Sprüche 31,1–9
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Mahnungen für den König
311Die folgenden Sprüche stammen von König Lemuel aus Massa. Es sind Ratschläge, die er von seiner Mutter erhielt:
2Was soll ich dir sagen, mein Sohn, du Sohn meines Leibes, den ich von Gott erbat? 3Gib deine Kraft nicht den Frauen hin, geh nicht die Wege, die für Könige verheerend sind.
4Wein ist nichts für Könige, Lemuel, Könige dürfen sich nicht betrinken! Auch Bier ist für einen Herrscher nicht gut! 5Sonst betrinkt er sich und vergisst seine Pflicht und verdreht dem Armen das Recht. 6Gib das Bier dem, der zugrunde geht, den Wein den Verbitterten. 7Solch einer trinkt und vergisst seine Armut, und an die Mühsal denkt er nicht mehr.1
8Sprich du für die Sprachlosen! Tritt du für die Schwachen und ihren Rechtsanspruch ein! 9Richte gerecht und verschaffe dem Recht, der sich selbst nicht helfen kann!
Footnotes
- 1… denkt er nicht mehr. Hier ist nicht gesagt, dass es für einen Armen gut wäre, sich zu betrinken, sondern dass es bei ihm weniger Schaden anrichtet als bei einem König, weil dieser dadurch verantwortungslos handelt, seine Pflicht vergisst und dem Armen das Recht verdreht.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden