Jesaja 65,1–9
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Gericht und Rettung
651„Ich war zu erreichen für die, die nicht nach mir fragten. Ich war zu finden für die, die nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das gar nicht zu mir rief: ‚Hier bin ich! Hier bin ich!‘ 2Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus nach einem widerspenstigen Volk, das den eigenen Gedanken nachläuft auf einem unguten Weg. 3Fortwährend beleidigen sie mich und fordern mich heraus. In Götzengärten schlachten sie, verbrennen Rauchopfer auf Ziegeln. 4Sie hocken in Kammern von Gräbern, verbringen in Höhlen die Nächte, sie essen Fleisch von Schweinen und haben gräuliche Brühe in ihren Gefäßen. 5Sie sagen: ‚Bleib, wo du bist, und komm mir nicht nahe, ich bin zu heilig für dich!‘2 – Diese Leute sind wie Rauch in meiner Nase, wie ein Feuer, das den ganzen Tag brennt. 6Seht her, alles ist aufgeschrieben vor mir. Und ich werde nicht schweigen, sondern ich zahle es ihnen heim. Ich zahle ihnen den Lohn aus 7für ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter“, sagt Jahwe. „Weil sie auf den Bergen Weihrauch verbrannten und mich auf den Hügeln verhöhnten, zahle ich ihnen den Lohn für ihr Tun; was sie verdienen, messe ich ihnen zu.“
8So spricht Jahwe: „Wie man von einer Traube sagt, in der noch Saft enthalten ist: ‚Wirf sie nicht weg, ein Segen ist in ihr!‘, so will ich um meiner Diener willen tun und nicht das Ganze verwerfen. 9Auch künftig wird Jakob Nachkommen haben und Juda Erben für mein Bergland. Die von mir Erwählten sollen es erben, und die mir dienen, wohnen dort.
Footnotes
- 2zu heilig für dich. Das heißt: Ich bin mit heiligen Dingen in Berührung gekommen, und wenn du mich anfasst, bist du auch geweiht!
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden