Logos Bible Study

Zefanja 1–2

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1: Jahwes Tag und die Juden

11In der Regierungszeit von Joschija Ben-Amon kam das Wort Jahwes zu Zefanja Ben-Kuschi, einem Enkel von Gedalja, dessen Vorfahren Amarja und der König Hiskija von Juda waren.

2„Ich raffe, raffe alles weg, was auf der Erde lebt“, spricht Jahwe. 3„Menschen und Vieh raffe ich weg, die Vögel und die Fische, Gottlose und Verführer. Ich rotte die Menschen auf der Erde aus“, spricht Jahwe.

Das Gericht über Juda

4„Gegen Juda strecke ich meine Hand aus und gegen die Bewohner von Jerusalem. Den Rest des Baalskultes1 dort rotte ich aus, die Namen der Götzen- und aller anderen Priester, 5alle, die sich auf den Dachterrassen niederwerfen vor dem Sternenheer, auch alle, die bei Jahwe schwören und bei ihrem König2 zugleich, 6und alle, die Jahwe den Rücken kehren, die nicht nach ihm suchen und fragen.“

7Seid still vor Jahwe, dem Herrn! Denn sein Gerichtstag ist nah. Jahwe hat ein Schlachtmahl vorbereitet, hat die Eingeladenen3 geweiht4.

8„An diesem Schlachtopfertag werde ich die Oberen und die Königssöhne und alle, die ausländische Kleidung tragen, zur Rechenschaft ziehen. 9An dem Tag werde ich mit jedem abrechnen, der über die Schwelle springt und das Haus seines Herrn mit dem anfüllt, was er durch Gewalt und Betrug an sich gebracht hat. 10An dem Tag wird Folgendes geschehen“, spricht Jahwe:

„Wehgeschrei vom Fischtor her, aus der Neustadt lautes Jammern, von den Hügeln großes Getöse. 11Jammert, ihr Bewohner des Mörsers6, denn das ganze Händlervolk ist vernichtet, alle, die Silber abwiegen, beseitigt. 12Dann werde ich Jerusalem durchsuchen, ich leuchte mit Lampen hinein und rechne mit den Männern ab, die sorglos ihren Wohlstand genießen und denken: ‚Jahwe tut doch nichts, nichts Gutes und nichts Böses.‘ 13Dann werden ihre Reichtümer geplündert und ihre Häuser verwüstet. Sie bauen neue Häuser, wohnen aber nicht darin; sie legen neue Weinberge an, trinken aber keinen Wein davon.“

Der Tag Jahwes

14Nah ist der große Tag Jahwes, sehr nah. Schnell kommt er heran. Der Tag Jahwes ist bitter, da schreit selbst der Held. 15Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der Bedrängnis, ein Tag des Sturms und der Verwüstung, ein Tag des Dunkels und der Finsternis, ein Tag der Wolken und der schwarzen Nacht, 16ein Tag des Signalhorns7 und des Kampfgeschreis gegen hohe Zinnen und befestigte Städte. 17„Ich werde den Menschen Angst einjagen, dass sie umhertappen wie Blinde, denn sie haben gegen Jahwe gesündigt. Ihr Blut wird wie Staub hingeschüttet, ihre Eingeweide wie Kot.“ 18Auch ihr Silber und Gold wird sie nicht retten, wenn sich Jahwes Zorn entlädt. Das Feuer seiner Eifersucht verzehrt das ganze Land. Denn ein entsetzliches Ende macht er den Bewohnern des Landes.

Ruf zur Umkehr

21Versammelt euch und rafft euch auf, gleichgültiges Volk, 2noch ehe der Rat die Tat gebiert – die Tage fliegen dahin –, noch ehe die Zornglut Jahwes über euch kommt, noch vor dem Zornestag Jahwes! 3Sucht Jahwe, ihr Gebeugten im Land, die ihr nach seinen Geboten lebt. Sucht Demut und Gerechtigkeit! Vielleicht bleibt ihr dann verschont, wenn Jahwe sein Gericht vollstreckt.

2: Jahwes Tag und die anderen Völker

Gericht über Israels Feinde

4Ja, Gaza wird verlassen sein, Aschkelon wird eine Wüste. Am Mittag jagt man Aschdod fort, und Ekron wird entwurzelt sein. 5Wehe euch, Bewohner vom Küstenland, Eindringlinge aus Kreta! Das Wort Jahwes kommt über euch: „Kanaan, Philisterland, ich richte dich zugrunde, dass dir kein Bewohner mehr bleibt! 6Das Küstenland wird zum Weidegebiet, dort werden Zisternen für Hirten sein und Hürden für das Kleinvieh. 7Dieser Landstrich fällt dem Rest des Hauses Juda zu. Sie treiben ihre Herden dorthin und legen sich am Abend nieder in den Häusern Aschkelons.“ Denn Jahwe, ihr Gott, kümmert sich um sie und wendet alles zum Guten.

8„Ich habe Moabs1 Beschimpfungen gehört und die Lästerungen der Ammoniter2, mit denen sie mein Volk verhöhnten und prahlten gegen sein Land. 9Darum, so wahr ich lebe“, spricht Jahwe, der Allmächtige3, Israels Gott: „Ja, Moab soll wie Sodom werden, die Ammoniter wie Gomorra, ein Land voller Unkraut und Gruben aus Salz, eine Wüste für immer. Der Rest meines Volkes plündert sie aus, und die Übriggebliebenen beerben sie.“ 10Das ist die Strafe für ihren Hochmut, weil sie das Volk Jahwes, des Allmächtigen, verhöhnt und sich prahlerisch darüber erhoben haben. 11Furchtbar tritt Jahwe gegen sie auf, denn er vernichtet alle Götter der Welt. Alle Küstenvölker werfen sich nieder vor ihm, jeder Mensch an seinem Ort.

12„Auch ihr Nubier werdet von meinem Schwert durchbohrt.“

13Er streckt seine Hand nach Norden aus und vernichtet Assyrien. Ninive macht er zur Öde, dürr wie eine Wüste. 14Dort lagern Herden, Tiere aller Art, selbst Pelikan und Eulen übernachten auf den Säulen. In Fensterlöchern kreischen Vögel, die Schwellen sind mit Trümmern bedeckt, abgerissen die Rahmen aus Zedernholz. 15Das also ist die fröhliche Stadt, die sich in Sicherheit wiegte, die dachte: „Ich – und gar nichts sonst!“ Was für eine Wüste ist sie geworden, ein Lagerplatz für wilde Tiere! Jeder, der vorübergeht, hebt erschrocken die Hand.

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Footnotes

  1. 1Baalskult. Baal bedeutet „Herr“ oder „Gebieter“. Er wurde als Fruchtbarkeitsgott in Kanaan verehrt.
  2. 2König. Gemeint ist wahrscheinlich Baal oder der ammonitische Gott Milkom (das Wort klingt an das hebräische Wort für König an), dem man auch Kinder opferte (= Moloch).
  3. 3Eingeladenen. Das sind hier die Feinde Judas, die Babylonier.
  4. 4geweiht. Das heißt, rein gemacht für die Teilnahme an der Opferhandlung.
  5. 6Mörser, vermutlich Name eines muldenförmigen Jerusalemer Stadtteils.
  6. 7Das Signalhorn (Hebräisch: Schofar) war aus einem der gewundenen Hörner des männlichen Fettschwanzschafes hergestellt und brachte einen dumpfen, durchdringenden Ton hervor.
  7. 1Die Moabiter lebten östlich vom Toten Meer zwischen den Flüssen Arnon und Zered.
  8. 2Die Ammoniter waren nordöstliche Nachbarn der Moabiter.
  9. 3der Allmächtige. Hebräisch:Zebaoth, das heißt „Heere“ oder „Kriege“. In der wird der Begriff immer mit „pantokrator“, „Allherrscher“ oder „Allmächtiger“ wiedergegeben.