Jesaja 2
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Gericht und Heil für Juda (2–12)
Das Friedensreich
21Diese Botschaft wurde Jesaja Ben-Amoz über Juda und Jerusalem offenbart. 2Am Ende der von Gott bestimmten Zeit wird folgendes geschehen:
Festgegründet an der Spitze der Berge steht der Berg mit dem Haus Jahwes, erhaben über alle Hügel, und alle Völker strömen ihm zu. 3Die Menschen sagen überall: „Kommt, wir ziehen zum Berg Jahwes hinauf, zum Haus, das dem Gott Jakobs1 gehört. Er soll uns lehren, was recht ist; was er sagt, das wollen wir tun. Denn von Zion geht die Weisung aus, von Jerusalem das Wort Jahwes.“ 4Er spricht Recht im Streit der Völker; er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie die Schwerter zu Pflugscharen um, die Speere zu Messern für Winzer. Kein Volk greift mehr das andere an, und niemand lernt mehr für den Krieg. 5Auf, ihr Nachkommen Jakobs, lasst uns leben im Licht von Jahwe.
Der Tag Jahwes
6Ja, du hast verstoßen die Nachkommen Jakobs, dein Volk, denn ihr Land ist mit östlichen Bräuchen2 gefüllt. Wie die Philister deuten sie Zeichen, zaubern mit Fremden und klatschen in die Hand.
7Ihr Land ist voll von Silber und Gold, sie haben Schätze ohne Ende. Ihr Land ist voll von Pferden, endlos der Streitwagen Reihe. 8Und ihr Land ist voll von Götzen. Sie beten ihre Bildwerke an, die doch von Menschenhänden gemacht sind. 9Ja, da bückt sich der Mensch, da erniedrigt sich der Mann. „Vergib ihnen das nicht!“
10Verkriech dich zwischen Felsen, versteck dich in der Erde vor dem Schrecken Jahwes, vor der Pracht seiner Majestät! 11Da werden stolze Augen gesenkt und hochmütige Männer geduckt. Jahwe allein ist groß an jenem Tag. 12Denn Jahwe, der allmächtige Gott, hat einen Tag bestimmt, an dem er alles erniedrigen wird, alles, was groß, stolz und überheblich ist, 13alle Zedern auf dem Libanon, wie stolz und hoch sie auch sind, und alle Eichen auf dem Baschan3, 14alle hohen Berge und alle stattlichen Hügel, 15jeden hohen Turm und jede steile Mauer, 16alle Hochseeschiffe4 und jedes prunkende Boot. 17Dann wird der Stolz der Menschen gebeugt, die hochmütigen Männer geduckt. Jahwe allein ist groß an jenem Tag, 18und mit den Götzen ist alles vorbei.
19Dann wird man sich in Felshöhlen verkriechen vor dem Schrecken Jahwes und in Erdlöchern verstecken vor der Pracht seiner Majestät, wenn er aufsteht und die Erde in Schrecken versetzt. 20An jenem Tag werfen sie ihre Götzen weg, die sie sich zur Anbetung machten. Wo Ratten und Fledermäuse hausen, liegen dann ihre Nichtse aus Silber und Gold. 21Und sie verkriechen sich im Fels, in Höhlen und Spalten, vor dem Schrecken Jahwes, vor der Pracht seiner Majestät, wenn er aufsteht und die Erde in Schrecken versetzt. 22Zählt nicht auf Menschen, sie sind nur ein Hauch. Ein Mensch, was bedeutet er schon?
Footnotes
- 1Jakob, der von Gott den Namen Israel erhielt, war der Stammvater des Volkes Israel.
- 2östliche Bräuche. Abergläubische Praktiken aus Syrien und Mesopotamien.
- 3Baschan. Hochebene von sprichwörtlicher Fruchtbarkeit, nordöstlich vom See Gennesaret.
- 4Hochseeschiffe. Wörtlich: Tarschisch-Schiffe. Siehe Fußnote zu 1. Könige 10,22.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden