Logos Bible Study

Genesis 37,1–20

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Das Leben Josefs (37–50)

Josefs Träume

371Jakob hatte seinen Wohnsitz im Land Kanaan, wo schon sein Vater als Fremder gelebt hatte. 2Es folgt die Geschichte der Nachkommen Jakobs.

Josef war noch ein junger Bursche von 17 Jahren, als er mit seinen Brüdern das Kleinvieh hütete, also mit den Söhnen von Bilha und Silpa, den Frauen seines Vaters. Er hinterbrachte seinem Vater, was die Leute Schlechtes über sie redeten. 3Doch Israel hatte Josef lieber als alle seine anderen Söhne, weil er ihm erst im Alter geboren worden war. Deshalb ließ er ihm ein prächtiges Gewand machen. 4Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als sie alle, hassten sie ihn und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm reden.

5Einmal hatte Josef einen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern. Da wurde ihr Hass noch größer. 6„Hört doch, was ich geträumt habe!“, sagte er zu ihnen. 7„Wir waren auf dem Feld und banden das Getreide in Garben zusammen. Auf einmal stellte sich meine Garbe auf und blieb stehen. Und zu meiner Überraschung stellten sich eure Garben ringsherum auf und verneigten sich vor meiner.“ 8Seine Brüder sagten zu ihm: „Du möchtest wohl noch König über uns werden und über uns herrschen?“ Wegen seiner Träume und Reden hassten sie ihn noch mehr.

9Er hatte nämlich noch einen anderen Traum und diesen seinen Brüdern auch erzählt: „Hört zu! Ich hatte noch einen Traum. Ich sah die Sonne, den Mond und elf Sterne. Und auf einmal verneigten sie sich vor mir.“ 10Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, fuhr sein Vater ihn an. „Was soll dieser Traum!“, rief er. „Sollen wir uns vielleicht alle vor dir niederwerfen, ich, deine Mutter und deine Brüder?“ 11Seine Brüder waren eifersüchtig auf Josef, aber sein Vater vergaß die Sache nicht.

Josef wird als Sklave verkauft

12Einmal weideten Josefs Brüder das Kleinvieh ihres Vaters in der Nähe von Sichem. 13Da sagte Israel zu Josef: „Du weißt, dass deine Brüder mit den Herden in der Nähe von Sichem sind. Komm, ich will dich zu ihnen schicken!“ – „Ich bin bereit“, erwiderte er. 14„Schau nach, ob es deinen Brüdern und den Herden gut geht, und bring mir Nachricht!“, sagte sein Vater. Er schickte ihn aus dem Tal von Hebron nach Sichem.2 15Als Josef dort auf dem freien Feld umherirrte, traf ihn ein Mann. „Was suchst du?“, fragte er ihn. 16„Ich suche meine Brüder“, erwiderte er, „kannst du mir sagen, wo sie mit den Herden sind?“ 17„Sie sind von hier fortgezogen. Ich hörte sie sagen: ‚Wir wollen nach Dotan3 gehen!‘ “ Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie bei Dotan.

18Sie sahen ihn schon von weitem. Und noch bevor er herangekommen war, hatten sie sich verschworen, ihn zu töten. 19„Seht, da kommt ja der Meister der Träume!“, sagten sie zueinander. 20„Los, wir schlagen ihn tot und werfen ihn in die Zisterne dort! Wir sagen einfach: ‚Ein wildes Tier hat ihn gefressen!‘, dann werden wir schon sehen, was aus seinen Träumen wird.“

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Footnotes

  1. 2Das war eine Entfernung von mehr als 90 km.
  2. 3Die Stadt Dotan lag auf einem Hügel in der fruchtbaren Jesreel-Ebene, noch einmal 30 km nördlich von Sichem.