Epheser 2–3
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In Christus gerettet und vereint (2)
Wozu Gott uns geschaffen hat
21Auch euch ‹hat er mit Christus lebendig gemacht›, obwohl ihr durch eure Sünden und Verfehlungen tot wart. 2Darin habt ihr früher gelebt, abhängig vom Zeitgeist dieser Welt, jener unsichtbaren Geistesmacht, die in den Menschen am Werk ist, die Gott nicht gehorchen. 3Zu ihnen haben wir früher auch gehört und wurden wie sie von unseren Begierden beherrscht. Wir lebten unsere Triebe und Ideen aus, denn das war unsere Natur. Deshalb hatten wir, wie alle anderen auch, nichts als Zorn verdient. 4Aber Gott ist reich an Erbarmen und hat uns seine ganze große Liebe geschenkt 5und hat uns mit dem Christus lebendig gemacht – ja, auch uns, die wegen ihrer Verfehlungen tot für ihn waren. – Aus reiner Gnade seid ihr gerettet! 6Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns mit ihm einen Platz in der Himmelswelt gegeben. 7Damit wollte er uns auch in den kommenden Zeitaltern den unermesslichen Reichtum seiner Gnade in Güte zuteilwerden lassen. Und das alles in Verbindung mit Christus Jesus. 8Denn aus Gnade seid ihr gerettet – durch Glauben. Dazu habt ihr selbst nichts getan, es ist Gottes Geschenk, 9nicht euer eigenes Werk. Niemand soll damit angeben können. 10In Christus Jesus sind wir Gottes Meisterstück. Er hat uns geschaffen, dass wir tun, was wirklich gut ist, gute Werke, die er für uns vorbereitet hat. Damit sollen wir unser Leben gestalten.
Was Gott aus uns gemacht hat
11Deshalb denkt daran, dass ihr früher zu den Völkern gehörtet, die von den Juden die „Unbeschnittenen“ genannt werden, obwohl sie selbst nur äußerlich beschnitten sind. 12Ihr wart damals von Christus getrennt und vom Bürgerrecht Israels ausgeschlossen. Die Bündnisse Gottes und die damit verbundenen Zusagen waren euch fremd. Ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt. 13Doch jetzt seid ihr, die ihr damals Fernstehende wart, durch die Verbindung mit Christus Jesus und durch sein Blut zu Nahestehenden geworden. 14Denn er selbst ist unser Frieden. Er hat aus beiden, ‹den Fernen und Nahen›, eine Einheit gemacht. Und durch sein körperliches Sterben hat er die Mauer der Feindschaft niedergebrochen. 15So hat er auch das Gesetz mit seinen Vorschriften und Geboten außer Kraft gesetzt, denn er wollte ‹Juden und Nichtjuden›, beide in seiner Person, zu dem einen neuen Menschen formen und Frieden zwischen ihnen stiften. 16Denn er wollte sie in einem Leib mit Gott versöhnen. Das geschah durch seinen Tod am Kreuz, durch den er auch die Feindschaft zwischen ihnen getötet hat. 17So ist er gekommen und hat Frieden verkündet. Frieden für euch in der Ferne und Frieden für die in der Nähe. 18Denn durch ihn haben wir beide in einem Geist freien Zugang zum Vater. 19So seid ihr also keine Fremden mehr, geduldete Ausländer, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und gehört zur Familie Gottes. 20Ihr seid auf dem Fundament der Apostel und Propheten1 aufgebaut, in dem Christus Jesus selbst der Eckstein ist. 21Durch ihn sind alle Bauteile fest miteinander verbunden, sodass durch ihn, unseren Herrn, ein einzigartiges Heiligtum entsteht. 22Und weil ihr mit ihm verbunden seid, werdet auch ihr als Bausteine in diese geistliche Wohnstätte Gottes eingefügt.
In Christus die eine Gemeinde (3)
Was unsere Aufgabe ist
31Deswegen bin ich, Paulus, jetzt für euch Nichtjuden ‹im Gefängnis›, sozusagen ein Gefangener des Messias. 2Ihr habt doch wohl von der Aufgabe gehört, die mir in Bezug auf euch gegeben ist: Verwalter der Gnade Gottes zu sein. 3Denn durch eine Offenbarung hat er mir das Geheimnis enthüllt, wie ich es eben kurz beschrieben habe. 4Wenn ihr es lest, werdet ihr meine Einsicht in das Geheimnis des Christus verstehen. 5Anderen Generationen wurde das noch nicht offenbart. Gott hat es aber jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist enthüllt: 6Die nichtjüdischen Völker sollen mit am Erbe teilhaben und mit zu dem einen Leib gehören. Auch ihnen gelten jetzt die Zusagen Gottes durch Christus Jesus und das Evangelium. 7Und ich bin durch die Gabe der Gnade Gottes ein Diener dieser Botschaft geworden. So zeigt sich seine wirksame Kraft an mir. 8Mir, dem Geringsten von allen, die Gott geheiligt hat, wurde die Gnade geschenkt, den nichtjüdischen Völkern verkündigen zu dürfen, dass der unfassbare Reichtum des Messias auch für sie da ist, 9und ans Licht zu bringen, wie Gott dieses Geheimnis nun verwirklicht hat; diesen Plan, den der Schöpfer aller Dinge vor aller Zeit gefasst hat und bis jetzt verborgen hielt. 10Erst durch die Gemeinde sollte das den Mächten und Gewalten in der Himmelswelt bekannt werden. Auf diese Weise sollten sie die vielfältige Weisheit Gottes kennen lernen, 11denn so entsprach es dem ewigen Plan Gottes, den er in Christus Jesus, unserem Herrn, verwirklicht hat. 12Weil wir ihm gehören und an ihn glauben, haben wir freien Zugang ‹zu Gott› und nutzen das in aller Offenheit und Zuversicht. 13Darum bitte ich euch: Lasst euch nicht irremachen durch das, was ich leiden muss, denn ich ertrage es euretwegen, zur Ehre für euch.
Wofür wir beten sollen
14Deshalb knie ich mich hin vor dem Vater, 15dem jede Familie1 im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt: 16Er möge euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft beschenken, dass ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet; 17dass Christus durch den Glauben in eurem Herzen wohnt und ihr in Liebe eingewurzelt und gegründet seid; 18damit ihr zusammen mit allen, die Gott gehören, imstande seid, das ganze Ausmaß zu erfassen, seine Breite, Länge, Höhe und Tiefe; 19ja zu erkennen, was alle Erkenntnis übersteigt: die unermessliche Liebe, die Christus zu uns hat. So werdet ihr erfüllt werden mit der ganzen Fülle, die von Gott kommt.
20Dem, der so unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder erdenken, und der in seiner Kraft unter uns wirkt, 21ihm gebührt die Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus von Generation zu Generation in alle Ewigkeit. Amen.
Footnotes
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden