Logos Bible Study

Sprüche 1–2

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1–9: Gelebte Weisheit

Einleitung

11Sprichwörter von Salomo Ben-David, dem König von Israel. 2Sie lehren Weisheit und Selbstbeherrschung, um guten Rat zu verstehen 3und Bildung zu erlangen, einen Sinn für Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit. 4Unerfahrenen geben sie Klugheit, jungen Menschen Wissen und Besonnenheit. 5Der Kluge hört zu und mehrt seine Kenntnis, der Erfahrene lernt Führungskunst, 6versteht Bildrede und Spruch, Rätsel der Weisen und ihr Wort.

7Mit Ehrfurcht vor Jahwe beginnt die Erkenntnis. Nur Narren verachten Weisheit und Zucht.

Warnung vor Verführung (Lektion 1)

8Höre, mein Sohn, auf die Mahnung deines Vaters, verwirf die Weisung deiner Mutter nicht! 9Denn sie bilden einen schönen Kranz für deinen Kopf und eine schmückende Kette für deinen Hals.

10Mein Sohn, wenn Sünder dich beschwatzen, dann geh nicht darauf ein! 11Wenn sie sagen: „Komm mit uns! Wir liegen im Hinterhalt und lauern auf Blut, wir stellen den Ahnungslosen nach, einfach so! 12Wir verschlingen sie wie der Tod; wir reißen sie aus dem Leben, befördern sie ins Grab! 13Ihr Hab und Gut gehört dann uns, und wir füllen unsere Häuser damit. 14Komm, schließ dich uns an, wir teilen die Beute gerecht!“

15Geh da nicht mit, mein Sohn! Gib dich nicht mit solchen ab! 16Denn sie haben nur Böses im Sinn und sind schnell zu einer Bluttat bereit. 17In den Augen aller Vögel ist das Fangnetz ohne Absicht bestreut1. 18Doch jene lauern auf ihr eigenes Blut, sie stellen dem eigenen Leben nach. 19Und so geht es jedem, der unehrlich reich werden will, sein Raub raubt dem Räuber das Leben.

20Die Weisheit ruft auf der Straße, auf den Plätzen erschallt ihre Stimme. 21Man hört sie im lärmenden Gewühl und auch an den Toren der Stadt: 22„Wie lange noch, ihr Grünschnäbel, liebt ihr Einfältigkeit, wie lange gefällt den Spöttern ihr Spott und hassen die Dummen Erkenntnis? 23Nehmt doch endlich meine Mahnung an! Dann lasse ich meinen Geist sprudeln und gebe meinen Worten freien Lauf. 24Immer wieder rief ich euch an, doch ihr habt gar nicht zugehört, habt die ausgestreckte Hand nicht beachtet, 25wolltet die Mahnung nicht hören und schlugt jeden Rat in den Wind. 26Doch wenn das Unglück kommt, werde ich lachen. Dann spotte ich über euch, 27wenn das, was ihr fürchtet, wie ein Sturm über euch kommt, wenn ihr bedrängt seid von Angst und Schrecken. 28Dann schreit ihr nach mir, doch ich antworte nicht, dann sucht ihr mich, doch ihr findet mich nicht. 29Weil sie die Einsicht hassten und es ablehnten, Jahwe zu ehren, 30weil sie meinen Rat nicht hören wollten und meine Mahnung verächtlich machten, 31darum sollen sie essen, was sie sich eingebrockt haben, sollen satt werden am eigenen Rat. 32Denn Sturheit bringt die Beschränkten um, die Dummen vernichtet ihre Sorglosigkeit. 33Doch wer auf mich hört, hat nichts zu befürchten, kann ohne Angst vor Unglück sein.“

Die Suche nach Weisheit (Lektion 2)

21Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir verwahrst, 2wenn du der Weisheit dein Ohr leihst und dem Verstehen zugeneigt bist, 3ja wenn du um Verstand betest und um Einsicht flehst, 4wenn du sie suchst wie Silber, ihnen nachspürst wie einem wertvollen Schatz, 5dann wirst du die Ehrfurcht begreifen, die man vor Jahwe haben muss, und wirst anfangen, Gott zu erkennen.

6Denn Jahwe gibt Weisheit, von ihm kommen Erkenntnis und Verstand. 7Den Aufrichtigen hält er Hilfe bereit, und für die Redlichen ist er ein Schild. 8Um die Wege des Rechts zu bewahren, beschützt er die, die ihm treu ergeben sind.

9Dann wirst du verstehen, was Recht und Gerechtigkeit ist, Aufrichtigkeit und ein guter Weg. 10Denn Weisheit wird in dein Herz einziehen und Erkenntnis beglückt deine Seele. 11Besonnenheit wacht über dir und Verständigkeit behütet dich.

12Das wird dich retten vor dem Weg des Bösen und vor dem, der die Wahrheit verdreht; 13vor denen, die den geraden Weg verlassen und auf finsteren Abwegen sind; 14vor denen, die sich freuen, Böses zu tun, die jubeln über böse Verkehrtheit, 15die krumme Wege gehen und deren Pfad nur in die Irre führt.

16Das wird dich retten vor der fremden Frau, der Verführerin, die dir schmeichelt, 17die den Vertrauten ihrer Jugend verlässt und den Bund ihres Gottes vergisst. 18Denn ihr Haus zieht dich zu den Toten, ihr Weg führt dich zu den Schatten hinab. 19Wer zu ihr einkehrt, kommt niemals zurück, die Wege zum Leben sind ihm versperrt.

20Darum geh du auf dem Weg der Guten und führe ein Leben, das Gott gefällt. 21Denn die Gerechten bewohnen das Land, und die Aufrichtigen bleiben darin. 22Aber die Gesetzlosen werden beseitigt, die Treulosen jätet man aus.

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Footnotes

  1. 1bestreut. D.h. mit Köder.