Psalm 26–28
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Sehnsucht nach Gottes Nähe
261Von David.
Richte du mich, Jahwe, denn ich war immer ehrlich vor dir. Ich habe Jahwe vertraut, ich werde nicht fallen. 2Prüf mich, Jahwe, und erprobe mich, prüfe mich auf Herz und Nieren! 3Ich hatte deine Gnade vor Augen, deine Treue bestimmte mein Leben.
4Ich hatte nichts mit Betrügern zu tun. Ich gab mich nicht mit Heuchlern ab. 5Die Gesellschaft von Übeltätern ist mir verhasst, bei den Gottlosen sitze ich nicht.
6In Unschuld wasche ich meine Hände und gehe um deinen Altar herum. 7Ich lasse laut ein Danklied hören und erzähle von all deinen Wundern, Jahwe. 8Ich liebe das Haus, in dem du wohnst, wo deine Herrlichkeit uns nahe ist.
9Raffe mich nicht mit den Sündern weg, nimm mir nicht mit den Mördern das Leben! 10Schandtaten kleben an ihren Händen, und ihre Taschen sind durch Bestechungen voll.
11Doch ich gehe ehrlich meinen Weg. Erlöse mich und sei mir gnädig! 12Jetzt stehe ich auf festem Grund und preise Jahwe vor allem Volk.
Gemeinschaft mit Gott
271Von David.
Jahwe ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Jahwe ist die Schutzburg meines Lebens: Vor wem sollte ich erschrecken? 2Dringen Böse auf mich ein, um mich zu verschlingen, bedrängen mich meine Feinde, sind sie es, die stolpern und fallen. 3Selbst wenn ein Heer mich umzingelt, habe ich keine Angst. Und wenn es zum Kampf gegen mich kommt, bleib ich voller Zuversicht.
4Eins nur hab ich von Jahwe erbeten, das ist alles, was ich will: mein Leben lang im Haus Jahwes zu wohnen, um die Freundlichkeit Jahwes zu schauen und nachzudenken dort in seinem Heiligtum. 5Wenn schlimme Tage kommen, verbirgt er mich in seinem Haus, unter seinem Dach gibt er mir Schutz. Hoch auf einen Felsen stellt er mich.
6Erhobenen Hauptes sehe ich dann auf meine Feinde herab. Mit Jubel bringe ich Opfer in Jahwes Zelt, mit Singen und Spielen preise ich ihn.
7Hör mich, Jahwe, wenn ich rufe, sei mir gnädig und antworte mir! 8Mein Herz spricht dir nach: „Sucht meine Nähe!“ Ich suche deine Nähe, Jahwe. 9Wende dein Gesicht nicht ab, weise deinen Diener nicht zornig zurück! Du hast mir doch immer geholfen, Gott meines Heils! Gib mich nicht auf, verlass mich bitte nicht! 10Auch wenn mich Vater und Mutter verlassen, Jahwe nimmt mich bei sich auf.
11Lehr mich, Jahwe, deinen Weg, leite mich auf gerader Bahn – meinen Feinden zum Trotz. 12Gib mich nicht ihrem Mutwillen preis, denn falsche Zeugen verklagen mich. Sie wüten und drohen mit Gewalt. 13Doch ich bin mir sicher, dass ich leben bleiben und sehen werde, wie gütig Jahwe ist. 14Vertrau auf Jahwe, sei stark und fass dir ein Herz! Vertrau auf Jahwe!
Gebet um Schutz und Kraft
281Von David.
Zu dir, Jahwe, will ich rufen! Hüll dich nicht in Schweigen, mein Fels! Wenn du mich schweigend von dir weist, bin ich wie ein Toter im Grab. 2Hör mein Flehen, ich schreie nach dir, wenn ich meine Hände ausstrecke zu deinem Heiligtum!
3Reiß mich nicht mit den Gottlosen fort und mit den Verbrechern, die mit allen freundlich reden, im Herzen aber auf Böses aus sind! 4Zahl ihnen ihre bösen Taten heim, bestrafe sie für ihr Tun, gib ihnen, was sie verdienen! 5Denn sie achten nicht auf die Taten Jahwes noch auf das Werk seiner Hände. Darum reißt er sie nieder und richtet sie nicht wieder auf.
6Gelobt sei Jahwe, denn er hat mein Flehen gehört. 7Jahwe ist meine Kraft und mein Schild, auf ihn hat mein Herz vertraut. Als mir geholfen wurde, jubelte ich. Mit meinem Lied will ich ihn preisen. 8Jahwe ist Kraft und Schutz für sein Volk, die Rettungsburg für seinen Gesalbten, den König. 9Rette dein Volk und segne dein Erbe, weide und trage sie bis in Ewigkeit!
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden