Hiob 19–20
Neue evangelistische ÜbersetzungAndere Übersetzungen
Deutsch
Arabisch
Chinesisch (traditionell)
Chinesisch (vereinfacht)
Englisch
- DARBY 1890 Darby Bible
- ASV American Standard Version
- AV 1873 The Cambridge Paragraph Bible of the Authorized English Version
- CSB Christian Standard Bible
- D-R Douay-Rheims Bible
- ESV English Standard Version
- GW GOD’S WORD Translation
- GNB Good News Translation
- HCSB The Holman Christian Standard Bible
- KJV 1900 King James Version
- LSB Legacy Standard Bible
- LEB The Lexham English Bible
- MSG The Message: The Bible in Contemporary Language
- NET The NET Bible
- NASB95 New American Standard Bible (1995)
- NCV New Century Version
- NIrV New International Reader’s Version (1998)
- NIV New International Version (2011)
- NKJV The New King James Version
- NLT New Living Translation
- NRSVue New Revised Standard Version: Updated Edition
- RSV The Revised Standard Version
- RSVCE The Revised Standard Version, Catholic Edition
- YLT Young’s Literal Translation
Französisch
Hebräisch
Italienisch
Koreanisch
Latein
Portugiesisch
Russisch
Spanisch
Tschechisch
Ungarisch
Hiob: Ihr tut mir Unrecht!
191Da erwiderte Hiob:
2„Wie lange wollt ihr mich quälen, mich mit Worten zerschlagen? 3Schon zehnmal habt ihr mich beschimpft und schämt euch nicht, mich zu misshandeln! 4Und hätte ich wirklich geirrt, müsste ich das selber ertragen. 5Müsst ihr denn so großtun gegen mich und mir meine Schmach beweisen?“
Gott behandelt mich als Feind
6„Seht doch ein, dass Gott mir Unrecht tut, dass er sein Fangseil um mich zieht. 7Ich schreie: ‚Gewalt!‘, aber niemand hört. Ich rufe um Hilfe, doch da ist kein Recht. 8Er hat mir den Weg verbaut, ich kann nicht weiter. Meine Pfade hüllt er mit Finsternis ein. 9Er zog mir meine Ehre aus und nahm mir die Krone vom Kopf. 10Er hat mich ringsum niedergebrochen, so dass ich vergehe. Meine Hoffnung riss er aus wie einen Baum. 11Seinen Zorn ließ er gegen mich lodern und hat mich zu seinen Feinden gezählt. 12Geschlossen rückten seine Scharen an, bahnten ihren Weg gegen mich und lagerten sich rings um mein Zelt.“
Er hat mir Verwandte und Freunde entfremdet
13„Meine Brüder hat er von mir entfernt, Bekannte kennen mich nicht mehr. 14Meine Verwandten halten sich fern, meine Freunde vergessen mich. 15Den Gästen meines Hauses1 und meinen Mägden bin ich wie ein Fremder, ein Ausländer bin ich für sie. 16Ich rufe den Sklaven, er gibt keine Antwort; ich muss ihn anflehen mit eigenem Mund. 17Meiner Frau ist mein Atem zuwider, meinen Geschwistern mein Gestank. 18Selbst Kinder lachen über mich, verhöhnen mich, wenn ich aufstehen will. 19All meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, haben sich gegen mich gestellt. 20Nur Haut und Knochen bin ich noch, nur das nackte Leben brachte ich davon. 21Habt Erbarmen, Erbarmen mit mir, meine Freunde! Was mich zu Boden schlug, war Gottes Hand. 22Warum verfolgt ihr mich wie Gott, bekommt nicht genug davon, mich zu zerfleischen?“
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!
23„Ich wünschte, jemand schriebe meine Worte auf, zeichnete sie auf in ein Buch, 24mit eisernem Griffel in Blei, in den Felsen gehauen auf ewig!
