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Numeri 6–7

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Wenn Menschen sich Gott weihen

61Jahwe befahl Mose, 2den Israeliten zu sagen: „Wenn ein Mann oder eine Frau das besondere Gelübde eines Nasiräers ablegt, um sich Jahwe zu weihen, 3dann soll er sich von Wein und Bier enthalten. Er soll nichts trinken, was aus Wein oder Bier zubereitet wurde, auch keinen Traubensaft. Er darf weder frische noch getrocknete Weintrauben essen. 4Während seiner ganzen Weihezeit darf er nichts zu sich nehmen, was vom Weinstock stammt, nicht einmal Kerne oder Schalen. 5Während der ganzen Zeit seines Gelübdes darf er sich Haar und Bart nicht schneiden. Bis die Zeit um ist, für die er sich Jahwe geweiht hat, soll er sein Haupthaar frei wachsen lassen. 6Die ganze Zeit, für die er sich Jahwe geweiht hat, darf er sich keinem Toten nähern. 7Er darf sich nicht einmal an seinem Vater, seiner Mutter, seinem Bruder oder seiner Schwester verunreinigen, wenn sie sterben, denn die Weihe seines Gottes ist über ihm.

8Während der ganzen Zeit seiner Weihe gilt er als heilig für Jahwe. 9Wenn nun jemand ganz plötzlich neben ihm stirbt und sein geweihtes Haupt dadurch unrein wird, dann soll er am siebten Tag, an dem er wieder rein wird, seine Haare abschneiden.1 10Am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben zum Priester an den Eingang zum Offenbarungszelt bringen. 11Der Priester soll die eine als Sünd- und die andere als Brandopfer2 darbringen und so Sühne für den Betroffenen erwirken, weil er sich wegen des Toten versündigt hat. Dann soll er dessen Haupt an diesem Tag wieder heiligen. 12Der Betreffende muss sich noch einmal für die gleiche Zeit Jahwe weihen und ein einjähriges Lamm als Schuldopfer3 bringen, denn die erste Zeit ist verfallen, weil seine Weihe unrein gemacht worden ist.

13So lautet das Nasiräergesetz: Wenn die Zeit seiner Weihe um ist, soll man ihn an den Eingang zum Offenbarungszelt bringen. 14Dort soll er Jahwe seine Gabe übergeben: ein einjähriges männliches Lamm als Brandopfer, ein einjähriges weibliches Lamm als Sündopfer4 und einen Schafbock als Freudenopfer5. Alle Tiere müssen ohne Fehler sein. 15Dazu einen Korb mit ungesäuerten Broten, es sollen Lochbrote6 aus Feinmehl sein, das mit Öl vermengt wurde, und Fladenbrote, die mit Öl bestrichen wurden, und die dazugehörigen Speis- und Trankopfer. 16Das alles soll der Priester zu Jahwe bringen und sowohl das Sünd- als auch das Brandopfer vollziehen. 17Den Schafbock soll er Jahwe als Freudenopfer darbringen samt dem Korb mit den ungesäuerten Broten. Dann soll er das Speis- und Trankopfer darbringen. 18Der Nasiräer soll am Eingang zum Offenbarungszelt sein geweihtes Haar abschneiden und in das Feuer werfen7, das unter dem Freudenopfer brennt. 19Der Priester aber soll das gekochte Schulterstück des Schafbocks nehmen, ein ungesäuertes Lochbrot und ein Fladenbrot aus dem Korb und alles auf die Hände des Nasiräers legen, dem das Weihezeichen geschoren wurde. 20Der Priester soll sie dann selbst in die Hand nehmen und vor Jahwe hin und her schwingen. Es ist eine heilige Gabe für den Priester samt der geweihten Brust und der als Abgabe bestimmten Keule. Danach darf der Nasiräer wieder Wein trinken.

21Das ist das Gesetz für den Nasiräer, der ein Gelübde ablegt, für seine Opfergabe, die er Jahwe bringt, abgesehen von dem, was er sonst noch aufbringen kann. Seinem Gelübde gemäß soll er handeln. So entspricht es dem Gesetz seiner Weihe.“

Der priesterliche Segen

22Jahwe befahl Mose, 23Aaron und seinen Söhnen das Folgende zu sagen: „So sollt ihr die Israeliten segnen. Sagt:

24Jahwe segne dich und behüte dich! 25Jahwe erleuchte sein Angesicht für dich und sei dir gnädig! 26Jahwe wende dir sein Angesicht zu und gebe dir Frieden!

27So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.“

Die Weihgaben der Stammesfürsten

71An dem Tag, als Mose die Wohnung fertig aufgerichtet und sie mit all ihren Gegenständen, dem Altar und allen dazugehörigen Geräten gesalbt und geheiligt hatte, 2brachten die Fürsten Israels, die Oberhäupter ihrer Sippen, die Fürsten der Stämme und Führer der Gemusterten 3ihre Gaben vor Jahwe. Es waren sechs Planwagen und zwölf Rinder, je einen Wagen von zwei Fürsten und je ein Rind von einem der Fürsten. Sie brachten sie vor die Wohnung.

4Jahwe sagte zu Mose: 5„Nimm sie von ihnen an. Sie sollen am Offenbarungszelt Verwendung finden. Übergib sie den Leviten entsprechend den Anforderungen ihrer Arbeit.“ 6Da nahm Mose die Wagen und die Rinder an und übergab sie den Leviten. 7Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Gerschoniten für ihren Dienst. 8Vier Wagen und acht Rinder gab er den Merariten entsprechend ihrem Dienst unter der Leitung des Priesters Itamar Ben-Aaron. 9Den Kehatiten gab er nichts, denn ihr Dienst bezog sich auf die Gegenstände im Heiligtum, die nur auf den Schultern getragen werden durften. 10Außerdem brachten die Fürsten an dem Tag, an dem der Altar gesalbt wurde, Gaben zu seiner Einweihung. 11Doch Jahwe sagte zu Mose: „Jeden Tag soll nur ein Fürst seine Gabe zur Einweihung des Altars bringen.“

12Am ersten Tag brachte Nachschon Ben-Amminadab vom Stamm Juda seine Gabe. 13Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm2 schwere Sprengschale aus Silber nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 14Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm3, das mit Weihrauch gefüllt war. 15Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 16einen Ziegenbock zum Sündopfer 17und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Nachschon Ben-Amminadab.

18Am zweiten Tag brachte Netanel Ben-Zuar, der Fürst des Stammes Issachar, seine Gabe. 19Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale aus Silber nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 20Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 21Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 22einen Ziegenbock zum Sündopfer 23und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Netanel Ben-Zuar.

24Am dritten Tag brachte der Fürst des Stammes Sebulon, Eliab Ben-Helon, seine Gabe. 25Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 26Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 27Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 28einen Ziegenbock zum Sündopfer 29und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Eliab Ben-Helon.

30Am vierten Tag brachte der Fürst des Stammes Ruben, Elizur Ben-Schedëur, seine Gabe. 31Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 32Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 33Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 34einen Ziegenbock zum Sündopfer 35und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Elizur Ben-Schedëur.

36Am fünften Tag brachte der Fürst des Stammes Simeon, Schelumiël Ben-Zurischaddai, seine Gabe. 37Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 38Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 39Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 40einen Ziegenbock zum Sündopfer 41und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Schelumiël Ben-Zurischaddai.

42Am sechsten Tag brachte der Fürst des Stammes Gad, Eljasaf Ben-Dëuël, seine Gabe. 43Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 44Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 45Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 46einen Ziegenbock zum Sündopfer 47und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Eljasaf Ben-Dëuël.

48Am siebten Tag brachte der Fürst des Stammes Efraïm, Elischama Ben-Ammihud, seine Gabe. 49Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 50Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110 Gramm, das mit Weihrauch gefüllt war. 51Dann brachte er noch einen jungen Stier, einen Schafbock und ein einjähriges Lamm zum Brandopfer, 52einen Ziegenbock zum Sündopfer 53und zwei Rinder, fünf Schafböcke, fünf Ziegenböcke und fünf einjährige Lämmer zum Freudenopfer. Das war die Gabe von Elischama Ben-Ammihud.

54Am achten Tag brachte der Fürst des Stammes Manasse, Gamliël Ben-Pedazur, seine Gabe. 55Es war eine Silberschüssel im Gewicht von 1430 Gramm und eine 770 Gramm schwere Sprengschale nach dem Normgewicht im Heiligtum. Beide enthielten als Speisopfer Feinmehl, das mit Olivenöl vermengt war. 56Dazu kam noch ein goldenes Schälchen von 110…

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Fußnoten

  1. 1Haar abschneiden. Nach rabbinischer Tradition musste das abgeschnittene Haar begraben werden, weil es als verunreinigt galt.
  2. 2Beim Brandopfer wurde das geschlachtete Tier vollständig auf dem Altar verbrannt.
  3. 3Beim Schuldopfer wurde die Sünde auf ein Opfertier übertragen, und es musste Wiedergutmachung geleistet werden.
  4. 4Beim Sündopfer musste das Opfertier die Sünde und die Todesstrafe dafür auf sich nehmen und wurde zum Teil auf dem Altar und zum Teil außerhalb vom Lager verbrannt.
  5. 5Beim Freudenopfer wurde im Gegensatz zum Brandopfer nur das Fett auf dem Altar verbrannt. Der größte Teil des Tieres durfte bei einer fröhlichen Opfermahlzeit gemeinsam mit Verwandten und Freunden verzehrt werden.
  6. 6Lochbrot. Ein runder Brotlaib, der in der Mitte durchstoßen ist und so auf einer Stange aufgehängt werden kann zum Schutz gegen Schimmel und Tierfraß.
  7. 7ins Feuer werfen. Es wurde nicht als Opfer verbrannt, sondern nur, um seine Entweihung zu verhindern.
  8. 2Wörtlich: 70 Schekel.
  9. 3Wörtlich: 10 Schekel.