Hiob 28,1–11
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Weisheit nur durch Gottesfurcht
281„Das Silber hat seinen Fundort, das Gold eine Stätte, wo man es wäscht. 2Eisen holt man aus der Erde, Kupfer schmilzt man aus Gestein. 3Man setzt der Finsternis ein Ende; bis in die letzten Winkel stößt man vor; aus tiefem Dunkel holt man das Gestein. 4Man teuft1 einen Schacht von da aus, wo man wohnt. Und dort, wo kein Wanderer vorüberzieht, baumeln und schweben sie fern von den Menschen. 5Oben auf der Erde sprosst das Getreide, und unten wird sie wie von Feuer zerwühlt. 6Ihre Steine bergen den Saphir, auch Goldstaub findet sich dort. 7Kein Adler kennt diesen Pfad, kein Habicht hat ihn je erblickt; 8nie betrat ihn ein wildes Tier, kein Löwe ging je dort entlang. 9An harten Stein hat man die Hand gelegt, vom Fuß der Berge aus wühlt man sie um 10und treibt Stollen in die Felsen vor. Kostbares hat das Auge erblickt. 11Die Wasseradern hat man eingedämmt. Verborgenes zieht man ans Licht.
Footnotes
- 1Teufen ist ein Wort aus der Bergmannssprache und bezeichnet die Herstellung von senkrechten Hohlräumen in der Erde zum Abbau von Bodenschätzen, wozu die Bergleute damals hinabgelassen wurden.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden