Psalm 56–57
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Vertrauen auf Gott
561Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verstummte Taube in der Ferne“. Ein Gedicht von David, als die Philister ihn in Gat festgenommen hatten.
2Sei mir gnädig, Gott! Denn Menschen schnappen nach mir. Den ganzen Tag bekriegen und bedrängen sie mich. 3Meine Feinde dringen ständig auf mich ein, viele bekämpfen mich von oben herab. 4Doch wenn ich Angst bekomme, vertraue ich auf dich.
5Auf Gott – ich lobe sein Wort –, auf Gott vertraue ich und habe keine Angst: Was könnte ein Mensch mir schon tun?
6Täglich zweifeln sie meine Worte an und überlegen, wie sie mir schaden. 7Sie liegen auf der Lauer, bespitzeln mich auf Schritt und Tritt, ja, sie bedrohen mein Leben. 8Sollen sie wirklich mit solcher Bosheit entkommen? Schmettere sie zornig zu Boden, Gott!
9Du zählst, wie oft ich fliehen muss und sammelst meine Tränen in deinen Krug.1 Steht das nicht alles in deinem Buch? 10Es weichen meine Feinde zurück, wenn ich rufe, denn ich weiß: Auf meiner Seite steht Gott.
11Auf Gott – ich lobe sein Wort –, auf Jahwe – ich lobe sein Wort –, 12auf Gott vertraue ich und habe keine Angst: Was könnte ein Mensch mir schon tun?
13Ich schulde dir, Gott, meine Gelübde, und ich werde meine Dankesschuld zahlen. 14Denn du hast mich vor dem Tod gerettet, meine Füße vor dem Sturz bewahrt, damit ich vor Gott im Licht des Lebens vorwärtsgehen kann.
Neue Gewissheit
571Dem Chorleiter. Nach der Melodie „Verdirb nicht!“. Ein Gedicht von David, als er vor Saul in die Höhle floh.
2Sei mir gnädig Gott, schenk mir dein Erbarmen, denn ich flüchte mich zu dir! Im Schatten deiner Flügel berge ich mich, bis das Verderben vorbeigegangen ist. 3Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, zu Gott, der meine Sache führt. 4Er schicke mir Hilfe vom Himmel, denn mein Verfolger hat mich verhöhnt. ♪ Gott sende seine Gnade und Wahrheit zu mir. 5Mir ist, als wäre ich von Löwen umringt, die gierig auf Menschenfleisch sind. Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, ihre Zunge ein geschliffenes Schwert.
6Zeig deine Hoheit am Himmel, Gott, deine Herrlichkeit über der Erde!
7Meinen Füßen hatten sie ein Netz gelegt, denn sie wollten mich beugen. Sie hatten mir eine Grube gegraben – und fielen selber hinein.♪ 8Gott, mein Herz ist nun fest und bereit. Ich will singen und spielen dazu. 9Wach auf, meine Seele! Harfe und Zither, wacht auf! Ich will das Morgenrot wecken. 10Ich will dich preisen, Herr, unter den Völkern, dir vor den Nationen lobsingen. 11Denn deine Gnade reicht bis zum Himmel hinauf und deine Wahrheit bis hin zu den Wolken.
12Zeig deine Hoheit am Himmel, Gott, deine Herrlichkeit über der Erde!
Footnotes
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden