Psalm 20–22
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- LEB The Lexham English Bible
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- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
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Gebet für den König
201Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David.
2Jahwe gebe dir Antwort am Tag der Not. Der Name des Gottes Jakobs schütze dich. 3Er sende dir Hilfe vom Heiligtum her, unterstütze dich von Zion aus. 4Er möge an deine Speisopfer denken, nehme dein Brandopfer gnädig an. ♪ 5Er gebe dir, was dein Herz begehrt, er lasse deine Pläne gelingen. 6Dann wollen wir jubeln über dein Heil, im Namen unseres Gottes die Fahne erheben. Jahwe erfülle dir all deine Bitten!
7Jetzt weiß ich, dass Jahwe seinem Gesalbten hilft. Aus seinem heiligen Himmel erhört er ihn durch die Machttaten seiner rettenden Hand. 8Die einen denken an Wagen, andere an Pferde; wir aber denken an Jahwe, an den Namen von unserem Gott. 9Sie krümmen sich und fallen, wir aber stehen und halten stand. 10Hilf uns, Jahwe, du unser König! Erhöre unser Rufen noch am selben Tag!
Die Freude des Königs
211Dem Chorleiter. Ein Psalmlied von David.
2An deiner Macht, Jahwe, freut sich der König, über deine Hilfe jubelt er laut. 3Den Wunsch seines Herzens hast du ihm erfüllt, du schlugst ihm seine Bitte nicht ab. ♪ 4Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, hast ihm die Krone aus Gold aufgesetzt. 5Er bat dich um Leben, du hast es gegeben und noch unendlich viele Tage dazu. 6Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, mit Pracht und Hoheit umgibst du ihn. 7Du hast ihn zum ewigen Segen bestimmt, schenkst ihm die Freude deiner Gegenwart.
8Denn der König vertraut auf Jahwe. Durch die Güte des Höchsten steht er sicher und fest.
9Deine Hand spürt alle deine Feinde auf, deine Rechte trifft die, die dich hassen. 10Du wirst sie in lodernden Flammen vernichten, sobald du erscheinst. Dein Zorn, Jahwe, wird sie verschlingen; sie werden von Feuer verzehrt. 11Du fegst ihre Brut von der Erde weg, lässt sie aus der Menschheit verschwinden. 12Haben sie auch Böses gegen dich vor, verwegene Anschläge ersonnen, zustande bringen sie nichts. 13Denn du richtest den Bogen auf sie und jagst sie alle in die Flucht. 14Steh doch auf, Jahwe, in deiner Kraft! Dir wollen wir singen und mit Instrumenten preisen deine Macht.
Von Gott verlassen
221Dem Chorleiter. Nach der Weise „Hirschkuh im Morgenrot“. Ein Psalmlied von David.
2Mein Gott, mein Gott! Warum hast du mich verlassen? Warum bist du so weit weg? Du hörst mein Schreien nicht! 3Mein Gott, ich rufe am Tag, doch du antwortest nicht, ich rufe bei Nacht und finde nicht Ruh!
4O Heiliger du, der in Israels Lobliedern wohnt! 5Unsere Väter vertrauten auf dich, ja, deiner Rettung vertrauten sie. 6Sie riefen zu dir und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich, wurden niemals enttäuscht.
7Aber ich bin ein Wurm und kein Mann, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. 8Die mich sehen, spotten über mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf. 9„Er hat es auf Jahwe gewälzt, der mag ihn jetzt retten, er hat ja Gefallen an ihm!“
10Aus dem Mutterleib hast du mich gezogen, an der Brust meiner Mutter mich Vertrauen gelehrt. 11Du bist mein Schutz, seit mein Leben begann, und mein Gott von meiner Mutter Leib an. 12Bleib nicht fern von mir, denn die Not ist so nah, und keiner, der helfen kann, ist da!
13Gewaltige Stiere kreisen mich ein, von Büffeln aus Baschan3 bin ich umringt. 14Sie reißen die Mäuler gegen mich auf; raubgierige Löwen brüllen mich an. 15Ich bin ausgeschüttet wie Wasser und ausgerenkt sind meine Glieder. Mein Herz zerschmilzt wie Wachs, als ob es in meinen Gedärmen zerfließt. 16Meine Kraft ist vertrocknet, dürr wie ein Scherben. Meine Zunge klebt am Gaumen fest; und in den Staub des Todes legst du mich.
17Denn mich umlauert die Meute der Hunde. Übles Gesindel hat mich umringt und hat mir Hände und Füße durchbohrt. 18All meine Knochen könnte ich zählen. Sie stehen dabei und gaffen mich an. 19Meine Kleider teilen sie unter sich auf, und mein Gewand verfällt ihrem Los.
20O Jahwe, du, bleib mir nicht fern! Du, meine Stärke, hilf mir und beeile dich! 21Rette mich vor dem Schwert meiner Feinde, mein Leben aus der Gewalt dieser Hunde. 22Reiß mich aus dem Rachen des Löwen, von den Hörnern der Büffel ziehe mich weg.5
23Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden. Mitten in der Gemeinde lobe ich dich. 24Lobt Jahwe, alle, die ihr ihn fürchtet! Ihr Nachkommen Jakobs, bringt ihm das Lob! Israels Enkel, erschauert vor ihm! 25Denn er hat das Elend nicht gescheut, nicht verachtet den Bedürftigen; er hat sein Gesicht nicht abgewandt und hat seinen Schrei gehört.
26Von dir erzählt mein Lobgesang in der großen Gemeinde; vor denen mit Ehrfurcht vor dir, löse ich mein Ehrenwort ein. 27Die sich vor ihm beugen, werden essen bis zur Sättigung. Die Jahwe suchen, werden ihn rühmen. Ja, für immer lebe euer Herz auf!
28Es werden daran denken die Enden der Erde, zu Jahwe sich kehren die Völker der Welt und sich beugen vor ihm. 29Denn Jahwe gehört das Königtum. Er ist der Herrscher über jede Nation.
30Nur vor ihm beugen sich alle Großen der Erde; und alle, die in den Todesstaub sinken, knien vor ihm, alle, deren Leben zu Ende geht. 31Die Nachkommen werden ihm dienen / und einem neuen Geschlecht erzählen vom Herrn. 32Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit schildern dem Volk, das noch geboren wird; ja, er hat es vollbracht.
Fußnoten
- ♪steht für das hebräische Sela, das vielleicht mit Empor! wiedergegeben werden kann, aber nicht sicher zu übersetzen ist. Wahrscheinlich war es ein Zeichen für die Musik.
- 3Baschan. Sehr fruchtbare Hochebene östlich vom See Gennesaret.
- 5Büffel ziehe mich weg. Man kann den Text auch so auffassen, dass der Umschwung schon in diesem Versteil sichtbar wird. „… der Büffel. Du hast mich erhört.“
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden