Logos Bible Study

Jesaja 3,1–15

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Gericht durch Verfall

31Denn seht, Jahwe, der Herr aller Heere, nimmt weg, worauf sich Jerusalem stützt – jeden Vorrat an Wasser und Brot, 2jeden Helden und Krieger, Richter und Propheten, Wahrsager und Ältesten, 3jeden Offizier und jeden Angesehenen, jeden Ratgeber, Zauberer und Beschwörer. 4„Unreife Burschen lasse ich herrschen, Willkür regiert in der Stadt.“ 5Dann fällt einer über den anderen her, jeder gegen jedermann; der Junge wird frech gegen den Alten, der Nichtsnutz gegen den geachteten Mann. 6Dann packt einer seinen Verwandten am Arm: „Du hast noch einen Mantel“, sagt er, „du sollst unser Anführer sein! Diese Trümmer seien in deiner Gewalt!“ 7Doch der wird rufen: „Nein, ich will kein Arzt für eure Wunden sein. Auch ich habe weder Mantel noch Brot! Ich will nicht euer Anführer sein!“

8Jerusalem stürzt und Juda fällt, denn sie kränken Jahwe mit Wort und mit Tat und trotzen seiner Hoheit und Macht. 9Die Frechheit ihrer Gesichter klagt sie an. Wie Sodomiter prahlen sie mit ihrem bösen Tun und verhehlen ihre Sünden nicht. Wehe ihrer Seele! Denn sich selber tun sie Böses an! 10Sagt denen, die Gott lieben, dass es gut mit ihnen wird, denn sie werden sich freuen an der Frucht ihres Tuns. 11Wehe den Gottverächtern, ihnen geht es schlecht, denn ihre bösen Taten kommen über sie selbst!

12Ach, mein armes Volk! Ausbeuter sind bei dir an der Macht, und Frauen herrschen über dich. O mein Volk, deine Führer sind Verführer, sie zeigen dir den falschen Weg. 13Da erhebt sich Jahwe zum Gericht, um Recht zu schaffen seinem Volk. 14Ihre Ältesten und Führer lädt er sich vor: „Ihr habt den Weinberg ruiniert! In euren Häusern stapelt sich das von Armen geraubte Gut! 15Was tretet ihr mein Volk nieder, zermalmt, die ohne Hilfe sind?“, spricht Jahwe, der Herr aller Heere.

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