Logos Bible Study

Exodus 32,1–14

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Gottes Bund ist in Gefahr (32–35)

Das goldene Kalb: der Bundesbruch

321Dem Volk aber wurde das Warten auf die Rückkehr Moses zu viel. Da sammelten sie sich bei Aaron und sagten zu ihm: „Los! Mach uns Götter, die uns anführen! Denn was aus diesem Mose geworden ist, der uns aus Ägypten hierher geführt hat, wissen wir nicht.“ 2Aaron erwiderte: „Nehmt euren Frauen, Söhnen und Töchtern die goldenen Ringe ab und bringt sie mir!“ 3Da zerrten sich alle die goldenen Ohrringe ab und brachten sie zu Aaron. 4Der nahm das Gold entgegen, schmolz es ein und verwendete es, um die Skulptur von einem Kalb anzufertigen. Da riefen alle: „Das sind deine Götter, Israel! Die haben dich aus dem Land Ägypten geführt!“ 5Als Aaron das sah, baute er einen Altar davor und rief: „Morgen ist ein Fest für Jahwe!“ 6Am folgenden Tag standen sie früh auf und opferten Brand- und Freudenopfer. Dann setzten sie sich hin, um zu essen und zu trinken. Anschließend standen sie auf, um sich zu vergnügen.

7Da sagte Jahwe zu Mose: „Geh, steig hinunter, denn dein Volk, das du aus Ägypten hierher geführt hast, läuft ins Verderben! 8Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen vorgeschrieben habe. Ein Stierkalb haben sie sich gebaut und sind vor ihm niedergefallen. Sie haben ihm Opfer gebracht und gesagt: ‚Das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten geführt haben.‘ “

9Weiter sagte Jahwe zu Mose: „Ich habe gesehen, wie eigensinnig dieses Volk ist. 10Lass mich jetzt meinen Zorn über sie ausschütten und sie vernichten. Dafür werde ich dich zu einem großen Volk machen.“ 11Doch Mose flehte Jahwe, seinen Gott, an und sagte: „O Jahwe, warum willst du deinen Zorn über dein Volk ausschütten, das du eben erst mit großer Macht und starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast? 12Warum sollen die Ägypter sagen dürfen: ‚Er hat sie nur herausgeführt, um sie dort am Berg umzubringen und vom Erdboden verschwinden zu lassen.‘? Lass ab von deinem glühenden Zorn und lass das Unheil nicht über dein Volk kommen! 13Denk an deine Diener Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen hast, ihre Nachkommen so zahlreich zu machen wie die Sterne am Himmel. Du hast ihnen zugesichert, dass ihre Nachkommen das versprochene Land für immer in Besitz nehmen werden.“ 14Da tat es Jahwe leid, seinem Volk das angedrohte Unheil anzutun.

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