Jesaja 65,8–16
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8So spricht Jahwe: „Wie man von einer Traube sagt, in der noch Saft enthalten ist: ‚Wirf sie nicht weg, ein Segen ist in ihr!‘, so will ich um meiner Diener willen tun und nicht das Ganze verwerfen. 9Auch künftig wird Jakob Nachkommen haben und Juda Erben für mein Bergland. Die von mir Erwählten sollen es erben, und die mir dienen, wohnen dort. 10Schafe weiden wieder in der Ebene Scharon und Rinder lagern im Tal Achor für mein Volk, das wieder nach mir fragt. 11Doch ihr, die ihr Jahwe verlasst, den Berg meines Heiligtums vergesst, die ihr einen Tisch für Gad, den Glücksgott, deckt und der Schicksalsgöttin Meni4 Wein in den Mischkrug füllt: 12Das Schwert ist euch als Schicksal bestimmt; kniet euch nur zum Abschlachten hin! Denn ich hatte gerufen, aber ihr gabt keine Antwort, ich hatte geredet, aber ihr habt nicht gehört, sondern habt gerade das getan, was vor mir böse ist, habt gerade das erwählt, was mir missfällt.“ 13Darum spricht Jahwe, der Herr: „Meine Diener bekommen zu essen, doch ihr müsst hungern; meine Diener haben zu trinken, doch ihr werdet durstig sein; meine Diener werden glücklich sein, doch ihr werdet beschämt; 14meine Diener werden jubeln vor Freude, doch ihr werdet schreien vor Qual und heulen vor lauter Verzweiflung. 15Und euer Name wird nur als Fluchwort für meine Erwählten bleiben: ‚Jahwe, der Herr, möge dich töten wie diese!‘ Doch meine Diener bekommen einen anderen Namen, 16dass dann, wenn man sich Segen wünscht im Land, man sich segnet bei dem treuen und wahrhaftigen Gott; und wenn man im Land schwört, schwört man bei Gott, der die Wahrheit ist. Dann werden die früheren Nöte vergessen und meinen Augen entschwunden sein.
Footnotes
- 4Gad und Meni stehen auch für die Planeten Jupiter und Venus.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden