Logos Bibelsoftware

2. Samuel 4–5

Neue evangelistische ÜbersetzungAndere Übersetzungen

Deutsch

Arabisch

Chinesisch (traditionell)

Chinesisch (vereinfacht)

Englisch

Französisch

Hebräisch

Italienisch

Koreanisch

Latein

Portugiesisch

Russisch

Spanisch

Tschechisch

Ungarisch

Isch-Boschets Tod

41Als Isch-Boschet Ben-Saul hörte, dass Abner in Hebron umgekommen war, verlor er jeden Mut. Auch ganz Israel war bestürzt. 2Nun hatte der Sohn Sauls zwei Truppenführer in seinem Dienst. Der eine hieß Baana, der andere Rechab. Es waren Söhne Rimmons, Benjaminiten aus Beërot, denn auch Beërot wird zu Benjamin gerechnet. 3Die früheren Bewohner der Stadt waren nach Gittajim geflohen und leben heute noch als Fremde dort. 4Es gab auch noch einen Sohn von Jonatan Ben-Saul, der an beiden Füßen gelähmt war. Er war fünf Jahre alt gewesen, als die Nachricht von Saul und Jonatan aus Jesreel kam. Da hatte ihn seine Amme auf den Arm genommen, um mit ihm zu fliehen. Aber in ihrer Hast ließ sie ihn fallen. Seitdem war er gelähmt. Er hieß Mefi-Boschet.

5Rechab und Baana, die Söhne Rimmons aus Beërot, gingen also zum Haus Isch-Boschets. In der Nachmittagshitze kamen sie dort an, als Isch-Boschet gerade seinen Mittagsschlaf hielt. 6Sie taten so, als ob sie Weizen aus der Vorratskammer holen wollten. So gelangten sie ins Innere des Hauses, stachen ihn in den Bauch und konnten wieder entkommen. 7Sie waren bis in das Schlafzimmer vorgedrungen, in dem Isch-Boschet auf dem Bett lag. Dort hatten sie ihn getötet und ihm den Kopf abgetrennt. Den Kopf nahmen sie mit und marschierten anschließend die ganze Nacht durch die Araba4 hindurch. 8So kamen sie mit dem Kopf Isch-Boschets nach Hebron zu David. „Hier ist der Kopf von Isch-Boschet, dem Sohn deines Feindes Saul, der dir nach dem Leben getrachtet hat! So hat Jahwe unserem Herrn und König an diesem Tag Rache an Saul und seinen Nachkommen verschafft.“

9Da erwiderte David Rechab und Baana, den Söhnen Rimmons aus Beërot: „So wahr Jahwe lebt, der mich aus jeder Not gerettet hat: 10Den Mann, der sich für einen Freudenboten hielt und mir in Ziklag meldete: ‚Saul ist tot!‘, ließ ich umbringen. Das war der Botenlohn für ihn. 11Wie soll ich dann erst mit Verbrechern verfahren, die einen gerechten Mann auf seinem Bett umgebracht haben? Sollte ich dann nicht sein Blut von euch zurückfordern und euch von der Erde wegschaffen?“ 12David befahl seinen Männern, die beiden hinzurichten. Sie taten es, hieben ihnen dann Hände und Füße ab und hingen ihre Leichen am Teich von Hebron auf. Isch-Boschets Kopf aber bestatteten sie im Grab Abners in Hebron.

Davids Herrschaft über ganz Israel (5–10)

David wird König über ganz Israel

51Alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sagten zu ihm: „Wir sind doch dein Fleisch und Blut. 2Schon früher, als Saul noch unser König war, hast du Israels Heer in den Kampf geführt und wieder heimgebracht. Und Jahwe hat zu dir gesagt: ‚Du sollst der Hirt meines Volkes Israel sein, du sollst Israels Fürst werden!‘ “ 3Das sagten die Ältesten Israels, die zum König nach Hebron gekommen waren. Und König David schloss vor Jahwe einen Bund mit ihnen. Daraufhin salbten sie David zum König über Israel. 4David war 30 Jahre alt, als er König wurde, und regierte 40 Jahre, 5siebeneinhalb Jahre über Juda in Hebron und 33 Jahre über ganz Israel und Juda in Jerusalem.

