Psalm 78,14–40
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14Am Tag führte er sie mit einer Wolke, die ganze Nacht mit einem Feuerschein. 15Er spaltete Felsen in der Wüste, aus Wasserfluten durften sie trinken. 16Er ließ Bäche aus den Felsen kommen, das Wasser floss in Strömen herab.
17Doch sie hörten mit Sündigen in der Wüste nicht auf, zeigten dem Höchsten nur ihren Trotz. 18Sie forderten Gott heraus und verlangten Speise nach ihrem Geschmack. 19Sie redeten gegen Gott. „Ist Gott denn fähig“, sagten sie, „uns einen Tisch in der Wüste zu decken? 20Den Felsen hat er zwar geschlagen, da floss auch Wasser und Bäche strömten heraus. Aber kann er uns auch Brot besorgen, kann er Fleisch verschaffen seinem Volk?“ 21Als Jahwe das hörte, wurde er zornig. Feuer flammte gegen Jakob auf, ein Zorn entbrannte gegen Israel; 22denn sie hatten ihrem Gott nicht vertraut und nicht auf seine Hilfe gebaut.
23Trotzdem gab er den Wolken Befehl und öffnete die Tore des Himmels. 24Er ließ Manna auf sie regnen zur Speise, gab ihnen Himmels-Getreide. 25Sie alle aßen das Brot der Engel. Gottes Speise machte sie satt. 26Am Himmel setzte er den Ostwind frei und zwang den Südwind heran. 27Dann ließ er Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vögel wie den Sand am Meer. 28Mitten ins Lager ließ er sie fallen, rings um Israels Zelte. 29Da aßen sie und wurden völlig satt. Er brachte ihnen, was sie verlangten. 30Doch ihre Gier war noch nicht gestillt, noch war die Speise in ihrem Mund, 31da wurde Gott zornig über sie. Er streckte ihre Stärksten nieder und brachte die jungen Männer Israels um.
32Aber trotzdem sündigten sie weiter und vertrauten seinen Wundern nicht. 33Da nahm er ihrem Leben den Sinn und ließ ihre Jahre in Schrecken vergehen. 34Doch wenn er tötete, fragten sie nach ihm; dann kehrten sie um und suchten nach Gott. 35Dann dachten sie, er sei doch ihr Fels, Gott, der Höchste, sei ihr Befreier. 36Doch wieder betrogen sie ihn mit ihrem Mund, belogen ihn weiter mit ihrer Zunge. 37Denn ihr Herz hing nicht an ihm, sie blieben seinem Bund nicht treu. 38Trotzdem blieb er voll Erbarmen, vergab ihre Schuld und tötete sie nicht. Oft hielt er seinen Zorn zurück und ließ seine Wut nicht erwachen. 39Er wusste ja, dass sie vergänglich sind, ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt.
40Wie oft haben sie ihm in der Wüste getrotzt, wie oft ihn dort in der Steppe betrübt!
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden