Logos Bible Study

Genesis 36–38

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Esaus Nachkommen

361Es folgt das Verzeichnis der Nachkommen Esaus, der auch Edom heißt. 2Esau hatte Frauen aus dem Land Kanaan geheiratet. Es waren Ada, die Tochter des Hetiters Elon, Oholibama, eine Tochter Anas und Enkelin des Hiwiters Zibon, 3und Basemat. Das war eine Tochter Ismaëls und die Schwester von Nebajot. 4Ada gebar Elifas, Basemat gebar Reguël, 5und Oholibama gebar Jëusch, Jalam und Korach. Diese Söhne wurden Esau im Land Kanaan geboren.

6Aber dann hatte Esau das Land verlassen. Seine Frauen, seine Söhne und Töchter und alle seine Leute nahm er mit, seine Herden und den ganzen Besitz, den er im Land Kanaan erworben hatte. Er war von seinem Bruder Jakob weg in ein anderes Land gezogen.2 7Ihr Besitz war nämlich zu groß, um beieinander zu wohnen, denn im Land ihrer Fremdlingschaft gab es nicht genügend Weiden für ihr Vieh. 8So hatte sich Esau, das heißt Edom, im Bergland von Seïr3 niedergelassen.

9Es folgt das Verzeichnis der Nachkommen Esaus, des Stammvaters der Edomiter, die im Gebirge Seïr leben. 10Die Namen der Söhne Esaus waren: Elifas, Sohn der Ada, und Reguël, Sohn der Basemat. 11Elifas wurde der Vater von Teman, Omar, Zefo, Gatam und Kenas. 12Von seiner Nebenfrau Timna hatte Elifas noch Amalek. Sie alle stammen von Esaus Frau Ada ab. 13Reguël wurde der Vater von Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie stammen von Esaus Frau Basemat ab. 14Von Oholibama, der Tochter Anas und Enkelin Zibons, stammen Esaus Söhne Jëusch, Jalam und Korach.

15Es folgen die Namen der Stammesfürsten, die sich von Esau herleiten. Von Elifas, dem Erstgeborenen Esaus, stammen: Teman, Omar, Zefo, Kenas, 16Korach, Gatam und Amalek. Sie alle gehen auf Esaus Frau Ada zurück. 17Von Esaus Sohn Reguël stammen: Nahat, Serach, Schamma und Misa. Sie gehen auf Esaus Frau Basemat zurück. 18Von Esaus Frau Oholibama stammen Jëusch, Jalam und Korach. 19Das sind also die Edomiter, Esaus Nachkommen und ihre Stammesfürsten.

20Es folgen die Namen der dort ansässigen Bewohner, Nachkommen des Horiters Seïr. Seine Söhne hießen Lotan, Schobal, Zibon, Ana, 21Dischon, Ezer und Dischan. Das waren die Stammesfürsten der Horiter. 22Lotans Söhne hießen Hori und Heman. Lotans Schwester war Timna. 23Die Söhne Schobals hießen Alwan, Manahat, Ebal, Schefo und Onam. 24Die Söhne Zibons waren Aja und Ana. Ana war es, der Jemim4 in der Wildnis fand, als er die Esel seines Vaters hütete. 25Anas Sohn hieß Dischon, seine Tochter Oholibama. 26Die Söhne Dischons hießen Hemdan, Eschban, Jitran und Keran. 27Die Söhne Ezers waren Bilhan, Saawan und Akan. 28Die Söhne Dischans waren Uz und Aran. 29Das sind also die Oberhäupter der Horiter: Lotan, Schobal, Zibon, Ana, 30Dischon, Ezer und Dischan nach ihren Sippen im Land Seir.

31Folgende Könige herrschten nacheinander über das Land Edom, noch bevor es einen König in Israel gab: 32Bela, der Sohn Beors, in der Stadt Dinhaba; 33Jobab, der Sohn Serachs, aus der Stadt Bozra; 34Huscham aus dem Gebiet des Stammes Teman; 35Hadad, der Sohn Bedads, in der Stadt Awit; er besiegte die Midianiter in einer Schlacht auf dem Gebiet von Moab; 36Samla aus der Stadt Masreka; 37Schaul aus Rehobot am Strom; 38Baal-Hanan, der Sohn Achbors; 39Hadar in der Stadt Pagu; seine Frau Mehetabel war eine Tochter Matreds und Enkelin Me-Sahabs.

40Folgende Fürsten der Nachkommen Esaus haben ihren Sippen und Städten den Namen gegeben: Timna, Alwa, Jetet, 41Oholibama, Ela, Pinon, 42Kenas, Teman, Mibzar, 43Magdiël und Iram. Das waren die Fürsten Edoms nach ihren Siedlungsgebieten in dem Land, das sie besaßen. So viel zu Esau, dem Stammvater der Edomiter.

Das Leben Josefs (37–50)

Josefs Träume

371Jakob hatte seinen Wohnsitz im Land Kanaan, wo schon sein Vater als Fremder gelebt hatte. 2Es folgt die Geschichte der Nachkommen Jakobs.

Josef war noch ein junger Bursche von 17 Jahren, als er mit seinen Brüdern das Kleinvieh hütete, also mit den Söhnen von Bilha und Silpa, den Frauen seines Vaters. Er hinterbrachte seinem Vater, was die Leute Schlechtes über sie redeten. 3Doch Israel hatte Josef lieber als alle seine anderen Söhne, weil er ihm erst im Alter geboren worden war. Deshalb ließ er ihm ein prächtiges Gewand machen. 4Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als sie alle, hassten sie ihn und konnten kein freundliches Wort mehr mit ihm reden.

5Einmal hatte Josef einen Traum und erzählte ihn seinen Brüdern. Da wurde ihr Hass noch größer. 6„Hört doch, was ich geträumt habe!“, sagte er zu ihnen. 7„Wir waren auf dem Feld und banden das Getreide in Garben zusammen. Auf einmal stellte sich meine Garbe auf und blieb stehen. Und zu meiner Überraschung stellten sich eure Garben ringsherum auf und verneigten sich vor meiner.“ 8Seine Brüder sagten zu ihm: „Du möchtest wohl noch König über uns werden und über uns herrschen?“ Wegen seiner Träume und Reden hassten sie ihn noch mehr.

9Er hatte nämlich noch einen anderen Traum und diesen seinen Brüdern auch erzählt: „Hört zu! Ich hatte noch einen Traum. Ich sah die Sonne, den Mond und elf Sterne. Und auf einmal verneigten sie sich vor mir.“ 10Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, fuhr sein Vater ihn an. „Was soll dieser Traum!“, rief er. „Sollen wir uns vielleicht alle vor dir niederwerfen, ich, deine Mutter und deine Brüder?“ 11Seine Brüder waren eifersüchtig auf Josef, aber sein Vater vergaß die Sache nicht.

Josef wird als Sklave verkauft

12Einmal weideten Josefs Brüder das Kleinvieh ihres Vaters in der Nähe von Sichem. 13Da sagte Israel zu Josef: „Du weißt, dass deine Brüder mit den Herden in der Nähe von Sichem sind. Komm, ich will dich zu ihnen schicken!“ – „Ich bin bereit“, erwiderte er. 14„Schau nach, ob es deinen Brüdern und den Herden gut geht, und bring mir Nachricht!“, sagte sein Vater. Er schickte ihn aus dem Tal von Hebron nach Sichem.2 15Als Josef dort auf dem freien Feld umherirrte, traf ihn ein Mann. „Was suchst du?“, fragte er ihn. 16„Ich suche meine Brüder“, erwiderte er, „kannst du mir sagen, wo sie mit den Herden sind?“ 17„Sie sind von hier fortgezogen. Ich hörte sie sagen: ‚Wir wollen nach Dotan3 gehen!‘ “ Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie bei Dotan.

18Sie sahen ihn schon von weitem. Und noch bevor er herangekommen war, hatten sie sich verschworen, ihn zu töten. 19„Seht, da kommt ja der Meister der Träume!“, sagten sie zueinander. 20„Los, wir schlagen ihn tot und werfen ihn in die Zisterne dort! Wir sagen einfach: ‚Ein wildes Tier hat ihn gefressen!‘, dann werden wir schon sehen, was aus seinen Träumen wird.“

21Als Ruben das hörte, wollte er Josef retten. „Nein, lassen wir ihn leben!“, sagte er. 22„Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne dort in der Steppe, aber vergreift euch nicht an ihm!“ Er wollte ihn aus ihrer Gewalt retten und zu seinem Vater zurückbringen.

23Als Josef bei seinen Brüdern ankam, zogen sie ihm das Obergewand aus, das Prachtstück, das er anhatte. 24Dann packten sie ihn und warfen ihn in die Zisterne. Sie war leer, ohne Wasser. 25Dann setzten sie sich zum Essen nieder. Auf einmal sahen sie eine Karawane von Ismaëliten, die aus Gilead kamen. Ihre Kamele waren mit kostbaren Harzen, mit Tragakant, Mastix und Ladanum5 beladen. 26Da sagte Juda zu seinen Brüdern: „Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und die Bluttat verheimlichen müssen. 27Verkaufen wir ihn doch an die Ismaëliten und vergreifen uns nicht an ihm! Schließlich ist er unser Bruder, unser eigenes Fleisch und Blut.“ Seine Brüder hörten auf ihn. 28Als die midianitischen6 Händler herankamen, zogen sie Josef aus der Zisterne. Sie verkauften ihn für 20 ‹Schekel› Silber an die Ismaëliten, die ihn nach Ägypten mitnahmen.