25Doch ich weiß, dass mein Erlöser lebt, er steht am Schluss über dem Tod. 26Nachdem meine Haut so sehr zerschunden ist, schaue ich Gott auch ohne mein Fleisch. 27Ihn selbst werde ich sehen, ja, meine Augen schauen ihn an; er wird kein Fremder für mich sein. Ich sehne mich von Herzen danach.“
Seht euch vor!
28„Wenn ihr überlegt: ‚Wie können wir ihn verfolgen, wie finden wir den Grund seines Übels?‘ 29Dann fürchtet euch selbst vor dem Schwert! Denn Zorn wird mit dem Schwert bestraft, damit ihr wisst: Es gibt ein Gericht.“
Zweite Rede des Zofar: Es drängt mich zur Antwort
201Da entgegnete Zofar von Naama:
2„Darauf antworten mir meine Gedanken, und deswegen stürmt es in mir. 3Ich höre, wie man mich tadelt und schmäht, doch aus Einsicht erwidert mein Geist.“
Der Böse nimmt ein böses Ende
4„Weißt du nicht, dass immer schon, seit es Menschen auf der Erde gibt, 5der Jubel der Gottlosen kurz ist, die Freude der Bösen keinen Augenblick bleibt? 6Reicht sein Stolz auch in den Himmel, kommt er mit dem Kopf bis an die Wolken, 7wird er vergehen wie sein eigener Kot. Die ihn sahen, fragen: ‚Wo ist er?‘ 8Wie ein Traum löst er sich unauffindbar auf, wie ein weggescheuchtes Nachtgesicht. 9Das Auge sah ihn und sieht ihn nicht wieder, seine Stätte erblickt ihn nicht mehr. 10Seine Kinder müssen den Armen Entschädigung zahlen und seine Hände den Raub erstatten. 11Seine Glieder waren voll Jugendkraft, nun liegen sie mit ihm im Staub.
12Schmeckt das Böse in seinem Mund süß, wenn er es unter der Zunge verbirgt, 13es aufspart und nicht loslassen will, es im Gaumen zurückhält, 14so wird seine Speise im Leib verwandelt, in seinem Inneren zu Natterngift. 15Reichtum hat er verschlungen, nun erbricht er ihn wieder, aus seinem Bauch treibt Gott ihn heraus. 16Was er sog, ist Viperngift, die Vipernzunge tötet ihn. 17Er darf sich nicht an Bächen freuen, an Strömen von Honig und Milch. 18Das Errungene gibt er zurück, er darf es nicht verschlingen. Den Reichtum, den er erwarb, den kann er nicht genießen.
19Denn er knickte die Armen und ließ sie liegen, raubte ein Haus und baute es nicht aus. 20Weil sein Bauch ihm keine Ruhe gab, entkommt er mit seinen Schätzen nicht. 21Nichts entging seiner Fressgier, darum hat sein Gut keinen Bestand. 22Trotz großem Reichtum wird ihm Angst, die Wucht des Leidens wird über ihn kommen.
23Gott fülle ihm den Bauch mit seinem glühendem Zorn, dass er als sein Brot auf ihn regne. 24Flieht er vor den eisernen Waffen, durchbohrt ihn der eherne Bogen. 25Zieht er sich den Pfeil aus dem Rücken, aus der Galle die blitzende Klinge, kommt das Grauen über ihn. 26Nur Finsternis ist für ihn aufgespart; es frisst ihn ein Feuer, das niemand angeblasen hat; es verzehrt, was übrig blieb in seinem Zelt. 27Der Himmel enthüllt seine Schuld, die Erde steht gegen ihn auf. 28Der Wohlstand seines Hauses fährt dahin, wenn Gottes Zorn wie eine Sturzflut kommt. 29So sieht das Schicksal gottloser Menschen aus, Gott spricht ihnen dieses Erbe zu.“
Fußnoten
- 1Gäste meines Hauses. Gemeint sind Schutzbefohlene, vielleicht Ausländer, die auf Hiobs Schutz angewiesen waren.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden