Logos Bible Study

Exodus 4,22–32,35

Neue evangelistische ÜbersetzungOther versions

German

Arabic

Czech

English

French

Hebrew

Hungarian

Italian

Korean

Latin

Portuguese

Russian

Simplified Chinese

Spanish

Traditional Chinese

22Dann wirst du dem Pharao verkünden: ‚So spricht Jahwe: Israel ist mein erstgeborener Sohn. 23Und ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, dass er mir dient. Du aber hast dich geweigert, ihn ziehen zu lassen. Nun bringe ich deinen erstgeborenen Sohn um.‘ “

24Unterwegs am Rastplatz fiel Jahwe über Mose her und wollte ihn töten. 25Da nahm Zippora einen scharfen Stein, schnitt die Vorhaut am Glied ihres Sohnes ab und berührte damit die Scham von Mose.4 Dabei sagte sie: „Du bist mir wirklich ein Blutsbräutigam!“ 26Wegen der Beschneidung sagte sie „Blutsbräutigam“ zu ihm. Da ließ Jahwe von Mose ab.

27Zu Aaron hatte Jahwe gesagt: „Geh in die Wüste, Mose entgegen!“ Aaron machte sich auf den Weg. Am Berg Gottes traf er Mose und begrüßte ihn mit einem Kuss. 28Mose berichtete Aaron in allen Einzelheiten, was Jahwe ihm aufgetragen hatte und welche Wunderzeichen er tun sollte. 29Dann gingen beide nach Ägypten und riefen die Ältesten des Volkes Israel zusammen. 30Aaron wiederholte vor ihnen alle Worte, die Jahwe zu Mose gesagt hatte, und Mose tat die Wunderzeichen vor dem Volk. 31Da glaubten die Israeliten und begriffen, dass Jahwe ihr Elend gesehen hatte und zu ihnen gekommen war. Sie verneigten sich und beteten ihn an.

Mose und Aaron vor dem Pharao – Verschlimmerung der Lage

51Dann gingen Mose und Aaron zum Pharao und sagten: „So spricht Jahwe, der Gott Israels: ‚Lass mein Volk ziehen, damit es in der Wüste ein Fest für mich feiern kann!‘ “ 2Aber der Pharao erwiderte: „Jahwe, wer soll das denn sein, dass er mir befehlen kann, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jahwe nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen!“ 3Da sagten sie: „Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Lass uns drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und Jahwe, unserem Gott, Opfer schlachten, damit er nicht mit Pest oder Schwert über uns herfällt.“ 4Der Ägypterkönig erwiderte: „Warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit abhalten, Mose und Aaron? Macht euch an die Arbeit!“ 5Dann fügte er noch hinzu: „Es gibt schon mehr als genug von diesem Volk, und da wollt ihr ihnen auch noch Ruhe von ihren Zwangsarbeiten verschaffen?“

6Noch am selben Tag gab der Pharao den ‹ägyptischen› Antreibern und den ‹israelitischen› Vorarbeitern die Anweisung: 7„Ab sofort dürft ihr den Leuten kein Häcksel1 mehr zur Herstellung der Ziegel liefern. Sie sollen sich das Stroh selbst zusammensuchen! 8Aber sie müssen genauso viele Ziegel abliefern wie bisher! Ihr dürft ihnen nichts erlassen, denn sie sind faul. Darum schreien sie ja: ‚Wir wollen losziehen und unserem Gott Opfer schlachten!‘ 9Die Arbeit muss den Männern Druck machen! Wenn sie dann genug zu schaffen haben, kümmern sie sich nicht um leeres Geschwätz!“

10So kamen die Antreiber und die Vorarbeiter des Volkes zu den Israeliten und sagten: „Der Pharao hat befohlen, dass ihr kein Häcksel mehr bekommt. 11Geht selbst und sucht euch Stroh, wo ihr es finden könnt! Doch euer Soll wird nicht gekürzt!“ 12Daraufhin verteilte sich das Volk im ganzen Land Ägypten, um Strohstoppeln für Häcksel zu sammeln. 13Und die Antreiber drängten sie: „Ihr müsst jeden Tag genauso viele Ziegel abliefern wie früher, als es noch Häcksel gab!“ 14Auch die israelitischen Vorarbeiter, die die Antreiber des Pharao eingesetzt hatten, wurden geschlagen und angeschrien: „Warum habt ihr gestern und heute euer Ziegelsoll nicht erfüllt?“

15Da gingen die Vorarbeiter der Israeliten zum Pharao und beklagten sich: „Warum tust du das mit deinen Dienern? 16Man liefert unseren Leuten kein Häcksel mehr und verlangt dennoch, dass sie Ziegel herstellen. Sie werden sogar geschlagen, und dabei sind deine Leute daran schuld!“ 17„Faul seid ihr“, erwiderte der Pharao, „faul! Deswegen schreit ihr: ‚Wir wollen losziehen und Jahwe Opfer schlachten!‘ 18Macht euch wieder an die Arbeit! Häcksel bekommt ihr nicht, aber euer Soll an Ziegeln müsst ihr erfüllen!“

19Da sahen sich die Vorarbeiter der Israeliten in einer üblen Lage, weil man ihnen sagte: „Nichts von eurem täglichen Soll an Ziegeln wird euch erlassen!“

20Als sie vom Pharao kamen, trafen sie Mose und Aaron, die auf sie warteten. 21„Jahwe möge euch bestrafen!“, sagten sie zu beiden. „Ihr habt uns beim Pharao und seinen Leuten verhasst gemacht. Ihr habt ihnen eine Waffe in die Hand gegeben, mit der sie uns umbringen werden!“ 22Da wandte sich Mose an Jahwe und sagte: „Herr, warum behandelst du dieses Volk so schlecht? Wozu hast du mich denn hergeschickt? 23Seit ich zum Pharao gegangen bin und in deinem Namen gesprochen habe, misshandelt er das Volk nur noch mehr. Und du hast dein Volk keineswegs gerettet!“

Gottes Zusagen für Israel

61Da sagte Jahwe zu Mose: „Jetzt wirst du erleben, was ich mit dem Pharao mache. Mit großer Gewalt werde ich ihn zwingen, Israel ziehen zu lassen, ja, er wird das Volk sogar aus seinem Land fortjagen.“ 2Dann sagte Gott zu Mose: „Ich bin Jahwe! 3Ich bin Abraham, Isaak und Jakob als Gott, der Allmächtige, erschienen. Aber unter meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen noch nicht zu erkennen gegeben. 4Und dann habe ich auch meinen Bund mit ihnen geschlossen und habe versprochen, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land, in dem sie als Fremde lebten. 5Auch das Stöhnen der Israeliten, die von den Ägyptern wie Sklaven behandelt werden, habe ich gehört. Da habe ich an meinen Bund gedacht. 6Sag deshalb zu den Israeliten: ‚Ich bin Jahwe. Ich befreie euch von der Zwangsarbeit für die Ägypter. Ich rette euch aus der Sklaverei. Mit starker Hand und durch große Strafgerichte werde ich euch erlösen. 7Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein. Ihr sollt erkennen, dass ich Jahwe bin, euer Gott, der euch von der Zwangsarbeit für die Ägypter befreit hat. 8Ich bringe euch in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob unter Eid versprochen habe, und gebe es euch zum bleibenden Besitz, ich, Jahwe.‘ “

9Mose sagte das alles den Israeliten. Aber sie glaubten ihm nicht, so entmutigt und erschöpft waren sie von der schweren Arbeit. 10Da sagte Jahwe zu Mose: 11„Geh zum Pharao, dem König von Ägypten, und verlange von ihm, die Israeliten aus seinem Land ziehen zu lassen.“ 12Doch Mose erwiderte Jahwe: „Nicht einmal die Israeliten haben auf mich gehört, wie sollte es da der Pharao tun! Ich bin nun einmal ungeschickt im Reden.“ 13Aber Jahwe redete mit Mose und Aaron und schickte sie erneut zu den Israeliten und zum Pharao, dem König von Ägypten. Denn sie sollten die Israeliten aus Ägypten herausführen.

Die Herkunft von Mose und Aaron

14Es folgt die Liste ihrer Sippenoberhäupter: Die Nachkommen Rubens, des erstgeborenen Sohnes Israels, unterteilten sich in die Sippen Henoch, Pallu, Hezron und Karmi, 15die Nachkommen Simeons in die Sippen Jemuël, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul – Schaul war der Sohn einer Kanaaniterin. 16Mit Levi ging es folgendermaßen weiter: Seine Söhne waren Gerschon, Kehat und Merari. Levi selbst war 137 Jahre alt geworden. 17Die Nachkommen Gerschons unterteilten sich in die Sippen Libni und Schimi, 18die Nachkommen Kehats in die Sippen Amram, Jizhar, Hebron und Usiël – Kehat wurde 133 Jahre alt. 19Die Nachkommen Meraris unterteilten sich in die Sippen Machli und Muschi.

20Amram heiratete Jochebed, die Schwester seines Vaters. Sie gebar ihm Aaron und Mose. Amram wurde 137 Jahre alt. 21Jizhars Söhne hießen: Korach, Nefeg und Sichri; 22Usiëls Söhne: Mischaël, Elizafan und Sitri. 23Aaron heiratete Elischeba, eine Tochter Amminadabs und Schwester Nachschons. Sie brachte ihm vier Söhne zur Welt: Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar. 24Die Nachkommen Korachs unterteilten sich in die Sippen Assir, Elkana und Abiasaf. 25Aarons Sohn Eleasar heiratete eine Tochter Putiëls. Sie gebar ihm einen Sohn namens Pinhas. Damit sind die Familienhäupter der Leviten aufgezählt. 26Dieser Aaron und dieser Mose waren es, zu denen Jahwe gesagt hatte: „Führt die Israeliten in geordneten Scharen aus Ägypten hinaus.“ 27Sie waren es, die mit dem Pharao verhandelten, um die Israeliten aus Ägypten führen zu können. 28In Ägypten hatte Jahwe zu Mose gesagt: 29„Ich bin Jahwe! Sag dem König von Ägypten alles, was ich dir auftrage!“ 30Mose aber hatte eingewandt: „Ich bin so ungeschickt im Reden, wie sollte der Pharao da auf mich hören?“

Der Auszug aus Ägypten (7–13)

Aaron, der Sprecher Moses

71Jahwe sagte zu Mose: „Pass auf! Für den Pharao habe ich dich zu einem Gott gemacht, und Aaron wird dein Prophet sein. 2Du gibst ihm alles weiter, was ich dir befehle, und dein Bruder Aaron wird dann vom Pharao fordern, die Israeliten aus seinem Land ziehen zu lassen. 3Ich selbst werde den Pharao starrsinnig machen und werde viele Zeichen und Wunder im Land Ägypten tun. 4Der Pharao wird nicht auf euch hören. Deshalb wird Ägypten meine Macht zu spüren bekommen, und ich werde meine Scharen, mein Volk, die Israeliten, unter gewaltigen Strafgerichten aus dem Land Ägypten herausführen. 5Die Ägypter sollen erkennen, dass ich Jahwe bin, dessen Macht sie spüren, wenn ich die Israeliten aus ihrem Land wegführe.“

6Mose und Aaron machten alles so, wie Jahwe es ihnen dargestellt hatte. 7Mose war damals 80 Jahre alt und Aaron 83 Jahre. 8Jahwe hatte Mose und Aaron nämlich gesagt: 9„Wenn der Pharao verlangt, dass ihr euch durch ein Wunder ausweist, dann sagst du zu Aaron: ‚Wirf deinen Stab vor dem Pharao auf den Boden!‘ Dann wird er zu einer Schlange werden.“

10Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten, was Jahwe ihnen aufgetragen hatte. Aaron warf den Stab vor dem Pharao und seinen Hofbeamten hin und er wurde zur Schlange. 11Da rief der Pharao seine Weisen und Zauberer. Diese seine Magier vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12Jeder warf seinen Stab auf den Boden und es wurden Schlangen daraus. Doch Aarons Stab verschlang ihre Stäbe. 13Der Pharao aber blieb hart. Er hörte nicht auf Mose und Aaron, wie Jahwe es gesagt hatte.

1. Plage: Wasser wird Blut

14Jahwe sagte zu Mose: „Der Pharao bleibt hart. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. 15Geh morgen früh zu ihm, wenn…

Read in Logos
Exodus 14,14: DER HERR WIRD FÜR EUCH STREITEN, UND IHR WERDET STILLE SEIN.

This passage has been shortened. Keep reading Exodus 4,22–32,35 in Logos

Footnotes

  1. 4Scham von Mose. Das war möglicherweise ein symbolischer Akt, in dem der Gehorsam den Ungehorsam ersetzte.
  2. 1Das Stroh wurde zu Häcksel geschnitten und diente bei der Ziegelherstellung als Bindemittel für den Lehm. Die Ziegel waren 38 × 18 × 11 cm groß und wurden in der Sonne getrocknet.