29Als nun Ruben zu der Zisterne zurückkam, war Josef auf einmal nicht mehr darin. Da zerriss er sein Gewand7, 30ging zu seinen Brüdern und rief: „Der Junge ist nicht mehr da! Was soll ich jetzt bloß machen?“ 31Da schlachteten sie einen Ziegenbock und tauchten Josefs Obergewand in das Blut. 32Dann schickten sie das prächtige Gewand zu ihrem Vater und ließen ihm sagen: „Das haben wir gefunden. Ist es vielleicht das Gewand deines Sohnes?“ 33Er erkannte es und schrie auf: „Das Gewand meines Sohnes! Ein böses Tier hat ihn gefressen! Zerfleischt, zerfleischt ist Josef!“ 34Er zerriss sein Gewand, band Sacktuch um die Hüfte und trauerte lange Zeit um Josef. 35Alle seine Söhne und Töchter kamen, um ihn zu trösten, aber er wollte sich nicht trösten lassen. „Nein“, sagte er, „trauernd werde ich zu meinem Sohn ins Totenreich hinunterfahren!“ So weinte sein Vater um ihn.

36Die Midianiter brachten Josef nach Ägypten und verkauften ihn dort an Potifar, einen Hofbeamten des Pharao, den Befehlshaber der Leibwache.

Juda und Tamar

381Damals trennte sich Juda von seinen Brüdern und zog zu einem Mann aus Adullam1 namens Hira. 2Dort sah er die Tochter eines Kanaaniters namens Schua. Er heiratete sie und schlief mit ihr. 3Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Juda nannte ihn Er. 4Dann wurde sie wieder schwanger und gebar einen zweiten Sohn; den nannte sie Onan. 5Ihren dritten Sohn nannte sie Schela. Zur Zeit seiner Geburt wohnten sie in Kesib2.

6Juda verheiratete seinen ältesten Sohn Er mit einer Frau namens Tamar. 7Doch sein Erstgeborener tat, was Jahwe missfiel, und Jahwe ließ ihn sterben. 8Da sagte Juda zu Onan: „Schlafe mit der Frau deines Bruders und vollziehe die Schwagerehe mit ihr. Du bist verpflichtet, deinem Bruder Nachkommen zu verschaffen.“ 9Weil Onan wusste, dass das Kind nicht ihm gehören würde, ließ er jedes Mal, wenn er mit Tamar schlief, den Samen auf die Erde ausfließen und verderben. Er wollte seinem Bruder keine Nachkommen verschaffen. 10Das missfiel Jahwe, und er ließ auch Onan sterben. 11Da sagte Juda zu seiner Schwiegertochter Tamar: „Bleib jetzt als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela alt genug ist.“ Denn er befürchtete, dass auch dieser sterben würde wie seine Brüder. So ging Tamar zur Familie ihres Vaters zurück.

12Jahre…

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Footnotes

  1. 2Esau hatte offenbar den Restsegen seines Vaters Isaak (1. Mose 27,39–40) ernst genommen und entschieden, nicht in Kanaan wohnen zu bleiben. Das muss lange vor Jakobs Rückkehr geschehen sein.
  2. 3Das Bergland von Seïr erstreckt sich östlich der Araba bis nach Elat (El-Paran) am Roten Meer.
  3. 4Jemim. Die Bedeutung des hebräischen Wortes, das nur einmal in der Bibel vorkommt, ist unsicher (heiße Quellen?, Vipern?).
  4. 2Das war eine Entfernung von mehr als 90 km.
  5. 3Die Stadt Dotan lag auf einem Hügel in der fruchtbaren Jesreel-Ebene, noch einmal 30 km nördlich von Sichem.
  6. 5Tragakant, Mastix und Ladanum sind Gummiharze, die als Grundstoffe für Medikamente und zur Parfümherstellung dienten. In Ägypten wurden sie vor allem zum Einbalsamieren verwendet.
  7. 6Die Midianiter waren ein Nomadenvolk, das in der Araba und in Transjordanien umherzog. Die Ismaëliten (=Wüstennomaden) hier gehörten also speziell zum Stamm der Midianiter.
  8. 7Als Zeichen von Trauer und Entsetzen riss man das Kleidungsstück vom Halsausschnitt an mit einem heftigen Ruck etwa eine Handlänge ein.
  9. 1Adullam lag 26 km westlich von Jerusalem.
  10. 2Kesib lag 4 km südwestlich von Adullam; heute: Tel el-beda.