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Sprüche 10–16

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10–24: Gelehrte Weisheit

Sprichwörter Salomos

101Es folgen Sprichwörter Salomos.

Ein kluger Sohn ist Vaters Glück, doch ein dummer ist Mutters Kummer.

2Unrecht Gut gedeiht nicht gut, doch Gerechtigkeit rettet vom Tod.

3Jahwe lässt keinen verhungern, der gottrecht lebt, doch die Gier der Gottlosen stößt er zurück.

4Wer lässig schafft, wird arm, doch fleißige Hände machen reich.

5Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn, doch wer die Ernte verschläft, hat Verachtung verdient.

6Das Haupt des Gerechten ist mit Segen gekrönt, doch im Mund des Gottlosen versteckt sich Gewalt.

7Das Andenken des Gerechten ist Segen, doch der Name des Gottlosen verwest.

8Ein weiser Mensch nimmt Weisungen an, doch wer Unsinn redet, kommt zu Fall.

9Wer ehrlich ist, tritt sicher auf, doch wer krumme Wege geht, fängt zu schwitzen an.

10Wer böswillig zwinkert, verursacht nur Leid, und wer Unsinn redet, kommt zu Fall.

11Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens, doch im Mund eines Gottlosen versteckt sich Gewalt.

12Hass verlangt nach Streit, doch Liebe deckt alle Vergehen zu.

13Auf den Lippen des Verständigen findet man Weisheit, auf dem Rücken des Unverständigen einen Stock.

14Weise sparen ihr Wissen auf, Narren reden schnell Unheil herbei.

15Für den Reichen ist der Besitz eine sichere Burg, für den Armen führt Armut zum Untergang.

16Der Verdienst des Gerechten erhält ihn am Leben, der Gottlose gibt das Geld zum Sündigen aus.

17Wer auf Mahnungen hört, ist auf dem Weg zum Leben, wer sie verachtet, ist auf einer falschen Spur.

18Wer den Hass versteckt, muss lügen, doch wer Verleumdung ausstreut, ist verrückt.

19Wo viele Worte sind, geht es ohne Sünde nicht ab, doch wer die Zunge im Zaum hält, ist klug.

20Die Worte des Gerechten sind wie erlesenes Silber, doch das Gewissen eines Gesetzlosen ist wenig wert.

21Das Reden des Gerechten macht viele Menschen satt, doch ein Dummkopf stirbt durch Unverstand.

22Wohlstand kommt durch den Segen Jahwes, eigenes Mühen vergrößert ihn nicht.

23Nur dem Dummen machen Schandtaten Spaß, ein Verständiger erfreut sich an Weisheit.

24Was der Gottlose fürchtet, kommt über ihn, doch der Gerechte bekommt, was er wünscht.

25Wenn der Sturm tobt, fegt er den Gottlosen weg, doch der Gerechte steht immer auf festem Grund.

26Wie Essig für die Zähne und Rauch für die Augen ist ein Fauler für den, der ihn zur Arbeit schickt.

27Wer Jahwe ehrt, wird länger leben, wer ihn missachtet, verkürzt seine Zeit.

28Der Gerechte kann Freude erwarten, doch der Gottlose hat seine Hoffnung verspielt.

29Wer sich an Jahwe hält, hat seine Zuflucht in ihm, doch wer Unrecht tut, für den ist er der Untergang.

30Wer gottgefällig lebt, hat immer sicheren Grund, doch wer Gott missachtet, verliert sein Land.

31Weisheit kommt aus dem Mund des Gerechten, doch eine falsche Zunge schneidet man ab.

32Was von den Lippen des Gerechten kommt, das tut dir gut. Was aus dem Mund des Gottlosen kommt, löst Verkehrtes aus.

111Die falsche Waage verabscheut Jahwe; Gefallen hat er nur am vollen Gewicht.

2Kommt Übermut, dann kommt auch Schande, doch Weisheit ist mit Demut verknüpft.

3Aufrichtige werden von Ehrlichkeit geführt, Treulose von ihrer Falschheit zersetzt.

4Reichtum nützt nichts, wenn Gott zornig ist, wer Gott gehorcht, rettet sein Leben.

5Gerechtigkeit bahnt Aufrichtigen den Weg, doch Gesetzlose kommen durch ihre Bosheit zu Fall.

6Die Aufrichtigen rettet ihre Gerechtigkeit, die Treulosen fängt die eigene Gier.

7Wenn der Gottlose stirbt, vergeht seine Hoffnung, und seine Erwartungen verlieren sich.

8Der Gerechte wird aus Bedrängnis befreit, der Gottlose kommt statt seiner hinein.

9Wer Gott verachtet, verdirbt den Ruf seines Nächsten, wer gottgefällig lebt, entkommt durch seine Erkenntnis.

10Geht es den Gottesfürchtigen gut, freut sich die Stadt, kommen die Gottlosen um, jubelt sie auf.

11Durch den Segen ehrlicher Menschen kommt eine Stadt hoch, doch das Gerede Gesetzloser macht sie dem Erdboden gleich.

12Wer über andere lästert, hat keinen Verstand, doch ein Verständiger hält seinen Mund.

13Wer als Verleumder umherzieht, gibt Anvertrautes preis, doch ein Zuverlässiger hält die Sache geheim.

14Wo es an Führung mangelt, zerfällt ein Volk, Rettung kommt durch viele Berater.

15Wer für einen Fremden bürgt, ist übel dran, doch wer den Handschlag hasst, ist sicher.

16Eine liebenswürdige Frau kommt zu Ehren, rücksichtslose Männer werden höchstens reich.

17Wer zu anderen gütig ist, tut sich selber wohl, doch ein Grausamer schneidet sich ins eigene Fleisch.

18Unsicher ist der Gewinn der Gesetzlosigkeit; wer auf Gerechtigkeit setzt, erhält einen sicheren Lohn.

19So gewiss die Gerechtigkeit zum Leben führt, so sicher führt die Jagd nach dem Bösen zum Tod.

20Verschlagene Menschen verabscheut Jahwe, doch die, die aufrichtig leben, gefallen ihm wohl.

21Die Hand darauf: Der Böse bleibt nicht ungestraft! Aber die Nachkommen des Gerechten kommen davon.

22Wie ein goldener Ring im Rüssel einer Sau ist eine schöne Frau, die keinen Anstand hat.

23Wer gottgefällig lebt, darf lauter Gutes erwarten, doch den Gottlosen erwartet nur Zorn.

24Mancher teilt mit vollen Händen aus und bekommt doch immer mehr, ein anderer spart über Gebühr und wird doch arm dabei.

25Wer andern Gutes tut, dem geht es selber gut, wer anderen Erfrischung gibt, wird selbst erfrischt.

26Wer in Notzeiten Getreide zurückhält, wird von den Leuten verflucht, wer es aber verkauft, den segnen sie.

27Wer auf das Gute aus ist, findet Gefallen bei Gott; wer Böses ausheckt, zieht es sich auf den Hals.

28Wer auf sein Geld vertraut, kommt zu Fall; doch wer gottgefällig lebt, wird sprossen wie das frische Grün.

29Wer seine Familie zerrüttet, steht am Schluss vor dem Nichts, und der Dumme wird zum Sklaven des Weisen.

30Die Frucht des Gerechten ist ein Lebensbaum; und der Weise gewinnt Menschen für sich.

31Wer gottgefällig lebt, erhält schon auf der Erde seinen Lohn, wer gottlos und in Sünde lebt erst recht.

121Wer Zurechtweisung liebt, der liebt es zu lernen, wer keine Ermahnung erträgt, ist einfach nur dumm.

2Wer Gutes im Sinn hat, gefällt Jahwe, doch einen Hinterhältigen verurteilt er.

3Wer Unrecht tut, hat keinen Bestand, doch der Gerechte steht wie ein tief verwurzelter Baum.

4Eine fleißige Frau ist eine Krone für ihren Mann, doch eine schamlose ist wie Fäulnis im Skelett.

5Was Gerechte überlegen, führt zum Recht, Ungerechte denken sich Betrügereien aus.

6Das Reden von Gottlosen ist wie ein Lauern auf Blut, Wahrheitsliebende retten sich mit ihrem Mund.

7Gesetzlose stürzen und sind nicht mehr, doch das Haus der Gerechten besteht.

8Jeder wird nach dem Maß seiner Klugheit gelobt, doch einen Wirrkopf verachtet man nur.

9Besser unbeachtet bleiben, aber einen Diener haben, als ein Wichtigtuer sein, der nichts zu essen hat.

10Den Gerechten kümmert das Wohl seines Viehs, wer Gott verachtet, hat ein grausames Herz.

11Wer seine Felder bestellt, hat auch genügend Brot, doch wer Nichtigkeiten nachjagt, ist ohne Verstand.

12Die Gottlosen meinen sicher zu sein in der Schlinge der Bösen, doch nur die Wurzel der Gerechten gibt Halt.

13Der Böse verfängt sich im Lügengespinst, der Gerechte entgeht der Gefahr.

14Wer Gutes sagt, lebt auch gut davon. Was die Hände des Menschen schaffen, das kehrt zu ihm zurück.

15Ein Dummkopf hält alles, was er tut, für recht, doch ein Weiser hört auf Rat.

16Ein Dummkopf zeigt seinen Ärger sofort, doch wer die Beleidigung einsteckt, ist klug.

17Ein wahrhaftiger Zeuge fördert das Recht, ein falscher unterstützt den Betrug.

18Wer unbedacht schwätzt, verletzt mit dem Schwert, doch Balsam sind die Worte von Weisen.

19Wahrheit besteht in Ewigkeit, Lüge vergeht in kürzester Zeit!

20Wer Böses plant, schadet sich selbst, wer zum Frieden rät, weckt Freude in sich.

21Kein Unheil stößt dem Gerechten zu, doch die Gottlosen werden vom Unglück erdrückt.

22Ein Mensch, der lügt, ist Jahwe ein Gräuel, nur wer wahrhaftig ist, gefällt ihm wohl.

23Ein kluger Mensch hält sein Wissen verborgen, doch ein Narr schreit seine Dummheit heraus.

24Fleißige werden die Herrschaft erringen, Faule müssen Zwangsarbeit tun.

25Sorgen drücken nieder, doch ein gutes Wort richtet auf.

26Der Gerechte zeigt seinem Freund den richtigen Weg, wer sich von Gott gelöst hat, wird irregeführt.

27Wer lässig ist, fängt nie ein Wild, doch Fleiß ist ein bleibender Besitz.

28Wer gottgefällig lebt, findet das Leben, in dieser Richtung gibt es keinen Tod.

131Ein verständiger Sohn hört, wenn er zurechtgewiesen wird, doch der Spötter hört nicht auf Ermahnung.

2Vom Ertrag seiner Worte kann man gut leben, doch gemeine Menschen leben für die Gewalt.

3Wer den Mund hält, bewahrt sein Leben, wer ihn aufreißt, dem droht Verderben.

4Ein fauler Mensch hat viele Wünsche, erreicht aber nichts, doch der Fleißige erfüllt sie sich.

5Wer Gott gehorcht, hasst Lug und Trug, wer Gott verachtet, bringt anderen Schande und Schmach.

6Gottesfurcht bewahrt die Ehrlichen, Gesetzlosigkeit bringt die Sünder zu Fall.

7Mancher stellt sich reich und hat doch nichts; mancher stellt sich arm und ist steinreich.

8Ein Reicher kann Lösegeld für sein Leben bezahlen, doch ein Armer wird gar nicht erst erpresst.

9Das Licht der Gerechten strahlt hell, doch die Lampe der Gottlosen erlischt.

10Übermut bringt nichts als Streit, doch wer sich beraten lässt, ist klug.

11Vermögen aus dem Nichts verliert sich bald, doch wer allmählich sammelt, gewinnt immer mehr.

12Endloses Hoffen macht das Herz krank, doch ein erfüllter Wunsch ist wie ein Lebensbaum.

13Wer das Wort verachtet, muss dafür bezahlen, doch wer Ehrfurcht hat vor dem Gebot, der wird belohnt.

14Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, die vor den Fallen des Todes bewahrt.

15Wer gute Einsicht hat, verschafft sich Gunst, doch der Weg der Verräter ist steinhart.

16Jeder Kluge handelt mit Bedacht, ein Narr kramt seine Dummheit aus.

17Ein gesetzloser Bote richtet Unheil an, doch ein treuer Gesandter macht es wieder gut.

18Armut…

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