Logos Bible Study

Sacharja 1–2

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

1–6: Das Wort in Visionen

Kehrt um, denn Gott kehrt zurück (1)

Der Ruf zur Umkehr

11Es war im November1 des zweiten Regierungsjahrs von Darius, als der Prophet Sacharja Ben-Berechja, der Enkel Iddos, eine Botschaft Jahwes erhielt: 2„Jahwe ist sehr zornig über eure Vorfahren gewesen. 3Nun sollst du dem Volk aber sagen: ‚So spricht Jahwe, der Allmächtige:3 Kehrt um zu mir, dann werde auch ich zu euch umkehren! Das versichere ich, Jahwe, der allmächtige Gott! 4Folgt nicht dem Beispiel eurer Väter! Die Propheten damals hatten sie immer wieder in meinem Namen aufgefordert, ihr verkehrtes Leben zu ändern und mit ihrem bösen Tun Schluss zu machen. Aber eure Vorfahren gehorchten überhaupt nicht, sie achteten nicht einmal auf mich, spricht Jahwe. 5Wo sind nun eure Väter? Und die Propheten, leben sie vielleicht ewig? 6Doch meine Worte und meine Gebote, die ich durch meine Diener, die Propheten, verkündigen ließ – haben die sich etwa nicht an euren Vätern erfüllt? Ja, dann kehrten sie um und mussten zugeben: Jahwe, der allmächtige Gott, hat genau das kommen lassen, was er uns angedroht hatte. Unser Leben und unsere Taten haben es so verdient.‘ “

Der Reiter (1. Vision)

7Am 24. Februar des folgenden Jahres erhielt der Prophet Sacharja wieder eine Botschaft Jahwes. Er berichtet: 8Ich hatte in dieser Nacht eine Vision: Zwischen den Myrtenbüschen5, die im Talgrund wachsen, war plötzlich ein Reiter zu sehen, der sein rotes Pferd zügelte. Hinter ihm konnte man rote, fuchsige und weiße Pferde erkennen. 9„Mein Herr, was bedeutet das alles?“, fragte ich den Engel, der mir zur Seite stand. „Ich werde es dir gleich zeigen“, erwiderte er. 10Da sagte der Mann, der zwischen den Myrten gehalten hatte: „Diese Reiter hier hat Jahwe ausgeschickt, um die Erde zu erkunden.“ 11Die Reiter meldeten dem Engel Jahwes, dem, der zwischen den Myrten gehalten hatte: „Wir haben die ganze Erde durchzogen, und überall herrscht Ruhe.“ 12Da rief dieser: „Jahwe, du allmächtiger Gott, schon 70 Jahre lang lastet dein Zorn auf Jerusalem und den anderen Städten Judas. Wann wirst du dich über sie erbarmen?“ 13Jahwe gab dem Engel, der mir zur Seite stand, eine gute, tröstliche Antwort. 14Daraufhin sagte dieser zu mir: „Verkünde den Leuten: ‚So spricht Jahwe, der Allmächtige: Ich brenne vor Liebe zu Jerusalem und dem Berg Zion. 15Doch den selbstherrlichen Völkern gilt mein glühender Zorn. Sie sollten meinem Volk zwar eine Lehre erteilen, aber sie wollten es gleich ganz vernichten. 16Darum wende ich mich Jerusalem wieder liebevoll zu. Mein Haus soll in der Stadt aufgebaut werden und ganz Jerusalem wird eine große Baustelle sein. Das versichert Jahwe, der allmächtige Gott.‘ 17Und weiter sollst du verkünden: ‚So spricht Jahwe, der Allmächtige: In den Städten meines Volkes soll es wieder Überfluss an allen guten Dingen geben. Zion werde ich trösten, und Jerusalem wird wieder meine Stadt sein!‘ “

Jahwe wird wieder in Jerusalem wohnen (2)

Die Hörner (2. Vision)

21Als ich aufblickte, sah ich auf einmal vier Hörner1. 2Ich fragte den Engel, der mir zur Seite stand: „Was hat es damit auf sich?“ Er erklärte: „Das sind die Mächte, die Juda, Israel und Jerusalem ‹niedergeworfen und ihre Bewohner› zerstreut haben.“ 3Dann ließ Jahwe mich vier kräftige Handwerker sehen, 4und ich fragte: „Wozu sind die da?“ Er sagte: „Sie sollen die Hörner abschlagen, die Juda derartig zerstreut haben, dass niemand mehr den Kopf zu heben wagte. Sie sind gekommen, um die Völker, die sich gegen Juda erhoben haben, in Schrecken zu versetzen und ihre Macht zu zerschlagen.“

Die feurige Mauer (3. Vision)

5Dann sah ich einen Mann mit einem Bandmaß in der Hand 6und fragte ihn: „Wohin gehst du?“ – „Ich will Jerusalem ausmessen“, erwiderte er. „Ich will sehen, wie breit und lang die Stadt werden soll.“ 7Da trat auf einmal der Engel, der mir zur Seite stand, nach vorn und ein anderer Engel kam ihm entgegen. 8Dieser sagte zu ihm: „Lauf und sag dem jungen Mann dort2: ‚Jerusalem wird eine offene Stadt ohne Mauern sein und von Menschen und Tieren überquellen.‘ 9Jahwe sagt: ‚Ich selbst werde eine feurige Mauer rings um sie sein und mittendrin ist meine Herrlichkeit.‘ “

10„Auf, auf! Flieht aus dem Land im Norden!“, sagt Jahwe. „Denn ich habe euch nach allen vier Himmelsrichtungen hin Platz geschaffen. 11Auf, ihr Zionsleute3! Rettet euch aus Babylon!“ 12So spricht Jahwe, der Allmächtige: „Die Herrlichkeit selbst hat mich zu den fremden Völkern geschickt, die euch ausgeplündert haben. – Denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an! – 13Ja, ich erhebe meine Hand gegen sie. Sie sollen eine Beute ihrer eigenen Sklaven werden. Daran werdet ihr erkennen, dass Jahwe, der allmächtige Gott, mich zu euch gesandt hat.“

14„Freut euch und jubelt, ihr Bewohner der Zionsstadt!“, sagt Jahwe. „Denn ich werde kommen und mitten unter euch wohnen. 15Dann werden viele Völker sich zu Jahwe bekennen und so auch zu meinem Volk gehören. Und ich wohne mitten unter euch. Wenn das geschieht, werdet ihr erkennen, dass Jahwe, der allmächtige Gott, mich zu euch gesandt hat.“ 16Jahwe wird Juda in Besitz nehmen. Es wird sein Erbteil im Heiligen Land sein. Und Jerusalem wird wieder ganz seine Stadt. 17Seid still, ihr Menschen, vor Jahwe! Denn er kommt schon aus seiner heiligen Wohnung!

Read in Logos

Footnotes

  1. 1November. Wörtlich: im 8. Monat. Zum Datum siehe unter Schaltmonat im Vorwort des Übersetzers.
  2. 3der Allmächtige. Hebräisch: Zebaoth, das heißt „Heere“ oder „Kriege“. In der wird der Begriff immer mit „pantokrator“ = „Allherrscher“ oder „Allmächtiger“ wiedergegeben.
  3. 5Myrtenbusch. Immergrüner bis zu 2 Meter hoher Busch mit duftenden Blättern, blüht im Sommer.
  4. 1Hörner. Symbole für Macht und Stolz.
  5. 2junger Mann dort. Vermutlich ist hier Sacharja gemeint, der diese Botschaft dem Volk weitergeben soll.
  6. 3Zionsleute. Einwohner Jerusalems, die noch in Babylon geblieben sind.