David erobert Jerusalem

6Der König zog nun mit seinen Männern nach Jerusalem. Die Jebusiter, die damals im Land wohnten, sagten zu ihm: „Hier wirst du nie hereinkommen! Selbst Blinde und Lahme würden dich vertreiben.“ Sie waren sich sicher, dass David nicht in die Stadt kommen könnte. 7Aber David nahm die Bergfestung Zion ein, und sie wurde zur Davidsstadt. 8Er hatte damals gesagt: „Wer die Jebusiter schlagen will, muss den Zinnor1 erreichen, um diese Lahmen und Blinden zu überwältigen, die mir so verhasst sind.“ Deshalb sagt man: „Ein Blinder und ein Lahmer, die dürfen nicht ins Haus!“

9David machte die Bergfestung zu seinem Wohnsitz und nannte sie „Davidsstadt“. Er baute sie ringsum aus, vom Stadtwall an nach innen. 10So wurde David immer mächtiger, und Jahwe, Gott, der Allmächtige, stand ihm bei. 11König Hiram von Tyrus2 schickte eine Gesandtschaft zu David. Er lieferte ihm Zedernholz für seinen Palast und schickte Zimmerleute und Steinmetze zum Bauen. 12So erlebte David, wie Jahwe ihn als König über Israel bestätigte und aus Liebe zu seinem Volk Israel sein Königtum zu Ansehen brachte.

13Nachdem David von Hebron nach Jerusalem gezogen war, nahm er noch weitere Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem und bekam noch mehr Söhne und Töchter. 14Seine in Jerusalem geborenen Söhne waren Schammua, Schobab, Natan und Salomo, 15Jibhar, Elischua, Nefeg und Jafia, 16Elischama, Eljada und Elifelet.

Der Krieg mit den Philistern

17Als die Philister hörten, dass David zum König über Israel gesalbt worden war, kamen sie mit ihrem ganzen Heer, um David zu stellen. Sobald David das erfuhr, verschanzte er sich in einer der Bergfestungen. 18Die Philister breiteten sich in der Ebene von Refaïm3 aus. 19Da fragte David Jahwe: „Soll ich die Philister angreifen? Wirst du sie in meine Hand geben?“ Jahwe erwiderte David: „Greif sie an! Ich gebe sie in deine Gewalt!“ 20Da zog David aus und besiegte die Philister bei Baal-Perazim. Er sagte: „Wie Wasser einen Damm durchbricht, hat Jahwe die Schlachtreihen meiner Feinde vor mir durchbrochen.“ Deshalb nannte man jenen Ort Baal-Perazim, Herr der Durchbrüche. 21Die fliehenden Philister ließen sogar ihre Götzenbilder zurück. David und seine Männer nahmen sie als Beute mit.

22Doch einige Zeit später kamen die Philister wieder und breiteten sich in der Ebene Refaïm aus. 23David fragte Jahwe, was er tun solle, und dieser antwortete: „Greif sie diesmal nicht direkt an, sondern umgehe sie und fall ihnen von den Baka-Sträuchern4 her in den Rücken. 24Sobald du ein Geräusch hörst, so als ob jemand durch die Baka-Zweige schreitet, dann beeile dich! Denn dann ist Jahwe vor dir her in die Schlacht gezogen, um das Heerlager der Philister zu schlagen.“ 25David machte es so, wie Jahwe ihm befohlen hatte. Er schlug die Philister von Geba5 bis in die Gegend von Geser6.

In Logos lesen

Fußnoten

  1. 4Als Araba wird der Jordangraben bezeichnet, der sich von Nord nach Süd durch ganz Israel bis nach Elat am Roten Meer zieht. Er ist zwischen 12,5 und 22,5 km breit und befindet sich fast überall unter der Höhe des Meeresspiegels, am Toten Meer 394 m unter NN.
  2. 1Der Zinnor war wohl der fast 50 m lange Tunnel, der unter der Stadtmauer hindurch zu dem großen offenen Wasserbecken hinabführte, das von der Gihon-Quelle gespeist wurde. Die ganze Anlage zur Wasserversorgung war wie eine stark befestigte Bastion der Stadtmauer vorgelagert. Die wasserreiche Quelle selbst hatten die Jebusiter mit einem massiven Festungsturm umbaut.
  3. 2Tyrus war eine wichtige Hafenstadt in Phönizien (heute: Libanon).
  4. 3Die Ebene Refaïm ist ein fruchtbares Gebiet westlich von Jerusalem.
  5. 4Baka, aus „weinen“ abgeleitet. Vermutlich ein Strauch, der einen milchigen Saft oder duftendes Harz absondert.
  6. 5Geba lag 9 km nordöstlich von Jerusalem an der Grenze Judas.
  7. 6Geser. Die alte kanaanitische Königsstadt lag etwa 35 km westlich von Jerusalem und gehörte zu dieser Zeit offenbar den Philistern.