Psalm 94–96
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Recht muss doch Recht bleiben!
941Du Gott der Vergeltung, Jahwe, Gott der Rache, strahle hervor! 2Greif ein, du Richter der Welt, zahl den Stolzen ihre Taten zurück! 3Wie lange noch, Jahwe, wie lange noch sollen die Gottlosen jubeln?
4Sie sprudeln über, reden frech, die Bösen überheben sich stolz. 5Sie zertreten dein Volk, Jahwe, sie bedrücken, was dir gehört. 6Die Witwe und den Fremden bringen sie um, die Verwaisten morden sie hin. 7„Jahwe sieht es nicht“, sagen sie, „der Gott Jakobs merkt es nicht.“
8Ihr Dummen im Volk, denkt endlich nach! Wann werdet ihr Schwachköpfe nur klug? 9Der das Ohr gemacht hat, sollte der nicht hören? Der das Auge schuf, sollte der nicht sehen? 10Der die Völker erzieht, sollte der nicht tadeln, er, der den Menschen Erkenntnis beibringt? 11Jahwe kennt die Pläne der Menschen, er weiß, sie sind nur Dunst.
12Glücklich der Mensch, den du erziehst, Jahwe, den du belehrst aus deinem Gesetz! 13Das schafft ihm Ruhe vor den bösen Tagen, bis dem Gottlosen das Grab geschaufelt wird. 14Jahwe wird sein Volk gewiss nicht verstoßen, wird nicht verlassen, was ihm gehört. 15Bald kehrt das Recht zur Gerechtigkeit zurück, und alle Aufrechten folgen ihm nach.
16Wer hilft mir gegen die Verbrecher? Wer steht mir gegen die Boshaften bei? 17Hätte Jahwe mir nicht geholfen, wäre ich schon im Schweigen erstarrt. 18Wann immer ich sagte: „Jetzt falle ich hin!“, da stützte mich deine Gnade, Jahwe. 19War mir das Herz von Sorgen schwer, dann liebkoste dein Trost meine Seele.
20Kann der ungerechte Richter mit dir verbündet sein, der Unheil stiftet gegen dein Gesetz? 21Nein, sie vergreifen sich an den Gerechten, unschuldige Menschen verurteilen sie. 22Da wurde Jahwe mir zur Burg, mein Gott zum Fels meiner Zuflucht. 23Er zahlt ihnen ihre Verbrechen heim, er rottet sie in ihrer Bosheit aus. Jahwe, unser Gott, vernichtet sie.
Anbetung und Gehorsam
951Kommt, lasst uns jubeln vor Jahwe und uns freuen am Fels unseres Heils! 2Lasst uns vor ihn treten mit Dank, ihn mit Lobliedern erfreuen!
3Denn ein mächtiger Gott ist Jahwe, ein großer König über alle Götter. 4Ihm gehören die Tiefen der Erde, die Höhen der Berge sind ebenfalls sein. 5Sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und das Festland ist von seinen Händen geformt.
6Kommt, lasst uns anbeten, uns beugen vor ihm! Lasst uns vor Jahwe knien, der uns erschuf! 7Denn er ist unser Gott und wir sind sein Volk. Er führt uns wie eine Herde und sorgt für uns wie ein Hirt.
Und wenn ihr heute seine Stimme hört, 8verschließt euch seinem Reden nicht wie Israel es damals bei Meriba tat, an dem Tag in der Wüste bei Massa. 9Mich hatten sie dort auf die Probe gestellt! Mich haben eure Väter versucht und sahen meine Taten doch selbst.
10Vierzig Jahre lang empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht. „Sie sind ein Volk, dessen Herz sich verirrt“, sagte ich mir, „denn meine Wege kennen sie nicht.“ 11Schließlich schwor ich mir im Zorn: „Die kommen nie zur Ruhe in meinem Land!“
Der Schöpfer und Richter der Welt
961Singt Jahwe ein neues Lied, alle Länder, singt Jahwe! 2Singt Jahwe, lobt seinen Namen, verkündet seine Rettung jeden Tag! 3Erzählt unter den Völkern von seiner Herrlichkeit, von seinen Wundern allen Nationen!
4Denn Jahwe ist groß und hoch zu loben. Er ist zu fürchten, weit über alle Götter hinaus. 5Denn ein Nichts ist jeder Völkergott. Doch Jahwe hat den Himmel gemacht. 6Majestät und Hoheit strahlt er aus, Macht und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
7Rühmt Jahwe, ihr Völkerstämme, preist Jahwes Ehre und Macht! 8Gebt Jahwe die Ehre, die seinem Namen gebührt! Kommt mit Opfern in die Höfe seines Heiligtums. 9Beugt euch vor Jahwe in heiligem Schmuck! Die ganze Welt erzittere vor ihm!
10Sagt den Völkern: „Jahwe ist König!“ Ja unerschüttert, festgegründet steht die bewohnte Welt. Er wird den Völkern ein gerechter Richter sein. 11Der Himmel freue sich, es juble die Erde! Es tose das Meer und was es erfüllt! 12Es jauchze das Feld und alles darauf!
Auch die Bäume im Wald sollen jubeln, 13wenn Jahwe kommt. Denn er kommt, um die Erde zu richten. Mit Gerechtigkeit regiert er die Welt, alle Völker mit Wahrhaftigkeit.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden