Logos Bible Study

Matthäus 21,1–22

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21–23: Die Vorstellung des Königs

Seine Autorität (21)

Triumphzug nach Jerusalem

211Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, kurz vor Betfage1 am Ölberg, schickte Jesus zwei Jünger voraus. 2„Geht in das Dorf“, sagte er, „das ihr dort vor euch seht! Gleich wenn ihr hineingeht, werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie her. 3Sollte jemand etwas zu euch sagen, dann antwortet einfach: ‚Der Herr braucht sie und wird sie nachher gleich wieder zurückbringen lassen.‘ “ 4Das geschah, weil sich erfüllen sollte, was der Prophet gesagt hat:

5„Sagt der Tochter Zion2: ‚Dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und reitet auf einem Esel, und zwar auf dem Fohlen, dem Jungen des Lasttiers.‘ “3

6Die beiden machten sich auf den Weg und führten alles so aus, wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte. 7Sie brachten die Eselin und das Fohlen. Dann legten sie ihre Umhänge4 über die Tiere, und er setzte sich auf das Fohlen. 8Sehr viele Menschen breiteten jetzt ihre Umhänge auf dem Weg aus, andere hieben Zweige von den Bäumen ab und legten sie auf den Weg. 9Die Leute, die vorausliefen, und auch die, die Jesus folgten, riefen: „Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Hosianna, Gott in der Höhe!“ 10Als Jesus in Jerusalem einzog, ging es wie ein Beben durch die ganze Stadt, und man fragte: „Wer ist das?“ 11Die Menge, die Jesus begleitete, antwortete: „Das ist der Prophet, es ist Jesus aus Nazaret in Galiläa.“

Tempelreinigung

12Jesus ging in den Tempel und fing an, die Händler und die Leute, die bei ihnen kauften, hinauszujagen. Die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenverkäufer stieß er um 13und rief: „Die Schrift sagt: ‚Mein Haus soll ein Ort des Gebets sein, aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‘“ 14Als er im Tempel war, kamen Blinde und Gelähmte zu ihm, und er machte sie gesund. 15Als die Hohen Priester und Gesetzeslehrer die Wunder sahen, die er tat, und den Jubel der Kinder hörten, die im Tempel riefen: „Hosianna dem Sohn Davids!“, wurden sie wütend 16und sagten zu Jesus: „Hörst du, was die da schreien?“ – „Gewiss“, erwiderte Jesus, „aber habt ihr denn nie gelesen: Aus dem Mund von Kindern und Säuglingen schaffst du dir Lob?“7 17Er ließ sie stehen und ging aus der Stadt nach Betanien8, um dort zu übernachten.

Vollmacht von Gott

18Als er am Morgen in die Stadt zurückkehrte, hatte er Hunger. 19Da sah er einen einzelnen Feigenbaum am Weg stehen. Er ging auf ihn zu, fand aber nur Blätter daran.9 Da sagte Jesus zu dem Baum: „Nie wieder sollst du Früchte tragen!“ Und augenblicklich verdorrte der Feigenbaum. 20Als die Jünger das sahen, fragten sie erstaunt: „Wie konnte der Feigenbaum so plötzlich verdorren?“ 21Jesus antwortete: „Ich versichere euch: Wenn ihr Gottvertrauen habt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur das tun, was ich mit dem Feigenbaum getan habe; ihr könnt dann sogar zu diesem Berg hier sagen: ‚Heb dich hoch und stürz dich ins Meer!‘, und es wird geschehen. 22Alles, was ihr im vertrauensvollen Gebet verlangt, werdet ihr bekommen.“

Read in Logos
Matthew 21:9: Hosanna to the Son of David! Blessed is the one who comes in the name of the Lord! Hosanna in the highest!

Footnotes

  1. 1Betfage. „Haus der unreifen Feigen“, Dorf am östlichen Abhang des Ölbergs, 1,5 km von Jerusalem entfernt.
  2. 2Zion. Einer der Hügel von Jerusalem, oft als Bezeichnung für die ganze Stadt gebraucht.
  3. 4Umhänge oder: Mäntel. Großes quadratisches Stück festen Stoffs, das über dem Untergewand (eine Art Hemd, das bis zu den Knien reichte) getragen wurde. Man konnte auch Gegenstände darin tragen, und die Armen, z.B. Hirten, wickelten sich nachts darin ein.
  4. 8Betanien. „Haus des Ananja“, 3 km östlich von Jerusalem, einer der drei Orte, in denen nach der Tempelrolle von Qumran Aussätzige wohnen sollten.
  5. 9nur Blätter daran Jesus suchte nach den kleinen, trockenen „Vorfeigen“ (paggim), die aus Blütenanlagen des Vorjahres entstehen und schon Anfang April unter den neuen Trieben des Baumes zu finden sind. Sie werden dann abgeworfen, wenn später an der gleichen Stelle die sogenannten „Frühfeigen“ (bikkurah) wachsen, die Anfang Juni reif sind. Im August sind dann die Feigen reif, die an den neuen Trieben gewachsen sind (tena).

Cross references

  1. 3Sacharja 9,9; Jesaja 62,11.
  2. 7Psalm 8,3