2. Petrus 3,1–10
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3: Erfüllung der wahren Erkenntnis
Leichtfertige Spötter
31Das ist bereits mein zweiter Brief an euch, liebe Geschwister. Durch beide wollte ich euch an längst Bekanntes erinnern, dass eure gute Gesinnung erwacht. 2Ich möchte, dass ihr euch an das erinnert, was die heiligen Propheten vor langer Zeit sagten, und ebenso an das Gebot unseres Herrn und Retters, das euch durch eure Apostel erreichte. 3Vor allen Dingen müsst ihr wissen, dass in den letzten Tagen Spötter auftreten werden, die sich darüber lustig machen und ihre eigenen Begierden ausleben. 4Sie werden sagen: „Er hat doch versprochen wiederzukommen! Wo bleibt er denn? Inzwischen sind unsere Väter gestorben, aber alles ist immer noch so, wie es seit der Schöpfung von Anfang an war.“ 5Wer das behauptet, will nicht wahrhaben, dass es die Himmel schon längst gab und die Erde aus dem Wasser hervorgetreten und mit Wasser umgeben war. Gott hatte sie durch sein Wort geschaffen. 6Dennoch wurde die Welt damals ‹bei der großen Flut auf Gottes Wort hin› durch Wasser überschwemmt und vernichtet. 7Durch dasselbe Wort werden nun auch die jetzigen Himmel und die jetzige Erde für das Feuer aufgespart. Sie werden bewahrt bis zum Tag des Gerichts, an dem die Gottlosen zugrunde gehen.
Gnädige Verzögerung
8Eins dürft ihr dabei nicht übersehen, liebe Geschwister: Für den Herrn ist das, was ‹für uns› ein Tag ist, wie tausend Jahre; und was ‹für uns› tausend Jahre sind, ist ‹für ihn› wie ein einziger Tag. 9Der Herr zögert seine Zusage nicht hinaus, wie manche das meinen. Im Gegenteil: Er hat noch Geduld mit euch, denn er will nicht, dass irgendjemand ins Verderben geht, sondern dass alle umkehren zu ihm. 10Der Tag des Herrn wird aber so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen und die Elemente in Hitze aufgelöst. Die Erde mit allen Menschenwerken darauf ist dann verbrannt.1
Footnotes
- 1Nach anderen Handschriften: „wird nicht mehr gefunden“.
Copyright 2018 Karl-Heinz Vanheiden