Psalm 37–39
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37
1Von David. Erzürne dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht die, welche Unrecht tun!
2Denn wie das Gras werden sie schnell vergehen, und wie das grüne Kraut verwelken.
3Vertraue auf Jehova und tue Gutes; wohne im Lande und weide dich an Treue;
4und ergötze dich an Jehova: so wird er dir geben die Bitten deines Herzens.
5Befiehl Jehova deinen Weg und vertraue auf ihn! Und er wird handeln;
6und er wird deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag.
7Vertraue still dem Jehova und harre auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Anschläge ausführt!
8Stehe ab vom Zorn und laß den Grimm! Erzürne dich nicht! Nur zum Übeltun verleitet es.
9Denn die Übeltäter werden ausgerottet werden; aber die auf Jehova hoffen, diese werden das Land besitzen.
10Und noch um ein Kleines, und der Gesetzlose ist nicht mehr; und siehst du dich um nach seiner Stätte, so ist er nicht da.
11Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen, und werden sich ergötzen an Fülle von Wohlfahrt.
12Der Gesetzlose sinnt wider den Gerechten, und mit seinen Zähnen knirscht er wider ihn.
13Der Herr lacht seiner, denn er sieht, daß sein Tag kommt.
14Die Gesetzlosen haben das Schwert gezogen und ihren Bogen gespannt, um zu fällen den Elenden und den Armen, hinzuschlachten, die in Geradheit wandeln.
15Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden zerbrochen werden.
16Besser das Wenige des Gerechten als der Überfluß vieler Gesetzlosen.
17Denn die Arme der Gesetzlosen werden zerbrochen werden, aber Jehova stützt die Gerechten.
18Jehova kennt die Tage derer, die lauter sind, und ihr Erbteil wird ewig sein;
19sie werden nicht beschämt werden in der Zeit des Übels, und in den Tagen des Hungers werden sie gesättigt werden.
20Denn die Gesetzlosen werden umkommen, und die Feinde Jehovas sind wie die Pracht der Auen; sie schwinden, sie schwinden dahin wie Rauch.
21Der Gesetzlose borgt und erstattet nicht wieder; der Gerechte aber ist gnädig und gibt.
22Denn die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen, und die von ihm Verfluchten werden ausgerottet werden.
23Von Jehova werden befestigt des Mannes Schritte, und an seinem Wege hat er Wohlgefallen;
24wenn er fällt, wird er nicht hingestreckt werden, denn Jehova stützt seine Hand.
25Ich war jung und bin auch alt geworden, und nie sah ich den Gerechten verlassen, noch seinen Samen nach Brot gehen;
26den ganzen Tag ist er gnädig und leiht, und sein Same wird gesegnet sein.
27Weiche vom Bösen und tue Gutes, und bleibe ewiglich!
28Denn Jehova liebt das Recht und wird seine Frommen nicht verlassen; ewig werden sie bewahrt, aber der Same der Gesetzlosen wird ausgerottet.
29Die Gerechten werden das Land besitzen und werden darin wohnen immerdar.
30Der Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet das Recht;
31das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte werden nicht wanken.
32Der Gesetzlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu töten;
33Jehova wird ihn nicht in seiner Hand lassen, und ihn nicht verdammen, wenn er gerichtet wird.
34Harre auf Jehova und bewahre seinen Weg, und er wird dich erhöhen, das Land zu besitzen. Wenn die Gesetzlosen ausgerottet werden, wirst du zusehen.
35Ich habe einen Gesetzlosen gesehen, der gewaltig war, und der sich ausbreitete wie ein nicht verpflanzter grüner Baum;
36und man ging vorbei, und siehe, er war nicht mehr; und ich suchte ihn, und er ward nicht gefunden.
37Achte auf den Unsträflichen und sieh auf den Aufrichtigen; denn für den Mann des Friedens gibt es eine Zukunft.
38Die Übertreter aber werden vertilgt allesamt, es wird abgeschnitten die Zukunft der Gesetzlosen.
39Aber die Rettung der Gerechten ist von Jehova, der ihre Stärke ist zur Zeit der Bedrängnis;
40und Jehova wird ihnen helfen und sie erretten; er wird sie erretten von den Gesetzlosen und ihnen Rettung verschaffen, denn sie trauen auf ihn.
38
1 Ein Psalm von David zum Gedächtnis. Jehova, strafe mich nicht in deinem Zorn, noch züchtige mich in deinem Grimm!
2Denn deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und deine Hand hat sich auf mich herabgesenkt.
3Nichts Heiles ist an meinem Fleische wegen deines Zürnens, kein Frieden in meinen Gebeinen wegen meiner Sünde.
4Denn meine Ungerechtigkeiten sind über mein Haupt gegangen, wie eine schwere Last sind sie zu schwer für mich.
5Es stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit.
6Ich bin gekrümmt, über die Maßen gebeugt; den ganzen Tag gehe ich trauernd einher.
7Denn voll Brand sind meine Lenden, und nichts Heiles ist an meinem Fleische.
8Ich bin ermattet und über die Maßen zerschlagen, ich heule vor Gestöhn meines Herzens.
9Herr, vor dir ist all mein Begehr, und mein Seufzen ist nicht vor dir verborgen.
10Mein Herz pocht, verlassen hat mich meine Kraft; und das Licht meiner Augen, auch das ist nicht bei mir.
11Meine Lieben und meine Genossen stehen fernab von meiner Plage, und meine Verwandten stehen von ferne.
12Und die nach meinem Leben trachten, legen mir Schlingen; und die mein Unglück suchen, reden von Schadentun und sinnen auf Trug den ganzen Tag.
13Ich aber, wie ein Tauber, höre nicht, und bin wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.
14Und ich bin wie ein Mann, der nicht hört, und in dessen Munde keine Gegenreden sind.
15Denn auf dich, Jehova, harre ich; du, du wirst antworten, Herr, mein Gott.
16Denn ich sprach: Daß sie sich nicht über mich freuen! Beim Wanken meines Fußes tun sie groß wider mich.
17Denn ich bin nahe daran zu hinken, und mein Schmerz ist beständig vor mir.
18Denn ich tue kund meine Ungerechtigkeit; ich bin bekümmert wegen meiner Sünde.
19Meine Feinde aber leben, sind stark, und viele sind derer, die ohne Grund mich hassen;
20und Böses für Gutes vergeltend, feinden sie mich an, weil ich dem Guten nachjage.
21Verlaß mich nicht, Jehova; mein Gott, sei nicht fern von mir!
22Eile zu meiner Hilfe, Herr, meine Rettung!
39
1Dem Vorsänger, dem Jeduthun. Ein Psalm von David. Ich sprach: Ich will meine Wege bewahren, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund mit einem Maulkorbe verwahren, solange der Gesetzlose vor mir ist.
2Ich verstummte in Stille, ich schwieg vom Guten, und mein Schmerz ward erregt.
3Mein Herz brannte in meinem Innern, bei meinem Nachsinnen entzündete sich Feuer; ich sprach mit meiner Zunge:
4Tue mir kund, Jehova, mein Ende, und das Maß meiner Tage, welches es ist, daß ich wisse, wie vergänglich ich bin!
5Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und meine Lebensdauer ist wie nichts vor dir; ja, eitel Hauch ist jeder Mensch, der dasteht. (Sela.)
6Ja, als ein Schattenbild wandelt der Mensch einher; ja, vergebens ist er voll Unruhe; er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird.
7Und nun, auf was harre ich, Herr? Meine Hoffnung ist auf dich!
8Errette mich von allen meinen Übertretungen, mache mich nicht zum Hohne des Toren!
9Ich bin verstummt, ich tue meinen Mund nicht auf; denn du, du hast es getan.
10Entferne von mir deine Plage! Durch die Schläge deiner Hand vergehe ich.
11Strafst du einen Mann mit Züchtigungen für die Ungerechtigkeit, so machst du, gleich der Motte, seine Schönheit zergehen; ja, ein Hauch sind alle Menschen. (Sela.)
12Höre mein Gebet, Jehova, und nimm zu Ohren mein Schreien; schweige nicht zu meinen Tränen! Denn ein Fremdling bin ich bei dir, ein Beisasse wie alle meine Väter.
13Blicke von mir ab, daß ich mich erquicke, bevor ich dahingehe und nicht mehr bin!
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