Psalm 106,6–27
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6Wir haben gesündigt wie unsere Väter; wir haben Unrecht getan, gottlos gehandelt. 7Unsere Väter in Ägypten verstanden deine Wunder nicht, sie vergaßen die vielen Beweise deiner Gunst. Schon am Schilfmeer widerstrebten sie dir. 8Doch seinetwegen rettete er sie, um seine Macht zu erweisen. 9Er bedrohte das Schilfmeer, da wurde es trocken. Durch die Fluten ließ er sie ziehen wie durch eine Wüste. 10Er rettete sie vor dem Zugriff des Hassers, erlöste sie aus feindlicher Gewalt. 11Das Wasser bedeckte ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb übrig. 12Da vertrauten sie seinen Worten, besangen wiederholt seinen Ruhm. 13Doch schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat. 14In der Wüste wuchs dann ihre Gier, in der Öde versuchten sie Gott. 15Da gab er ihnen, was sie verlangten und schickte ihnen die Schwindsucht.
16Im Lager wurden sie neidisch auf Mose, auch auf Aaron, den Heiligen Jahwes. 17Da wurde Datan von der Erde verschlungen, die Gruppe Abirams von Erdreich bedeckt. 18Feuer flammte in ihrer Rotte auf und verzehrte die rebellische Schar. 19Sie machten ein Stierkalb am Horeb, beugten sich vor einem gegossenen Bild. 20Sie vertauschten den, der ihre Herrlichkeit war, mit dem Bild eines Gras fressenden Rinds. 21Sie vergaßen Gott, ihren Retter, seine großen Taten in Ägypten, 22seine Wunder im Land der Nachkommen Hams, seine furchterregenden Zeichen am Schilfmeer. 23Jetzt wollte Gott sie zerschmettern, wäre da nicht Mose, sein Erwählter, gewesen. Der trat in die Bresche vor ihm, um abzuwenden seinen lodernden Zorn und sie nicht zu vernichten.
24Dann verschmähten sie das herrliche Land, denn sie glaubten Gottes Worten nicht. 25Sie murrten in ihren Zelten, hörten nicht auf die Stimme Jahwes. 26Da erhob er seine Hand zum Schwur gegen sie, um sie in der Wüste niederzuschlagen 27und ihre Nachkommen unter die Völker zu werfen, in fremde Länder zerstreut.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden