung eines Gastes, siehe Lukas 7,46.
  4. ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
  5. 1Der Libanon ist das „weiße Gebirge“ nördlich von Israel. Der Hermon ist der südliche Teil des sogenannten Antilibanon.
  6. 2Kadesch. Ort in der Wüste Zin südlich von Israel.