Logos Bible Study

Psalm 115–118

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Gott allein gebührt die Ehre

1151Nicht uns, Jahwe, nicht uns, deinen Namen bringe zu Ehren! Denn du bist gnädig und treu. 2Warum dürfen Heidenvölker sagen: „Wo ist er denn, ihr Gott?“? 3Unser Gott ist im Himmel. Alles, was ihm gefällt, das tut er auch.

4Ihre Götzen sind ja nur Silber und Gold, Werke, von Menschen gemacht. 5Sie haben Münder, die nicht reden, Augen, die nicht sehen, 6Ohren, die nicht hören, und Nasen, die nicht riechen. 7Sie haben Hände, die nicht greifen, und Füße, die nicht gehen. Aus ihren Kehlen kommt kein Laut. 8Ihnen gleichen die, die sie machten, jeder, der auf sie vertraut.

9Israel, vertraue du auf Jahwe! Er ist dir Hilfe und schützender Schild. 10Ihr von Aarons Priesterschaft, vertraut auf Jahwe! Er ist euch Hilfe und schützender Schild. 11Und alle, die ihr Jahwe ehrt, vertraut auf Jahwe! Er ist euch Hilfe und schützender Schild. 12Jahwe denkt an uns und segnet uns. Er wird segnen das Volk Israel und segnen Aarons Priesterschaft. 13Jahwe wird jeden segnen, der ihn ehrt, den Kleinen genauso wie den Großen.

14Jahwe möge euch mehren, euch und eure Kinder. 15Ihr seid gesegnet von Jahwe, der Himmel und Erde gemacht hat. 16Der Himmel gehört Jahwe, aber die Erde hat er den Menschen anvertraut. 17Die Toten loben Jahwe nicht, sie gingen ins Schweigen hinab. 18Doch wir, wir loben Jahwe von jetzt an bis in Ewigkeit: Halleluja!

Dank für die Rettung vor dem Tod

1161Ich liebe Jahwe, denn er hörte meine Stimme, hat mein flehendes Rufen gehört. 2Er neigte sein Ohr und hörte mir zu. Solange ich lebe, verkünde ich das. 3Gefangen war ich in Stricken des Todes, getroffen von den Schrecken seiner Macht, versunken in Elend und Angst. 4Da rief ich den Namen Jahwes an: „Ach, Jahwe, rette mein Leben!“

5Jahwe ist gnädig und gerecht, ja voller Erbarmen ist unser Gott. 6Jahwe beschützt den Unerfahrenen. Ich war schwach, doch er rettete mich. 7Beruhige dich, meine Seele, denn Jahwe hat dir Gutes getan. 8Ja, du hast mein Leben vom Tod gerettet, meine Augen von Tränen und meinen Fuß vom Sturz. 9Ich darf am Leben bleiben und fortleben in der Nähe Jahwes.

10Ich habe ihm immer vertraut, obwohl ich sagte: „Ich bin am Boden zerstört!“ 11Voller Bestürzung rief ich aus: „Diese Menschen sind allesamt Lügner!“ 12Wie kann ich Jahwe vergelten, was er mir Gutes tat? 13Den Becher der Rettung will ich erheben und anrufen den Namen Jahwes. 14Meine Versprechen löse ich vor Jahwe ein, vor seinem ganzen Volk will ich es tun.

15Kostbar für Jahwe sind Menschen, die ihn lieben. Dem Tod gibt er sie nicht so einfach hin. 16Ach, Jahwe, ich bin doch dein Knecht, ich diene dir, wie schon meine Mutter es tat! Meine Fesseln hast du gelöst. 17Opfer des Lobes will ich dir bringen, anrufen den Namen Jahwes. 18Meine Versprechen löse ich vor Jahwe ein, vor seinem ganzen Volk will ich es tun, 19in den Vorhöfen des Hauses Jahwes, Jerusalem, mitten in dir. Halleluja!

Alle Völker, lobt Jahwe!

1171Alle Nationen, lobt Jahwe! All ihr Völker, rühmt ihn! 2Denn machtvoll ist seine Gnade über uns, und ewig währt die Treue Jahwes. Halleluja!

Gemeinsamer Dank

1181Dankt Jahwe, denn er ist freundlich, seine Gnade hört nie auf! 2Ganz Israel rufe: „Seine Gnade hört nie auf!“ 3Das Haus Aaron bekenne: „Seine Gnade hört nie auf!“ 4Die ihr Jahwe fürchtet, sagt: „Seine Gnade hört nie auf!“

5In Bedrängnis schrie ich zu Jah, Befreiung war seine Antwort. 6Jahwe steht mir bei. Ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir schon tun? 7Jahwe steht zu mir, er ist es, der mir hilft. Dann sehe ich auf alle herab, die mich hassen. 8Auf Jahwe zu vertrauen ist besser, als auf Menschen zu bauen. 9Ja, es ist besser auf Jahwe zu vertrauen, als auf staatliche Hilfen zu schauen.

10Feindliche Völker kreisten mich ein, ich trieb sie zurück im Namen Jahwes. 11Sie umringten mich, sie schlossen mich ein, doch ich wehrte sie ab im Namen Jahwes. 12Wie ein Schwarm von Bienen umschwirrten sie mich, doch schnell wie ein Dornenfeuer gingen sie ein. Und ich wehrte sie ab im Namen Jahwes. 13Ich wurde gestoßen, man wollte meinen Sturz, doch Jahwe richtete mich auf.

14Er ist meine Stärke und Jah ist mein Gesang, er ist mir zur Rettung geworden. 15Hört die jubelnden Stimmen, die Lieder des Heils, sie kommen aus dem Zelt der Gerechten: „Jahwe hat uns seine Macht gezeigt! 16Jahwes Hand ist siegreich erhoben! Jahwe hat uns seine Macht gezeigt!“ 17Ich werde nicht sterben, sondern darf leben und erzählen die Taten Jahwes. 18Wohl hat mich Jahwe geschlagen, doch dem Tod übergab er mich nicht.

19Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit3! Ich will eintreten und loben Jahwe. 20Dies ist das Tor zu Jahwe. Die Gerechten ziehen hier ein. 21Ich will dich loben, du hast mich erhört! Du bist mein Retter geworden! 22Der Stein, den die Fachleute verwarfen, der ist zum Eckstein4 geworden. 23Das hat Jahwe bewirkt, ein Wunder vor unseren Augen.

24Dies ist der Tag, den Jahwe gemacht hat; freuen wir uns und seien fröhlich an ihm. 25Hilf doch, Jahwe! Jahwe, gib uns Gelingen! 26Gesegnet sei, der kommt im Namen Jahwes; vom Haus Jahwes aus segnen wir euch! 27Jahwe ist Gott, sein Licht leuchtet uns. Schwingt mit Zweigen beim Reigen bis hin zu den Hörnern6 am Altar. 28Du bist mein Gott, dir will ich danken, mein Gott, mit Lob will ich dich ehren.

29Dankt Jahwe, denn er ist freundlich, seine Gnade hört nie auf!

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Footnotes

  1. 3Tore der Gerechtigkeit. Offenbar die Tore des Tempels.
  2. 4Eckstein. Großer behauener Stein, der zwei aneinanderstoßende Mauern eines Gebäudes verbindet.
  3. 6Hörnern. Die vier Ecken des Brandopferaltars waren wie Hörner nach oben gezogen; Sinnbild göttlicher Macht.